Gesamtwertung57%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Die Qual der Wahl
Zu Beginn der Charaktergestaltung muss sich der Spieler, neben Aussehen und Kleidung, für eine von acht Fraktionen entscheiden, wobei jede einzelne Partei eine eigene Entstehungsgeschichte sowie bestimmte Werte und Traditionen besitzt; diesen muss sich der Spieler im Spiel unterordnen. So gilt beispielsweise die Bruderschaft als eine äußerst gewalttätige, gesetzlose und kriminelle Vereinigung, doch verstößt man intern gegen Regeln und Leitlinien, arbeitet also nicht im Team, so muss man unweigerlich mit den Konsequenzen rechnen. Des Weiteren wählt man eine bestimmte Klasse, wie zum Beispiel den Mediziner, einen Kämpfer, einen Händler oder einen Anführer, dem es möglich ist, ganze Scharen von Spielern zu befehligen; diese Berufe lassen sich jedoch im Spiel ändern.
Nach der Auswahl von Aussehen, Klasse und Fraktion wird man in einem interaktiven Tutorial mit den wichtigsten Befehlen, Geräten, dem Interface und dem Menü, das den Spieler an einigen Stellen mit Informationen erschlägt, vertraut gemacht. Dadurch werden schnell die Vorzüge und Nachteile der wechselbaren First-Person-Sicht beim Schießen, oder des Faktors Ausdauer beim Laufen, sichtbar. Der heutige Spielemarkt ist mehr denn je von Onlinerollenspielen, den so genannten MMORPGs, geprägt. Grund genug also für Entwickler und Publisher auf diesen Zug aufzuspringen und in diesem Genre einige Titel zu veröffentlichen, um Riesen wie World of Warcraft oder Guild Wars endlich Paroli bieten zu können. Ob das rund 300 Jahre in der Zukunft angesiedelte Face Of Mankind aus dem Hause Duplex Systems das Potenzial dazu hat, klärt unser Test.
Du bist und bleibst ein Mensch
Interessanterweise spielen in Face Of Mankind Fähigkeiten, die so genannten Skills, keine Rolle. Es gibt weder Level, die der Spieler mit zunehmender Erfahrung erreichen kann, noch Fähigkeitspunkte, die er auf bekannte Attribute, wie Stärke, Geschicklichkeit oder Intelligenz, vergeben kann. Die Erfahrenheit des Einzelnen lässt sich lediglich aus dem erworbenen Rang ablesen, welchen der Spieler in Abhängigkeit von den XP-Punkten erhält.
Je höher dieser Rang, desto mehr Einfluss nimmt der Spieler auf die Storyline und desto größere Platoons kann er anführen.Erfahrung erhält man durch Missionen, die in fraktionsinterne und externe Missionen untergliedert sind. Auch Spieler können solche Missionen erstellen, die jedoch nicht immer spannend und abwechslungsreich sind. So erhält man zwar für eine Verteidigungsmission eine bestimmte Anzahl an Erfahrungspunkten, doch kommt es auch vor, dass keine Gegner auftauchen und man gut und gerne eine halbe Stunde warten muss, bis die Mission abgeschlossen ist. Die Anzahl der Missionen ist ebenfalls stark von Politik, sowie Krieg und Frieden zwischen einzelnen Fraktionen abhängig.
Weiterhin bietet das Spiel nicht genug Actionelemente, um den Spieler lange bei der Stange zu halten. Grafisch und Soundtechnisch setzt FoM darüber hinaus ebenfalls keine neuen Maßstäbe und bleibt am Ende, trotz überaus gelungener Story und einer Fülle an Auswahlmöglichkeiten, nur durchschnittlich.