Empire Earth - Zeitalter der Eroberungen

Review
Plattform
PC
Vertrieb
-
Entwickler
-
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
-
Empire Earth - Zeitalter der Eroberungen [PC , Justgamers]

Gesamtwertung

84%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Empire Earth - Zeitalter der Eroberungen

Überblick

Maßgeblich an dem sowohl kommerziellen als auch bewertungstechnischen Erfolg von Empire Earth beteiligt war Chefentwickler Rick Goodman. Eben jener Rick Goodman war schon lange Zeit vorher mit Bruce Shelley an dem Erfolg von Age of Empires beteiligt. Doch Rick Goodman wollte mit seiner ne ugegründeten Spieleschmiede den Stainless Steel Studios das Konzept von Age of Empires noch etwas ausreizen und somit entstand Empire Earth. Spielerisch ähnelte es stark Age of Empires, doch sowohl grafisch als auch geschichtstechnisch gab es klare Unterschiede. Empire Earth benutzte eine neuentwickelte 3D Engine, und deckte geschichtlich praktisch alle wichtigen Zeitepochen ab. Ob Steinzeit, Mittelalter, Industrialisierung oder Nanozeitalter (Zukunftsepoche): alles war dabei.

Das Add On wird diesmal jedoch wohl mehr Schwierigkeiten beim Abverkauf bekommen, als das Hauptprogramm, immerhin erscheint am 14. November Age of Mythology, der inoffizielle dritte Teil der Age of Empires Reihe.

Damit sich das AddOn Zeitalter der Eroberungen trotzdem gut verkauft, wurden einige Neuerungen eingebaut. So gibt es 3 neue Kampagnen, 18 neue Szenarien und eine neue Zeitepoche.

Kampagnen – Drei Neue

Die erste neue Kampagne ist im römischen Reich angesiedelt, die Überraschungen halten sich bzgl. der Einheiten in Grenzen. Allerdings wird der Kampf Rom's sowie innen als auch außenpolitisch nun deutlich besser erzählt, denn die Identifikation mit den einzelnen Helden fällt deutlich leichter und sorgt für zusätzliche Motivation.

Die zweite neue Kampagne ist im Zweiten Weltkrieg angesiedelt und handelt überwiegend vom Kampf zwischen den USA und den Achsenmächten im Pazifik. Dabei rücken vor allem die Flugeinheiten in den Vordergrund, was gerade für Profis herausfordernd sein dürfte.

Die dritte Kampagne ist in der neuen 15. Zeitepoche angesiedelt und bietet neue Grafiksettings, sowie Einheiten. Das neue Zukunftszeitalter wird deutlich besser vermittelt, als die vergangenen, auch wenn die Raumschiffe oftmals hängen bleiben.

Grafik – Nix Neues

Grafisch bietet das AddOn nichts Neues. Noch immer sieht die verwendete 3D Engine ordentlich aus, birgt aber auch ihre Schwächen. Vor allem beim Zoomen fallen einem die oft viel zu klobigen und undetaillierten Objekte auf und vor allem die Menschen sehen viel zu künstlich aus. Der Grafikstil ist zudem Geschmackssache. Durch die sehr bunte Farbwahl kommt man sich oftmals vor wie in einem Comic-Spiel. Sicherlich nicht jedem sein Geschmack.

Punkten kann Empire Earth grafisch aufgrund seiner Abwechslung: Jede Zeitepoche bietet unterschiedliche Einheiten, die sich deutlich unterscheiden und jeweils recht authentisch dargestellt wurden.

Insgesamt sieht die 3D Engine von Empire Earth nach wie vor gut aus, ruckelt aber noch immer in manchen Situationen zu stark und wirkt an vielen Stellen einfach viel zu undetailliert. Vor allem Age of Mythology und WarCraft 3, ja sogar Battle Realms, haben in diesem Bereich deutlich mehr zu bieten.

Sound – Nach wie vor Gut

Der Menüsound von Empire Earth kann locker mit dem von Age of Mythology konkurrieren und brennt sich schnell ins Gedächtnis ein. Mehr als einmal habe ich mich beim Mitsummen des Stückes erwischt - ein echter Ohrwurm.

Misslungen ist dagegen die Vertonung der diversen Dialoge in den Missionen. Entweder werden sie viel zu betont von ziemlich merkwürdig aufgebrachten Stimmen gesprochen oder einfach gar nicht gesprochen. Entweder ganz oder gar nicht, denn das 'Zwischending' wirkt ein wenig misslungen.

Steuerung – Es gib Macken

Die Steuerung von Empire Earth – Zeitalter der Eroberungen ist weitgehend gut gelungen, Macken gibt es dennoch. Durch den kleinen Bildschirmausschnitt kommt es öfters vor, dass die Übersicht und damit die Steuerung über die Einheiten zum Verwirrspiel wird. Größtes Manko ist allerdings die Steuerung der Flugeinheiten. Vor allem in den Missionen, die im zweiten Weltkrieg angesiedelt sind und bei denne die Flugzeugschlachten überwiegen, stößt die Steuerung der Flieger zum Teil übel auf. Darunter leidet auch die ansonsten hervorragend gelungene Zukunftsepoche, bei der die Steuerung der Raumschiffe ebenfalls zu schwierig geraten ist. Mehr als einmal verhängen sich dort die Raumschiffe an Gebäuden oder Ecken...

Multiplayer – Nicht perfekt!

Der Multiplayer Modus gestaltet sich aufgrund der vielen Zeitepochen als äußerst abwechslungsreich. Zwei Kritikpunkte dagegen wurden noch immer nicht ausgemerzt, eine Multiplayerpartie von der ersten Zeit (Vorgeschichte) bis zur letzten Zeit zu spielen ist so gut wie unmöglich. Spätestens nach drei Zeitaufstiegen greift einer der beiden an, dann wird das Geld überwiegend für Einheiten und nicht für den Aufstieg in die nächste Zeitepoche verwendet. Zudem kommt es dadurch oftmals zu Balancingschwierigkeiten: Spieler A ist im Nanozeitalter während Spieler B noch im Atomzeitalter festhängt. Deshalb empfiehlt es sich vor einer Partie per LAN genau darüber abzustimmen, in welcher Zeit die Partie startet und in welcher Sie endet.

Zweiter Kritikpunkt ist das unerklärliche Ruckeln nach einiger Zeit, während einer Netzwerk-Session. Dieses Problem schon aus dem Hauptprogramm bekannt, wurde nach wie vor nicht behoben.

Fazit

Empire Earth – Zeitalter der Eroberungen ist ein durch und durch gelungenes AddOn. Die drei neuen Kampagnen sorgen für viele Stunden Spielspaß, vor allem das neue Zeitalter ist löblich zu erwähnen.

Technisch wurde hingegen nichts verändert. Während der Sound also nach wie vor weitgehend überzeugen kann, wirkt die Grafik mittlerweile etwas veraltet, gerade im Vergleich du den aktuellen Genre-Schwergewichtern.

Das AddOn bietet für Fans des Hauptprogramms also genügend Neuerungen, um eine Investition zu begründen. Der etwas teure AddOn Preis von ca. 30 € wird durch das Senken des Preises des Hauptprogramms wieder wett gemacht. Somit kann man Empire Earth – Zeitalter der Eroberungen sogar Neueinsteigern empfehlen, vor allem auch, weil der Schwierigkeitsgrad in dem AddOn ein wenig gedrosselt wurde. Die, die mit dem Hauptprogramm nichts anfangen konnten, sollten ihr Geld in jedem Fall sparen und sich das kommende Echtzeit-Strategiespiel „Monster“ Age of Mythology zulegen, mit dem kann nämlich Empire Earth trotz allem definitiv nicht konkurrieren!

Empire Earth - Zeitalter der Eroberungen [PC , Justgamers]

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