Gesamtwertung83%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Das Hauptprogramm spaltete die Spielgemeinde. Aufgemotzte Grafik, dafür aber kein Wuselfaktor. Das kann kein echter Siedler sein hieß es von den Kritikern. Die meisten Fans waren aber dennoch zufrieden mit dem fünften Ableger der Serie und nun hat Ubi Soft das erste Addon veröffentlicht, das dem Geheimnis des sagenumwobenen Nebelvolkes auf den Grund geht. Wir sagen euch ob sich der Kauf lohnt.
Der böse Kerberos ist besiegt und Held Dario muss sich damit herumplagen über sein Königreich zu herrschen, wo er doch viel lieber spannende Abenteuer erleben würde. Da kommt ihm ein Zwischenfall beim Bau einer strategisch wichtigen Brücke gerade recht. Geheimnisvolle Wesen schleichen umher und versetzen die komplette Arbeiterschaft in Angst und Schrecken. Wer sind die Gestalten und was genau wollen sie? Genau das müsst ihr im Verlauf von insgesamt zehn Missionen herausfinden.
Ähnlich wie im Hauptprogramm gibt es neben den Primärzielen einer Mission auch noch verschiedene, mehr oder weniger spannende, Nebenquests zu erledigen. Zwischen und während der Missionen sorgen nette Zwischensequenzen in der Spielgrafik für Abwechslung und treiben so die Handlung voran. Wer die Hauptkampagne gemeistert hat, kann sich an den neu dazugekommenen Freispielkarten versuchen.
Eines der neuen Gebäude in Nebelreich ist die Taverne. Hier kann man neben dem Scout, der die Gegend erkundet, auch den Dieb anheuern. Der kann mit seinen Sprengladungen feindliche Brücken in die Luft jagen, oder, wenn die eigenen Rohstoffe zu Neige gehen, etwas aus feindlichen Gebäuden stibitzen. Die ebenfalls neuen Scharfschützen werden in der Büchsenmacherei erstellt und ziehen Feinden mit ihren Präzisionsangriffen mehr Lebenspunkte ab, dafür dauert bei ihnen das Nachladen um einiges länger. Auch die Heldenclique hat Zuwachs bekommen. Mit Drake, dem Kopfgeldjäger, Yuki, der asiatischen Austauschheldin und der Hexe Kala, der Herrscherin des Nebelvolkes, bekommen Dario und seine Kumpanen gleich drei neue, und durchschlagskräftige Kameraden. Auch die Neuzugänge verfügen natürlich wieder über verschiedene Spezialangriffe. Yuki beispielsweiße kann mit Hilfe ihrer fernöstlichen Zauberkünste ein Feuerwerk entfachen, das alle Gegner im nahen Umkreis schwächt. Das Nebelvolk, um das es im Spiel eigentlich geht, verlangt unerfahrenen Spielern einiges ab. Es greift teils völlig unerwartet und in großen Massen an. Die ersten Gefechte enden deshalb meist in einer erbarmungslosen Niederlage.
Grafisch hat sich nicht viel geändert. Wer auf eine Wagenladung optischer Neuerungen gehofft hat wird enttäuscht. Dennoch muss sich die schöne Engine mit ihren detaillierten Animationen nach wie vor nicht vor der Konkurrenz verstecken. Außer Wäldern bekommt man in Nebelreich einige neue Landschaftstypen zu sehen, beispielweiße Sümpfe oder Steppen. Erstere sind aber ziemlich unübersichtlich, und so geht die ein oder andere Einheit im wilden Schlachtgetümmel schon mal verloren. Eine Macke weniger hat das Addon aus soundtechnischer Sicht. Glücklicherweise wurde die Stimme des Mentors, der dem Spieler von Anfang an mit Tipps und Informationen versorgt, ausgetauscht. Anstatt der unpassenden Synchronisation durch Oliver Kalkofe übernahm nun ein anderer, erheblich besser klingender Schauspieler seinen Job. Manche der übrigen Sprecher sind jedoch weiterhin ziemlich weit von glaubwürdiger Synchronisation entfernt.
Oh je, es ist tiefster Sommer und ein Fluss schneidet den Weg zu einem wichtigen Missionsziel ab. Im Hauptprogramm musste man noch auf den Einbruch des Winters und somit auf das Zufrieren des Wassers warten. Nicht aber im Addon. Hier haben sich die Entwickler etwas Neues einfallen lassen Brücken. Dieses schlichte aber ziemlich teure Bauwerk ermöglicht es dem Spieler in kurzer Zeit unliebsame Gewässer zu überqueren. Leider kann man die Brücken nur an bestimmten, dafür ausgewiesenen Stellen errichten, was zuweilen etwas nervt. Vor dem Bau einer Brücke muss man aber erst die nötige Technologie in der Hochschule erforschen, um danach eine Architektenstube samt Brückenarchitekten zu errichten. Diese kümmern sich dann um die theoretische Planung des Bauwerks, Leibeigene machen sich danach an die eigentlichen Bauarbeiten.
Im Mehrspielermodus ist auch alles so geblieben wie gewohnt. Lediglich einige neue Karten sollen frischen Wind in die Online-Gefechte bringen. Wem das nicht reicht, der muss selber Hand anlegen und sich mit dem beiliegenden Editor eigene Szenarien erstellen. Der ist recht leicht zu handhaben und nach kurzer Einarbeitungszeit finden schon die ersten Selbstbau-Karten den Weg ins Internet. Wer sich aber an anspruchsvollere Missionen wagen will, sollte laut Entwickler die Scriptsprache LUA beherrschen.
Die Siedler DEdK - Nebelreich im Test.
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