Far Cry

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Crytek Studios
Erscheinungsdatum
-
Genre
Shooter
USK
18
Far Cry [PC , looki.de]

Gesamtwertung

90%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Gut

Far Cry

Mein Name ist Carver, Jack Carver und ich will euch heute eine Geschichte erzählen, die alles übertrifft, was ich bisher dachte erlebt zu haben. Ich muss meine Erfahrungen einfach loswerden, denn sie prägen mich bis heute. Heiße Gefechte mit den unterschiedlichsten Gegnern und Buggy- sowie Boottrips durch riesige, tropische Landschaften waren normal für mich, bis ich endlich meinen Auftrag erfüllt hatte. Aber beginnen wir von vorne: Da landet man nichts ahnend auf einer tropischen Insel, freut sich auf ein paar Strandtage und wird unverhofft hineingerissen in einen erbitterten Kampf gegen Söldner und Mutanten, in ein Gefecht zwischen dem CIA und einem verrückten Wissenschaftler und ist, als hätte man sonst nichts zu tun, auch noch dazu verdammt die Menschheit zu retten. Hört sich dramatisch an? Ist es auch. Hört sich wie ein Computerspiel an? Da bin ich mir nicht so sicher...

Ich könnte schwören, ich habe das alles wirklich erlebt, denn die Ereignisse waren so real. Schon der Anfang meines Abenteuers begann in einem alten Gemäuer. Wie ich durch ich ein Loch in der Mauer hörte, suchten Soldaten nach mir. Warum? Ich hatte doch nichts getan? Ich hatte nur die hübsche Valerie auf die Insel begleitet, aber irgendwann rissen plötzlich meine Erinnerungen ab. Ich wusste nicht mehr, was passiert war. Während ich mir, ob der Detailfülle meiner Umgebung und des „Aha Effekts“ wegen der Grafikpracht nicht bewusst war, Held eines Computerspiels zu sein, hörte ich auf einem kleinen PDA plötzlich die glasklare Stimme von Harlan Doyle, der mir seine Hilfe anbot. Nur ausgerüstet mit einem legeren Hawaiihemd und ohne Waffen, blieb mir nichts anderes übrig, als Doyle zu vertrauen und mich auf die Suche nach Valerie zu machen. Eine leichte Rüstung fand ich zwar bald... welcher Dummkopf hatte die da liegen lassen? ...aber ohne Waffen war ich aufgeschmissen. Ihr könnt sicher meine Erleichterung erahnen, als vor mir wenigstens eine Pistole auftauchte. Kaum hatte ich die alten Gemäuer verlassen, ging es schon los. Endlich sah ich den schönen weißen Strand und wollte gerne in dem glasklar aussehenden Wasser eine Runde schwimmen oder nur den verschiedensten Vögeln zusehen, wie sie am Himmel und über der üppigen Vegetation ihre Runden drehen, da wurde ich aus meinen Träumen gerissen. Doyle riet mir, mich in den nahen Hütten nach Ausrüstung umzusehen. Tolle Idee, wenn unzählige Soldaten dort ihrer Arbeit nachgingen, eine Zigarette rauchten oder nach den Unmengen im Wasser schwimmenden Fischen angelten... was sein musste, musste sein, ich schlich mich also an eine Hütte heran und...jaja, ich weiß...wurde prompt entdeckt.

Trotz meines Gedächtnisverlustes schien ich aber noch zielen zu können, und so fiel der aufgeregt auf mich zurennende Gegner tot zu Boden. Dumm nur, dass ich dabei zu viel Lärm gemacht hatte und weitere Soldaten auf mich aufmerksam wurden. Also die Waffe des Toten geschnappt... bitte keine Kommentare wegen der ethischen Verwerflichkeit dieses Verhaltens... und mit etwas Zielwasser und Taktik schaffte ich auch die restlichen Witzbolde, die mir ans Fell wollten. Hier erkannte ich auch, dass dies alles kein schlechter Traum war und war mir erneut sicher, in der Realität zu sein. In einem Computerspiel würden sich die Gegner niemals derart realistisch bewegen und so detailliert aussehen, als würde man mit der Chipstüte in der Hand einen Spielfilm anschauen. Nein! Das musste echt sein. Wie dem auch sei: Endlich hatte ich etwas Zeit die schöne Landschaft zu betrachten und irgendwie schwirrte mir immer der Begriff „Bumpmapping“, also die Darstellung von vermehrten Details, im Kopf, den ich nie mehr losgeworden bin. Ich war anscheinend wirklich auf einer tropischen Insel gestrandet, auf der es so viel unterschiedliches und exotisches Gewächs gab, wie man Accessoires in der Handtasche einer Frau findet.

Ein Steg führte in das wunderschöne Wasser, weswegen ich mich spontan zu einem Sprung ins kühle Nass hinreißen lies und war erstaunt, dass es auch unter Wasser vor Gewächs und Getier nur so wimmelte. Fabelhaft! Hier verbringe ich meinen Lebensabend! Solch tolles Wasser habe ich noch nie gesehen. Da Doyle schon wieder nervte und meinen Kompass mit einem Radar synchronisierte, suchte ich schnell ein Medikit für ein paar erlittene Schrammen, und entdeckte schließlich von einer Anhöhe aus eine Basis, in der ein Helikopter repariert wurde. Obwohl ich mich fast überall auf der Insel hätte hinbewegen können, zog es mich irgendwie magisch zu dieser Basis hin. Nicht nur, dass mir Doyle diese als Ziel auf dem Kompass markiert hatte, nein, vielleicht gab es dort auch endlich die Antwort auf meine Fragen? Ich watete also durch seichtes Wasser und hatte plötzlich das Gefühl, dass mir ab diesem Punkt hätte passieren können, was wollte, ich müsste dann nicht alles neu erleben. Später, als ich von Freunden gesagt bekam, dass ich nur ein bekannter Held eines PC-Spieles war, erfuhr ich, dass man diese Stelle Speicherpunkt nannte und eben jene Speicherpunkte fair über mein gesamtes kommendes Abenteuer verteilt waren.

Gut, dass ich sie nur selten brauchte, denn durch mein taktisches Vorgehen und dem Ausnutzen der Vegetation und der Umgebung, konnte ich später auch eine große Übermacht an Gegnern bewältigen. Wenn ich jetzt, nachdem das Abenteuer hinter mir liegt, darüber nachdenke, vermisse ich eigentlich nicht, dass befreundete Helden anderer PC-Spiele an jeder Stelle ihr Abenteuer wieder beginnen konnten. So habe ich ein viel intensiveres Erlebnis gehabt, das ich kaum noch missen will. Ich überlege sogar, ob ich nicht einen neuen schwereren Auftrag der CIA annehme und versuche, weitere tropische Inseln von Bösewichten zu befreien. Man sagte mir, es gäbe sogar die Möglichkeit, einen komplett realistischen Auftrag zu absolvieren, wobei mir klar sein solle, dass bei dem solchen Versuch, das „Paradies endet und die Hölle beginnt“. Wie dem auch sei, ich glaube ihr wollt gerne erfahren, wie mein erstes Abenteuer weiterging, oder?

Ich kam also in der Basis an und bemerkte, dass ein Wachturm besetzt war. Den ersten Wachsoldaten konnte ich noch geräuschlos durch eine gefundene Machete beseitigen, dann aber entdeckte man mich; und zu meinem Unglück startete sogar der gerade noch defekte Helikopter. Mit meinem Heldenmut und unter Mithilfe gefundener Waffen, schaffte ich es aber doch noch, meine Gegner zu erledigen. Dabei half mir bei gutes Gehör, denn wenn ein Gegner Lärm machte, dann konnte ich genau hören, von welcher Seite er auf mich zukam. Nach meinem Empfinden sehr effektiv und nützlich. Doyle triebt mich immer weiter und verlangte von mir schließlich nicht nur einen riesigen gestrandeten Flugzeugträger voll Soldaten zu infiltrieren, sondern sogar ein Funkzentrum zu sprengen.

Das wäre ja alles nicht halb so wild, wären mir die Söldner nicht mit Machinengewehrbuggies, bewaffneten Schnellbooten oder Hubschraubern aufgelauert. Ja, sogar Scharfschützen und Gegner mit Raketenwerfern erwarteten mich. Das schlimmste an der Sache waren aber weniger die Massen an Gegner, sondern dass diese auch noch gut trainiert waren. Sie suchten nämlich Deckung, wenn ich eine Handgranate warf und griffen mich stellenweise in Gruppen und aus dem Hinterhalt an. Zudem war nicht nur ich im Jungel schwer auszumachen, sondern auch meine Gegner, was mich mit der ständigen Angst im Nacken, überrascht zu werden, meinen Auftrag fortsetzen ließ. Nach den ersten überstandenen Kämpfen wusste ich daher, dass es für meine Gesundheit mitunter hilfreich sein könnte, wenn ich leise und von Pflanzen und Umgebungsobjekten geschützt vorging. Wer mich nicht sehen oder hören konnte, konnte auch nicht auf meinen Angriff reagieren.

Das eine oder andere mal, half auch eine Rauch- oder eine Blendgranate! So schaffte ich es öfters auch einen Buggy oder ein Boot zu erbeuten und erlangte dadurch einen enormen Vorteil. Zudem lief ich mir keine Blasen mehr, weil ich auch auf den größeren Inseln, mit meinem Buggy sehr bequem vorwärts kam. So eine Buggyfahrt ist schon was schönes. Aber auch hier traf ich auf Probleme: Zum einen hielten Buggies auch nur eine bestimmte Menge an Beschuss aus, zum anderen, konnte man sich verfahren. Während mich Doyle nämlich von Ziel zu Ziel und Auftrag zu Auftrag kommandierte, war ich selber ziemlich frei, welche der vielen Wege ich nutzte, und musste zudem noch aufpassen, ob ich überhaupt in die richtige Richtung fuhr. Ich sage euch, da bin ich einige Male eine Strasse langgefahren, habe mich durch Gegnerhorden gekämpft, nur um an einer zerstörten Brücke oder bei einer Sackgasse festzustellen, dass ich wohl falsch abgebogen bin. Echt toll Leute!

Neben dem Fahren von Buggies und Schnellboten, musste ich mich selbst auch noch im Gleitfliegen trainieren... und das ohne Vorwarnung. Da dies aber nicht oft vorkam und mir sonst auch nur sehr wenige, und wenn dann dieselben, Fahrzeuge zur Verfügung standen, hatte ich eigentlich keine Mühe, meine fahrbaren Gerätschaften zu bedienen. Doyle ließ mir auch sonst immer meine Freiheit und schrieb mir auch nicht vor, ob ich beispielsweise das Scharfschützengewehr nutzte, um Gegner aus der Ferne zu eliminieren oder direkt den Nahkampf suchte. Ich muss ihm im Nachhinein aber danken, denn das Abenteuer, das ich unter seiner Führung erlebte, war sehr abwechslungsreich und... ja irgendwie... hat es mir sogar irrsinnigen Spaß gemacht.

Während meiner Missionen hatte ich auch ständig diese Musik in den Ohren, die sich veränderte und je nach Situation bei mir ein seltsames Gefühl von Spannung erzeugte. Ziemlich gelungen, ich muss dem Schöpfer echt einmal gratulieren, denn er sorgte dafür , dass ich mich ständig hochmotiviert an die nächsten Gegner anschlich und wenn diese mich nicht bemerkten, sogar ihre diversen Unterhaltungen belauschen konnte. Auf jeden Fall war die seichte Musik, die mich seltsamerweise ständig berieselte, angenehmer als der Lärm der Waffen. Explodierte eine Granate in meiner Nähe, war ich stellenweise richtig betäubt von dem Lärm und ich sage euch, diese Burschen haben Granaten und schwere Waffen häufig benutzt. Zum Glück konnte ich immer erkennen, welche Waffen sie verwendeten, denn das habe ich immer genau heraus gehört. Super: So wusste ich auch, ob es sich lohnt den sekundären Feuermodus einiger meiner Schießprügel zu verwenden.

Ich nutze die Umgebung aber auch geschickt aus und es war gut so. Zudem solltet ihr euch eure Route zum Ziel genau überlegen. Manchmal bin ich durch den Jungel, um mich anzuschleichen, ein anderes mal, war es aber sinnvoller, mir eine Anhöhe zu suchen, das Zielgebiet mit meinen Fernglas mit eingebauten Bewegungssensor auszuspähen und einige Gegner bereits mit dem Scharfschützengewehr zu eliminieren. Sollte ihr in meine Situation geraten, gebe ich euch den Tipp, auch auf Benzinfässer zu feuern, die dann sicherlich eindrucksvoll explodieren oder Ablenkung zu erzeugen, indem Kisten physikalisch korrekt von euch ins Wasser geworfen oder einen Berg hinunter geschoben werden. Einschläge ins Wasser, beispielsweise durch Kugeln, geben übrigens nette Effekte, das machte richtig Spaß! Der Spaß endete aber, als ich auf das dunkle Geheimnis stieß, das sich auf diesen tropischen Inseln verbarg. Die Spinner dort arbeiteten an Genexperimenten und erschufen Wesen, die menschliche Soldaten ersetzen sollten.

Wie konnte es anderes sein: Diese konnten entkommen und ich durfte mich dann mit den, im Nahkampf meistens für mich tödlichen, Viechern rumärgern. Gut, wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist das Ganze nicht besonders innovativ gewesen. Viele hatten ähnliche Versuche unternommen, aber blieb mein Abenteuer immer spannend und ich war dachte mir nie, das Handtuch hinzuwerfen und mich nur am Strand zu sonnen. Ich musste den Urhebern dieser Experimente einfach Einhalt gebieten. Das war ich der Menschheit, als Held, der ich nun einmal bin, einfach schuldig. Als ich durch die dunklen, aber wirklich abwechslungsreichen Forschungslabore und unterirdischen Anlagen stiefelte, blieb mir das ein oder andere mal fast das Herz vor Spannung stehen. Leise musste ich mich durch dunkle Gänge vortasten, das ein oder andere mal nur unterstützt durch ein Nachtsichtgerät. Wenn die Mutanten eine Gegend bereits verwüstet hatten, überall Dämpfe austraten, Computerkonsolen nur noch seltsam blinkten und Leichen den Fußboden pflasterten, erschrak ich sogar manchmal durch meine eigenen Tritt- und Schlurfgeräusche: Mein Gott, man wusste ja nie, wo der nächste Gegner wartete!

Zum Glück war ich nicht allein mit diesen Ungetümen. Die Mutanten waren auch auf die Söldner nicht gut zu sprechen, weswegen diese erhebliche Mühe hatten, sie in Schach zu halten. Da halfen auch Ersatztruppen, die sich aus Hubschraubern abseilten, wenig, und des Öfteren empfand ich es als klug, abzuwarten, bis sich beide Gruppen gegenseitig dezimierten. Da meine Waffen zum Glück eine extrem große Reichweite hatten, die ich so eigentlich nicht gewöhnt war, konnte man einige Mutanten bereits von Weitem attackieren, kamen sie mir zu nahe, war es aber meist aus mit meiner Existenz – fürs erste, denn zum Glück gab es da ja besagte Speicherpunkte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich trotz der harten Kämpfe und der zahlreichen Gegner und Inseln, die es zu bewältigen galt, eine wunderbare Zeit hatte. Bei einem Treffen mit anderen Spielhelden werde ich so richtig dick angeben können, auch da mein Auftrag erfreulich lang dauerte. Übrigens: Meine Erlebnisse endeten nicht mit der Absolvierung der mir gestellten Aufgaben! Als ich nach Hause kam und meine Füße so richtig schön auf den Sofatisch legen wollte, kamen Freunde auf mich zu und wollten Spaßkämpfe gegen mich auf eben jenen tropischen Inseln ausführen. Diese hätten unsere Auftraggeber für uns anlegt, um zu trainieren und fit zu bleiben. So kam es dann auch, und wir einigten uns auf drei Spielvarianten, wobei wir zuerst jeder gegen jeden antraten und danach Teams bildeten und versuchten gegeneinander zu kämpfen. Später hatte sogar jemand die helle Idee und schlug vor, verschiedene vorgegebene Punkte in einem Team zu erobern und danach zu verteidigen. Sogar einen Namen ließen wir uns einfallen und tauften das ganze „Assault-Modus“. Zwar waren die Orte für unsere Spiele sehr abwechslungsreich ausgesucht und ob der Gestaltung der Anlagen, war ich sehr beeindruckt, wirklich viele davon hatten wir aber leider nicht zur Verfügung.

Hoffen wir einmal das Beste, dass unsere Auftraggeber in Zukunft hier noch für ein paar mehr Schauplätze sorgen, sonst wird mir echt schnell langweilig. Dumm ist zudem, dass uns für die Kämpfe nur die etwas futuristisch anmutenden Waffen mit ihren großen Reichweiten zur Verfügung standen. Einige Kumpels von mir hätten es doch lieber realistischer gehabt, mir machte es jedoch Spaß, dass ich nicht gleich nach einer Salve Kugeln als tot galt und warten musste, bis ich wieder mitspielen konnte. Was aber auch mich störte ist, dass wir nur die wenigen Fahrzeuge auf den Inseln auftreiben konnten, die mir schon während meiner alleinigen Abenteuer zur Verfügung standen. Wir sind also darauf beschränkt gewesen, auch hier die taktische Vielfalt der detailliert nachgebauten Umgebungen zu nutzen, was aber nicht immer ein Nachteil war, ich hatte halt nur etwas mehr erwartet. Das, was an Schauplätzen vorhanden war, machte viel Spaß und war für uns alle fair aufgebaut. Es gibt es aber einiges zu verbessern, damit ich in Zukunft mehr Freunde motivieren kann, mitzumachen. Einige absolvieren momentan Schlachten in Regionen, die sich „Battlefield Vietnam“ und „Unreal Tournament 2004“ nennen, und irgendwie scheint mir dort das Gegeneinanderspielen wesentlich besser geglückt zu sein.

Fazit

Far Cry ist ein extrem beeindruckender Einzelspielershooter, der mit einer Grafikpracht aufwartet, die momentan ihres gleichen sucht. Ihr wollt eine Grafikengine, die Level in der Größe von Operation Flashpoint darstellen kann, dabei aber ein Detailgrad erreicht, wie es bisher nur Techdemos illustrierten? Dann seit ihr bei Far Cry richtig! Derart detaillierte Umgebungen auf großen Karten findet man sonst in keinem anderen Titel. Der Einzelspielermodus ist spannungsgeladen, abwechslungsreich und fordernd: Dabei stört der fehlende Quicksave meistens überhaupt nicht, im Gegenteil, durch die atmosphärische Gestaltung der Level schafft es Entwickler Crytek sogar, eine enorme Spannung zu erzeugen. Der Einzelspielermodus ist zwar nicht linear, da man in den Wegen und Vorgehensweisen nicht festgelegt ist, er ist aber auch nicht derart frei, wie beispielsweise in einem Rollenspiel. Einige Missionen, gerade in Gebäudekomplexen, sind sogar streng linear. Trotzdem gehört der Einzelspielermodus, ob der Grafikpracht, dem gelungenen Sound, den abwechslungsreichen und detaillierten Leveln und der fantastischen Physikengine zum besten, was das Genre bisher zu bieten hatte.

Der Mehrspielermodus kann leider nicht völlig überzeugen. Es sind einfach zu wenige Karten vorhanden und zu undurchdacht wirkt der Assault-Modus, bei dem oft hitzige Gefechte entstehen, der aber mit einem Battlefield 1942 nicht mithalten kann. Deathmatch und Teamdeathmach bringen einigen Spaß und eine Zeit lang wird man sich auch an der Grafik erfreuen können, eine Wachablösung für altgediente Mehrspielertitel ist Far Cry aber leider nicht. Der Kauf lohnt sich aber schon wegen des Einzelspielermodus und gelegentlicher Mehrspielerduelle. Es bleibt somit zu hoffen, dass am Mehrspielermodus noch viel nachgebessert wird, da sonst diejenigen enttäuscht sein könnten, die sich den Titel nur wegen dem Mehrspielermodus geholt haben. Trotzdem sprechen wir eine eindeutige Kaufempfehlung aus, da der Titel allein wegen der Grafikqualität und der einfachen Möglichkeit, Modifikationen und Erweiterungen zu erstellen (ein Editor liegt bei), eine große Fangemeinde um sich scharen und lange lebendig bleiben wird.

Far Cry [PC , looki.de]

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