Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
In 26 Missionen gilt es seinen Dienst für die Gesellschaft zu leisten und in Not geratenen Menschen zu helfen. Alte Idee, neue Firma. Zum zweiten mal kommen die Männer mit den lustigen Hüten und retten wieder mal wertvolles Menschenleben. Lest in unserem Review, ob der zweite Teil mit den Innovationen des ersten mithalten kann und ob uns da nicht doch eine neue Strategie-Referenz in die Hände gefallen ist.
Als Leiter einer Einsatzzentrale hat man einiges zu tun. Man verfügt über Feuerwehr, Polizei, Sondereinsatzkräfte, Aufräumfahrzeuge und natürlich Fahrzeuge zur ärztlichen Versorgung. Doch auf Management außerhalb des Einsatzgebietes wird komplett verzichtet. Kommt es zu einem der abwechslungsreichen Vorfall, muss der Spieler schnell entscheiden können. Gibt es Verletzte oder brennt es? Wichtige Fragen, die vorab geklärt werden müssen. Damit man aber nicht total im Dunkeln tappt, wird jeder Einsatz mit einem kleinen Rendervideo eingeleitet, das Auskunft über die Ursache des Unfalls gibt. Zusätzlich kann das Einsatzgebiet auch schon ohne Einsatzkräfte erforscht werden.
Zentrale, wir brauchen Unterstützung!
In der Einsatzzentrale läuft alles zusammen. Von hier aus bestimmt Ihr welche Fahrzeuge ins Einsatzgebiet fahren sollen und welche nicht. Bei einem einfachen Autounfall muss man nicht gleich einen ganzen Zug von Löschfahrzeugen losschicken. Wer das nicht beachtet, wird spätestens in der nächsten Mission auf Probleme stoßen, denn Fahrzeuge sind nicht unendlich vorhanden. Jeder Einsatz bringt Geld in die Kasse der Zentrale und wenn man mit diesem Budget nicht sorgfältig umgeht, ist beimnächsten Einsatz vielleicht nicht genug Geld um zusätzliche Ärzte ins Krisengebiet zu bringen.
Bei der Einsatzplanung ist aber auch viel Handarbeit gefragt, denn man kann - je nach Fahrzeug - zusätzlich Spezialisten mitschicken. So tummeln sich noch Ärzte, Feuerwehrmänner, Sanitäter, Spezialeinheiten der Polizei und viele weitere hilfreiche Personen im Einsatzgebiet, die es zu befehlen gilt. Schließlich gibt es auch Spezialfahrzeuge: Ein Sattelitenfahrzeug erweitert das Spiel um eine hilfreiche Mini Map und ein Brückenfahrzeuge baut eben mal schnell eine hilfreiche Brücke über einen unüberwindbaren Fluss. Auch zu Wasser und in der Luft gilt es geschickt zu planen. Mit Polizei oder Rettungshelikoptern kommt man um einiges schneller zum Unfallort und falls es einmal auf dem Meer zu Unfällen kommt, leistet das Löschboot gute Dienste.
Tatü, tata
In den 26 mehr oder weniger realistischen Mission lernt Ihr schnell den stressigen Job eines Einsatzplaners kennen und wir gleichzeitig der Stratege in Euch geweckt.
Die richtigen Fahrzeuge und Einheiten müssen für Einsätze, wie beispielsweise eine Massen-Karambolage oder ganze Waldbrände, angeschafft werden. Aber auch die Polizei wird nun viel öfter benötigt, als noch im Vorgänger. Die Gesetzeshüter bekommen es mit Bankräubern und Selbstmördern zu tun. Bei wichtigen Staatsanlässen müssen sie auch ran und im schlimmsten Fall muss man sogar Scharfschützen anheuern, um den Täter gefahrlos ausschalten zu können. Es gibt aber auch die, zumindestens anfangs noch friedlichere, Mission, in der einfach nur dafür gesorgt werden muss, dass sich keine Zivilisten in bestimmten Bereichen aufhalten, damit ein Luftschiff mit dem verhängnisvollen Namen Hindenburg 2 landen kann.
Alarm, Alarm. Die Technik....
Das gezielte Steuern der einzelnen Einheiten scheitert jedoch schon schnell an der schlechten Steuerung; Tastenbefehle gibt es kaum und Gruppierungen sind nicht möglich. Viel mehr fummelt man sich mit der Maus durch die Missionen. Einmal ein falsches Auto mit markiert und schon sind die gewünschten Funktionen nicht mehr vorhanden oder die Fahrzeuge lassen sich erst gar nicht mehr steuern. Ein Manko, das schon im ersten Teil für Frust sorgte. Gezieltes Umgehen mit der Maus ist absolute Pflicht bei diesem Titel, was ihn für die Jüngeren unter Uns schon einmal uninteressant machen dürfte. Feuerwehrmännern muss umständlich gesagt werden, was diese für ein Werkzeug aus dem Auto holen müssen, anstatt dass diese selber erkennen, welche Hilfsmittel gebraucht werden. Viel, viel Klickarbeit erwartet den Spieler. Weiteres frustrierendes Manko, an dem die ein oder andere Mission scheitertm ist die schlechte KI. Fahrzeuge bleiben auf dem automatisiertem Heimweg oft mal gerne an Zäunen oder Bäumen hängen oder fahren auch mitten durch's Flammenmeer. Hier ist einiges an Geduld gefragt, denn des öfteren wird eine Mission wegen solchen Fehlern wiederholt werden müssen.
Grafisch hat Emergency 2 einiges vom Vorgänger geerbt. So blieb die isometrische Ansicht und auch das Menü erinnert leicht an den Vorgänger. Einzig neu ist jedoch, das die Zentrale nun als kleine Stadt mit vielen verschiedenen Hallen, vor denen die Wagen einsatzbereit und in richtiger Gruppierung stehen, dargestellt wird. Auch die kleinen Rendervideos, die den Unfall zeigen, lockern die sonst sehr starre Grafik etwas auf. Fußgänger und Autofahrer können jedoch nicht von der veralteten Grafik ablenken. Neu ist jedoch, dass man nun auch mal Nachts unterwegs ist, in der die Blaulichter der einzelnen Fahrzeuge sehr gut zur Geltung kommen. Zusätzlich gibt es nun auch Nebel- und Regeneffekte, die bestimmte Unfälle realistischer wirken lassen. Spielerischen Einfluss haben diese aber nicht.
Spätestens jedoch, wenn wieder die hohlen Sprüche aus dem Funkgerät erklingen oder die Musik wieder einsetzt, ist die Stimmung dahin. Ausgeschaltet kann man die sich ständig wiederholende Musik jedoch recht gut ertragen. Gerade bei den Soundeffekten hätten die Entwickler noch einiges an Stimmung integrieren können. Im Moment haben Fahrzeuge anscheinend einen extrem leisen Motor und auch Wasser scheint keine Geräusche zu machen.
Zusätzlich sind auch einige unrealistische Missionsbedingungen eingebaut, die einfach nur den Schwierigkeitsgrad hochtreiben sollen. Auf jeden Fall ist es mir nicht bekannt, dass ein echter Einsatz als fehlgeschlagen gilt, wenn der Stau einmal etwas zu lang wird. Ein Geldabzug wäre hier durchaus sinnvoller gewesen. Daher sollten Interessierte bei diesem Schnäppchen ruhig mal zugreifen.
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Emergency 2 - The Ultimate Fight for Life im Test.
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