Elixir
Geschichts-Unterricht
Das Geschehen spielt in der Welt von Ektele Ulka. In dieser Welt beginnen kriegerische Ingoles, monsterartige Wesen, welche die verschiedensten Gestalten annehmen können, einen Aufstand. Gleichzeitig steigt eine riesige Lichtsäule aus einem großen See empor und fast alle Frauen im Land werden schwanger. Diese Kinder wurden seitdem Kinder des Lichts genannt. Sie hatten unnormale Fähigkeiten und wurden daher als Nachfahren des Gottes Enil betrachtet. Elixir ist ein solches Kind. Es liegt nun an ihr das Königreich zu retten. Doch leider hat die Königsfamilie etwas gegen die Kinder des Lichts und lässt diese töten.
Ich glaub ich steh im Wald
Falls man das Spiel nach dem Installieren sofort spielt, verlässt man es ganz schnell wieder oder drückt auf Pause, denn die Steuerungen und Shortcut-Tasten sind en Masse vorhanden. Also schnell wieder das kleine Heftchen, welches in der Verpackung vorhanden ist, ausgepackt und nachgelesen, welche Tasten was bewirken. Zwar mag das alles wohl etwas viel für den Anfang sein, jedoch findet man sich nach gut einer Stunde ganz gut zu Recht und weiß, wo man was zu drücken hat. Wenn man jedoch immer noch nicht wissen sollte, wie das ganze Spiel funktioniert sollte man das Handbuch, welches auf der CD ist, zur Hilfe nehmen. Zum Öffnen reicht Word. Im Handbuch wird genau erklärt wie alles abläuft. Unter anderem sind auch gute Tipps zu finden.
Elixir Das Wunderkind
Doch jetzt endlich zum Spiel selber: Sobald der Spieler den Single Player-Modus startet, wird er gleich in den ersten Kampf geschickt. Die Soldaten des Königs sind in ein Haus eingedrungen und wollen mal wieder ein Kind töten. Die Eltern werden, da sie Widerstand leisten, getötet. Bleibt also nur noch das kleine Kind. Als die Soldaten sich dem Kind nähern schwebt es und tötet, mit einer Art magischen Windstoß, drei Soldaten. Drei weitere bleiben übrig. Ein Mann eilt herein; nach einer heftigen Diskussion übernehmt Ihr die Kontrolle und damit die weiten Geschicke. Ab sofort habt ihr die Kontrolle über beide Charaktere und müßt mit euerem Geschick eine Menge Gegner töten. Im Verlauf des Spiels werden noch zwei weitere spielbare Charaktere dazu stoßen, so dass Ihr euch mit insgesamt 4 verschiedenen Charakteren auf den Weg macht.
Auf das Kind, Elixir, müsst Ihr besonders aufpassen, denn erst wenn es groß geworden ist und genügend Fähigkeiten erlernt hat, ist es reif genug, das Königreich zu retten.
Level-Up
Sobald man genügend Gegner getötet hatte, erreicht der jeweilige Charakter den nächsten Level und neue Fähigkeiten können erlernt werden bzw. verbessert werden. Eigentlich wartet der Spieler nur darauf, dass ein Charakter endlich wieder einen Level aufsteigt, denn es bereitet euch, mit hoher Wahrscheinlichkeit, sehr viel Spaß, die neuen bzw. verbesserten Fähigkeiten zu testen und an neuen, gefährlicheren Gegner anzuwenden. Das ganze Geschehen mit dem Level-Up dürften einige sicherlich aus Diablo kennen. Es läuft ähnlich ab und ist sehr simpel gemacht. Es dürfte also keine Probleme beim Vergeben der Werte geben.
Sound? Grafik? Maps? Was ist gut?
Wie bereits erwähnt, ist das Intro sehr viel versprechend und spannend. Die Grafik im Spiel selber ist jedoch längst nicht so gut. So ist es auch schwer zu begreifen, dass man die Auflösung von 640x480 nicht umstellen kann. Spielfiguren und Menüs sehen sehr veraltet aus und sind, an manchen Stellen, nur schwer zu erkennen. Und auch das altbekannte Diablo - Problem ist bei Elixir vorhanden: Die 2D-Ansicht. So ist es wohl auch zu erklären, dass man manchmal durch den ein oder anderen Baum so manchen Charakter nicht sieht und ihn erst suchen musste. Die Effekte, welche beim Ausführen eines Zauberspruchs zu sehen sind, sind leider mehr als dürftig. Zwar kann man den Unterschied zwischen einem Wasser- und einem Feuerzauberspruch erkennen, jedoch erinnert die Darstellung an RPG-Spiele aus dem letzten Jahrhundert.
Und auch mit dem Sound werden wohl viele Spieler ihre Probleme haben. Wäre wenigstens die Sprachausgabe vorhanden, hätte der Sound wenigstens einen positiven Aspekt. Leider doch ist die Sprachausgabe nicht vorhanden. Eigentlich kann man froh sein, wenigstens bei den einzelnen Gebieten, etwas zu hören. Nach einer Weile war die eintönige Geräuschkulisse jedoch sehr lästig.
Beim Erkunden der Gebiete jedoch gibt es endlich etwas Abwechslung. So kommt es, dass ihr unterirdische Gänge, schneebedeckte Gebiete und auch die Unterwasserwelt der Ingoles, mit euren Charakteren durchquert. Die Gebiete sind jedoch nicht leicht zu durchqueren, da feindliche Ingoles oder auch Magier, Monster und wilde Tiere (Bären, Wölfe, Riesenspinnen und Greifvögel) den Weg versperren. Weiterhin ist die Steuerung der Karte, welche nicht automatisch weiterscrollt, unglücklich gewählt, denn auf Dauer kann es schon etwas nervig sein, wenn man jedes Mal selber scrollen muss, um seine Charaktere zu sehen.
Tatsachen
Mit insgesamt 4 spielbaren Charakteren stehen Euch einige Wegbegleiter zur Verfügung, um Elixir zu beschützen und das Königreich zu retten. Die KI der Gegner lässt jedoch sehr zu wünschen übrig, denn mit dem Spielverlauf werden die Gegner nicht großartig übermächtiger, sondern erhöhen sich lediglich in der Anzahl. Nützlich beim Kämpfen zeigt sich die Aura Elixirs, welche sich auch auf die anderen Charaktere auswirkt. Wird diese Aura jedoch, beispielsweise durch einen Pfeil oder einen Schlag, zerstört und der Feind greift an, wirds schnell brenzlig, denn schon wenige Treffer reichen aus, um einen der vier Gefährten zu töten. Wenn es mal nicht so actionreich zugeht, wird der Spieler mit sehr langen Text-Sequenzen konfrontiert. Zwar sind die Dialoge manchmal, für das Spielgeschehen, sehr nützlich, jedoch kann es passieren, dass man nach einiger Zeit so genervt ist und die Dialoge einfach nur noch wegklickt.
Fazit
Mit Elixir ist ein relativ gutes RPG auf dem Markt. Die verschiedenen Gebiete, die detailreichen und gut gestalteten Gebäude, sowie die Charaktere machen das ganze Spiel attraktiv. Trotzdem fehlt es im Gesamten an guter Grafik. Elixir ist leider nur mit 640x480 spielbar und verliert daher eine Menge Punkte bei der Grafik und somit auch in der Gesamtwertung. Hinzu kommen noch, wie ich bereits erwähnte, die vielen Text-Szenen, welche die Gesamtbewertung wiederum verschlechtern.
Zwar wurde Elixir im Vorfeld von diversen Magazinen mit Diablo verglichen, jedoch bin ich, was das betrifft, anderer Meinung. Es stimmt, dass sich die Macher das ein oder andere von Blizzards Meisterwerk abgeguckt haben, jedoch ist Elixir im Endeffekt ein komplett anderes RPG. Charaktere, Story, Maps alles anders, als in Diablo.
Mein Fazit: Viel Mühe wenig draus gemacht, ein Kauf ist also keine Pflicht
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