Donnerstag, 24. Januar 2002. Electronic Arts Deutschland (EA) lädt die deutsche Pressewelt zu einer Presse-Party in das gemietete Düsseldorfer UFA-Kino, um den Taktik-Shooter Medal of Honor: Allied Assault (MoHAA) vorzuführen. Ich war für Justgamers dort und möchte euch hier berichten, wie EA den Tag gestaltet hat.
An jedem der bereitgestellten PCs waren mehrere Spielstände gespeichert, so dass ich die Möglichkeit bekam, bereits vor der eigentlichen (offiziellen) Präsentation verschiedene Missionen anzusehen. Da es mir schwer fällt, mich in eine bereits existierende Story hereinzudenken, entschloss ich mich, auf die Saves zu verzichten und selbst von vorne an zu spielen. Da das Spiel seit Längerem verfügbar ist, werden sicher viele von euch die erste Mission kennen. Als ich sie zum ersten mal spielte, sah, wie meine Kameraden Deckung suchten und dass ich selbst ein MG bemannen kann, wurde ich Feuer und Flamme. Bevor ich mich dann weiter in der Mission vorkämpfen durfte, hieß es, dass es jetzt losginge, nämlich die Präsentation.
Als erstes hielt der Organisator eine Rede zum Spiel, erklärte worum es sich handelt, was im Groben passieren wird und übergab dann das Mikrofon an den militärischen Berater des Spiels, Captain Dale Dye (a. D.) der US Marines. Cpt. Dye war seinerzeit in Vietnam und hatte als militärischer Berater an Filmen wie Platoon, Forrest Gump (Szenen in Vietnam) oder Soldat James Ryan mitgewirkt. Durch seine Erfahrungen während seiner Jahrzehnte langen Zeit in dem USMC, sollte das Spiel so realistisch wie möglich werden und dem Spieler zeigen, wie brutal ein Krieg ist und dass Rambo-Aktionen unmöglich sind.
Nach der Rede der beiden Herren stelle sich er Producer des Spiels, Rick Giolito, kurz vor und die Vorführung startete. Was für mich (und sicherlich vielen von euch) immer ein Traum war, ging in Erfüllung: MoHAA wurde auf der kompletten Leinwand eines riesigen Kinosaals vorgeführt und von dem Surround-System mit genialem Sound unterstrichen. Während wir alle spannt auf das Gebotene auf der Leinwand mit offenen Münder starrten (anders kann man das nicht ausdrücken), kommentierte Rick die gespielte Mission.
Begonnen wurde mit der ersten Mission. Während wir zusahen, wie das Spiel auf der Leinwand ablief, machte uns Rick auf die eine oder andere Situation aufmerksam (z. B. wenn es darum ging, uns Besonderheiten der KI zu zeigen) und gab für diverse Stellen innerhalb der Mission wertvolle Tipps. Ihm war der Enthusiasmus, den dieses Spiel auslöste, deutlich anzumerken.
Als nachdem die ersten Mission beendet wurde, kam das von allen Teilnehmern erwartete Omaha Beach, nämlich der Sturm auf die von den Achsenmächten besetzte Küste in der Normandie. Diese Mission, die es sowieso in sich hat, wirkte auf der Leinwand nahezu beängstigend, fühlte ich mich schon fast so, als sei ich Live im Spiel dabei. Während im Nachhinein diese Mission der Blockbuster des Spiels ist, wirkte es im Kino, um es umgangssprächlich auszudrücken, krass. Die Leinwand zeige uns den Blick auf das Landungsboot, während wir von den Wellen durchgeschüttelt worden, das Boot links neben uns, dass regelrecht zerfetze und dann den schweren Aufstieg zu den Bunkern. In diesem Moment hoffte ich zum ersten Mal während meiner jahrelangen Zeit als PC-Spieler, nicht mit meinem Spieler zu tauschen, wie es in Tron der Fall war.
Nach der D-Day-Mission wurde uns noch gezeigt, dass in einer der Missionen ein Panzer durch den Spieler kontrolliert werden kann und dieser nahezu die Möglichkeit besitzt, ein Dorf komplett ins Schutt und Asche zu legen.
Zum guten Schluss dieses von EA toll gestalteten Tages bekam ich die Möglichkeit, ein Interview mit Rick Giolito und Ctp. Dale Dye zu führen, was ihr auch hier, bei Justgamers lesen könnt.
Hinweis: Auf Grund von diverser Probleme während der Entwicklung der Fotos, werde ich diese selbstverständlich nachreichen.
mdk
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