Gesamtwertung89%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Auf ein neues
Elite Force 2 trägt bewußt nicht mehr den Zusatz Voyager im Spieletitel. Grund dafür ist, dass die Handlung des Spieles in der Zeit nach der Rückkehr der Voyager in den Alpha-Quadranten spielt. Das Story beginnt mit der Mission des schon aus dem ersten Teil bekannten Hazard Teams, die Voyager aus den Fängen eines Borg-Sphäre und dessen Dämpfungsfeldes zu befreien. Ist das geschafft, kann die Voyager einen Transwarp-Kanal der Borg nutzen, um endlich den Alpha-Quadranten zu erreichen. Die Reise der Voyager-Crew ist scheinbar vorbei. Lieutenant Munro, Führer des bekannten Hazard-Teams, soll ausgemustert werden und eine dröge Beschäftigung an der Sternenflottenakademie nachgehen. Sein Glück ist ihm jedoch hold und er trifft zufällig auf Captain Picard, der mit der aktuellen Version E der Enterprise immer noch durch den Weltraum schippert und Heldentaten vollbringt. Picard ist begeistert von den Leistungen Munro's und baut sofort das Hazard-Team der Voyager rund um Munro wieder auf und unterstellt es seinem Kommando auf der Enterprise. Das ist auch bitter nötig, denn kurz danach folgt die Gefahr auf dem Fuß und eine unbekannte Spezies überfällt die USS Dallas. Einen Warnruf des Captains der Dallas ignoriert ein fernsehserien-gestählter Picard natürlich und macht sich trotzdem auf, die Vorkommnisse zu untersuchen.
Aber nicht nur der richtige Einsatz der richtigen Waffen ist in Elite Force 2 wichtig. So muss auch des öfteren der Tricorder intelligent eingesetzt werden. Computerkonsolen gilt es oft zu hacken, stellenweise ist das nur möglich, indem mit Hilfe des Tricorders Puzzlespiele gelöst werden. So müssen manchmal Amplituden und Frequenzen angepasst werden oder Stromverbindungen durch das Auflösen von Schiebepuzzle wieder hergestellt werden. Es gilt aber auch die verschiedenen Anzeigen des Tricorders zu nutzen. So können damit Gasfallen aufgespürt werden, dessen Öffnungen dann mit dem Phaser versiegelt werden sollten, Laserfallen entdeckt oder brüchige Wege umgangen werden. Später kann Munro mit Hilfe des Tricorders sogar ein Angriff der Enterprise auf den Planeten anfordern.
In den verschiedenen Levels herrschen auch unterschiedliche Wetterverhältnisse. Von Schnee bis Dunst ist alles vertreten und wird durch die verwendete Quake III Arena-Engine, die aber bis zum Maximum ausgereizt wurde, sehr überzeugend dargestellt. Auch Lichteffekte, die den Einsatz des Nachsichtgerätes erfordern, wurden in die Level eingebaut. Genauso schafft es die Engine verschiedene Schwerkraftverhältnisse darzustellen, wodurch ein Kampf auf der Hülle der Enterprise genauso dargestellt werden kann, wie das Betreten der Dallas ohne funktionierende künstlische Schwerkraft. Gleichfalls gibt es eine Mission in der man durch das Bemannen einer großen Kanone, feindliche Raumschiffe abwehren muss, da die Enterprise schwer beschädigt ist.
Während der Missionen muss Munro natürlich sein umfangreiches Waffenarsenal einsetzen, das vom einfachen Sturmgewehr über Engergiewaffen bis hin zu Torpedowerfern reicht. Alle Waffen haben auch eine Sekundarfunktion, die meistens wesentlich mehr Schaden anrichtet, aber auch mehr Energie oder Munition erfordert. Nun ist es aber nicht egal, welche Waffe man einsetzt. Das Scharfschützengewehr ist wirklich nur geeignet, Gegner an weit entfernten Stellen zu erledigen. Der Granatwerfer ist nur für große Gegnermengen gedacht, verursacht im Nahkampf aber auch bei Munro selber Schaden. Das Sturmgewehr der Sternenflotte hat nur auf geringer Entfernung eine Wirkung auf den Gegner und leichte Gegner können abgefeuerten Torpedos ausweichen. Die Widersacher des Hazardteams agieren zwar nicht allzu helle, können sich aber zumindest hinter Kisten verstecken oder den Schüssen des von Munro ausweichen. Apropos Hazard-TEAM. In vielen Missionen ist man auch mit einem oder mehreren Teammitgliedern unterwegs. Die eigenen Teammitglieder, sowie einige Wissenschaftlicher und Verbündete, gilt es des öfteren auch zu beschützen. Leider sind die Kollegen nur selten eine große Hilfe. Oft treffen sie nicht oder bleiben hinter dem Spieler, wodurch der Gegner schon tot sein sollte, bevor die Kollegen eingreifen, weil der Spieler selber ansonsten zu viel Schaden nimmt.
Trefferpunkte und die Kapazität des eigenen Schutzschildes kann man immer noch an bestimmten Terminals aufladen, die in den Levels oft genug auftauchen - wenn auch manchmal gut versteckt. Das gleiche gilt für die Waffenenergie. Projektilmunition für die Föderationswaffen wird hingegen durch die Enterprise auf die Oberfläche gebeamt. Warum nun gerade mitten im Kampfgebiet mit dem Endgegner auch Lebensspenderterminals stehen, muss jeder, wie in so viele Spielen, mit sich selber ausmachen.
Einen Großteil der wirklich fantastisch vermittelten Atmosphäre ist der sehr gelungenen Sprachausgabe zu verdanken, die auf die Orginalsynchronstimmen der Fernsehserie zurückgreifen kann. Dabei werden die die Charaktere sogar mit lippensynchroner Mundbewegung dargestellt. In den Sequenzen werden viele Situationen nachgestellt, die einem auch aus den Serien bekannt kommen könnte. Da greift Picard einmal selber zum Gewehr, um Gegner abzuwehren oder versucht Lieutenant Barclay, in seiner bekannten und geliebten Art und Weise, den Warpkern vor der Überhitzung zu retten, während der Spieler versucht Gegner abwehren.
Auch die meistens sehr detailiert modellierten und mit realitätsnaher Mimik ausgestatteten Gesichter der Charaktere sorgen für ein ansprechendes Trekkie-Feeling. Natürlich sind alle bekannten Charaktere leicht erkennbar. Dies sehr gut vermittelte Trek-Feeling entsteht nicht nur für die Zwischensequenzen, in denen sowohl Gefechte mit anderen Raumschiffen und Unterhaltungen mit fremden Raumschiffkapitänen von der Brücke dargestellt werden, sondern viele weitere spannende Situationen entstehen. Die Atmosphäre entsteht inbesondere auch während der Missionen auf der Enterprise, denn wer hat noch nicht davon geträumt einmal den Turbolift zu benutzen, bei Picard an die Tür zu klopfen oder einen Spaziergang durch die Shuttlerampe zu unternehmen.
Das Zusammespiel aller Effekte ergibt ein fantastisches Gefühl, mitten im Star Trek Universum zu sein.
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Die Animationen der Gegner, sowie der Teammitglieder sind durchweg gelungen. In den Levels wimmelt es stellenweise nur so vor Effekten mit Gas, Licht und Schatten. Die Einrichtungen, Gebäude und Gegenstände in den Missionen sehen sehr detailiert aus und konnten überall überzeugen. Sogar runde Objekte werden sehr glaubhaft dargestellt.
Besonders gefallen hat auch, dass des öfteren Multiple Choice Optionen in Unterhaltungen auftauchen. So kann zum einen besagte Romanze zu einem bestimmten Ende geführt werden, zum anderen aber auch andere Diskussionen zu einem positiven Ende gebracht werden, indem man sich beispielsweise mit einem Ferengi gegenseitig Erwerbsregeln an den Kopf wirft, um diesen zu einem Geständniss zu bewegen.
Zum Schluss bleibt zu sagen, dass Elite Force auch akustisch überzeugen kann. Die Musik ist erste Sahne, bleibt aber im Hintergrund und erhöht somit lediglich das Startrek-Feeling ohne zu nerven. Auch die Soundeffekte sind auf hohem Niveau, sowohl was die Waffengeräuchte angeht, als auch viele Nebeneffekt, wie ausströmendes Gas, quietschende Lifte oder Lautsprecherdurchsagen. Getoppt wird alles von der absolut brilliant vertonten Sprachausgabe.
Das abwechslungsreiche Gameplay sorgt dafür, dass die Spannung und Abwechslung immer aufrecht gehalten wird und der Spieler auf die nächste Zwischensequenz hinfiebert. Durch die Begehbarkeit der Enterprise oder des Flottenkommandos und durch die extrem gelungene Sprachausgabe schafft es Elite Force 2 ein fast perfektes Star Trek-Feeling auf den heimischen Bildschirm zu zaubern. Für Fans des Star Trek Universums ist Elite Force 2 ein absoluter Pflichtkauf!
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