Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Im Jahre 2005 sorgte das Action-Rollenspiel Dungeon Siege II bei RPG-Fans für Begeisterung. Das Sequel hatte sich im Vergleich zum Vorgänger in den Bereichen Story, Grafik und Gameplay verbessert und entwickelte mit der Zeit auch einen gewissen Suchtfaktor, wie man ihn von Diablo 2 her kannte. Nicht zuletzt dadurch konnte der Titel aus der Entwicklerschmiede Gas Powered Games hohe Wertungen einfahren; es war also nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte um das Land Aranna in einer Erweiterung weitergesponnen werden würde.
Lahme Story, lange Spielzeit, hoher Suchtfaktor
Die Story in Broken World wirkt im Vergleich zur Hauptversion etwas flacher und durchsichtiger, Spannung kommt seltener auf. Nach der Zerstörung Valdis ist die Welt dem Chaos verfallen. In dieser gebrochenen Welt sorgt ein dunkler Magier für Schrecken und es ist eure Aufgabe diesem Einhalt zu gebieten. Dabei werdet ihr von Dryaden und den Zwergen, welche in der Erweiterung wieder integriert wurden, tatkräftig unterstützt. Mit neun Hauptaufgaben und 21 Nebenmissionen, aufgeteilt in drei Akte, ist ebenfalls für ausreichend Langzeitspielspaß gesorgt, auch wenn der Entwickler nur die etwas knappe Spielzeit von zehn Stunden auf der Verpackung angibt. Sicherlich werden Abenteurer, die nur den Hauptquests nachgehen auf die angegebene Spielzeit kommen, doch welcher Spieler macht das schon? Darüber hinaus ist der Schwierigkeitsgrad, so scheint es zumindest, zusätzlich erhöht worden, wodurch Heiltränke seltener fallengelassen werden und ein Weg zurück zum Händler unumgänglich wird; dadurch wird die Spielzeit wiederum in die Länge gezogen.
Grafisch und Soundtechnisch bleibt Dungeon Siege II: Broken World auf dem Niveau der Hauptversion, auch wenn die Grafik für heutige Verhältnisse doch etwas altbacken wirkt.
Positiv ist ebenfalls zu erwähnen, dass die Sprachausgabe außergewöhnlich gut gelungen ist. So sind fast alle NPCs synchronisiert und verfügen, zumindest in unserer englischen Testversion, über eine Vielzahl an Dialekten, die dem Spiel eine besondere Atmosphäre geben.
Nichts Neues im Lande Aranna, oder doch?
Neben neuen Gegenständen, neuen Haustieren und mit mehr als 40 neuen Monstern bietet Broken World genau das, was eine Erweiterung bieten muss: Neue Charaktere und Klassen. Mit der Blut-Assasine, welche die Fähigkeiten von Fernkampf und Kampfmagie miteinander verbindet und somit eher für offensive Spieler geeignet ist, und dem Meister der Steinfaust, welcher Naturmagie und Nahkampf kombiniert, dadurch also defensive Rollenspieler anspricht, wurden zwei interessante neue Klassen integriert. Beide sind ebenfalls durch ihre Vielseitigkeit etwas schwerer zu spielen und erfordern taktisches Geschick mit dem Umgang von Mana-, bzw. Gesundheitstränken.
Wie oben angesprochen sind auch die Zwerge wieder mit von der Partie, doch wählt man einen dieser kleinen, kräftigen Trunkenbolde als Charaktermodell, wird man schnell feststellen, dass sie keinen entscheidenden Vorteil im Vergleich zu anderen Rassen bieten. Etwas mehr Balancing hätte hier sicher für frischen Wind sorgen können. Positiv ist ebenfalls zu erwähnen, dass sich zu Beginn der eigene Charakter aus der Hauptversion importieren lässt.