Gesamtwertung93%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Dabei geht er äußerst brutal vor; eine Überwachungskamera zeichnet grausame Bilder auf... Fettle frisst einen toten ATC Mitarbeiter mit den Worten 'Eure Zungen können vielleicht Lügen, aber euer Fleisch sagt die Wahrheit'.
Um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sendet die Spezialeinheit F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon) unter dem Kommando von Rowdy Betters ein Team in die Docks. Dort wurde das Signal von Fettle erfasst.
Das Ziel der Mission ist, Paxton Fettle zu eliminieren. Doch der Jäger wird zum Gejagten und eine blutige Hetzjagd beginnt...
Ihr seid der Neuling, ein 'bad motherfucker', wie euch euer Kollege Douglas Holiday zu nennen pflegt. Von F.E.A.R. ausgewählt aufgrund eurer außergewöhnlichen Reflexe, werdet ihr nach Ankunft an den Docks von der Delta Force Truppe getrennt, die kurze Zeit später tot ist. Eure Truppe ist unter mysteriösen Umständen umgekommen; lediglich die Skelette liegen verstreut in einer riesigen Blutlache herum.
Der erste Gedanke spricht allen aus der Seele: 'What the hell is going on here?!'
Ihr habt furchtbare Visionen, in denen euch sowohl euer, vermutlih toter Teamkollege, sowie Fettle und auch Alma heimsuchen. Unbeirrt von diesen Visionen, verfolgt ihr das Ziel eurer Mission, die Eliminierung Paxtons. Doch dieser schlägt euch auf dem Dach bewusstlos, bis auf welches ihr ihn verfolgt habt. Als ihr aufwacht, ist das Signal von Fettle nun plötzlich im ATC-Gebäude; Rowdy Betters reagiert augenblicklich und ordert euch in den Black-Hawk Helikopter, der euch zum Zielort fliegt.
Kaum gelandet, bricht um euch herum die Hölle los und es beginnt ein Horrortrip, den ihr nie zu träumen gewagt habt...
Zwar gibt es auch in vergleichbaren Spielen teilweise eine recht gute KI, aber gegen das, was die Gegner in F.E.A.R. leisten, ist sie ein Witz.
Beispiel gefällig? Ihr lauft einen dunklen Gang entlang und aktiviert die Helmlampe, um euch orientieren zu können. Zu spät bemerkt ihr, dass um die Ecke gegnerische Soldaten lauern. Diese reagieren sofort mit einem 'I've seen a flashlight.' Zwar macht ihr sofort die Lampe aus, doch zu spät. Während ein Gegner sich langsam in eure Richtung pirscht, nehmen seine Kollegen herumstehendes Mobiliar wie z.B. ein Sofa und schaffen sich somit Deckung. Sobald ihr nun auf den euch zukommenden Gegner schießt, zieht dieser sich unter dem Deckungsfeuer seiner Kollegen zurück und wirft eine Granate in eure Richtung, ehe er mit einem Hechtsprung hinter das Sofa flüchtet. Noch bevor ihr euch zurückziehen könnt, geht euer Charakter durch die Granate und das feindliche Kreuzfeuer zu Boden. Nun ladet ihr die Szene noch einmal, lasst diesmal eure Helmlampe aus und pirscht euch nahe an die Gegner, welche ahnungslos an euch vorbeilaufen.
Nun könnt ihr euch aus dem Hinterhalt an die Gegner anpirschen. Den ersten erledigt ihr lautlos mit einem Schlag eurer Waffe, während ihr die restlichen Widersacher in einem spektakulären Feuergefecht niederstreckt. Gemein: selbst wenn euer Gegner tot zu Boden fällt, kann es passieren, dass er noch unkontrolliert herumballert und euch somit unverhofft niederstreckt. Hier steckt ein weiterer Pluspunkt in F.E.A.R.: durch die dynamische und nicht gescriptete KI, erlebt ihr Szenen nie wie zuvor, da sich die Gegner jedes Mal anders verhalten. Ein weiteres Beispiel: Ihr öffnet eine Tür zu einem offenen Platz. Sobald ihr entdeckt werdet, ruft einer der Gegner über Funk nach Verstärkung. Während sich seine Kollegen zu ihm begeben, nehmen sie euch gleichzeitig mit Sperrfeuer unter Beschuss und drängen euch nach hinten zurück. Euch bleibt nichts anderes übrig, als die Türe wieder zu schließen.
Durch das Fenster könnt ihr beobachten wie sich eure Widersacher draußen mit Kisten und Fässern verschanzen.Erwartet man nun, dass die Gegner einer nach dem anderen die Türe aufmachen und sich so bequem abknallen lassen, belehrt euch F.E.A.R. eines besseren. Denn die gegnerischen Soldaten denken nicht daran, ihre Stellungen zu verlassen. Sie warten, bis ihr die Türe wieder öffnet, um euch dann sofort mit Granaten und Kreuzfeuer niederzustrecken.
Neben den grandiosen Explosionen und Partikeleffekten, zaubert die eigens entwickelte DirectX9 fähige 'FEAR Technology' nicht nur hochdetaillierte Texturen auf euren Bildschirm. Neben realistischen Schatten- und Lichteffekten, werdet ihr auchmit Bump-Mapping und extrem detaillierten Charaktermodels verwöhnt. Dank der brandneuen Havoc Physik Engine gehen nicht nur eure Feinde realistisch zu Boden. Auch herumliegende Gegenstände gehorchen voll und ganz der Schwerkraftund sind beeinflussbar, so könnt ihr z.B. mit einer Dose Fußball spielen, Deckenlampen schwingen lassen und Glasscheiben realistisch zerschießen und über den Boden verteilen.Vor allem Physik, Licht und Schatten gehören zu den Stärken von F.E.A.R., denn mit diesen Elementen, schafft Monlolith eine beklemmende Atmosphäre.
Und genau von dieser lebt F.E.A.R. Denn spätestens seit Doom 3 wissen wir, dass ein Spiel nicht nur von der Grafik lebt.Damit F.E.A.R. durchgehend eine packende Atmosphäre hält, setzen die Entwickler gekonnt auf Musik, Licht- und Schatteneffekte und häufige Schockmomente. Damit die exzellente Soundkulisse stets passend und nie aufdringlich den Hintergrund untermalt, haben die Sounddesigner tief in die Trickkiste gegriffen und sich dabei vor allem an Horrorfilmen orientiert. So wird die Musik in helleren Räumen nur sehr leise und subtil abgespielt, ihr hört sie fast gar nicht. In dunklen Abschnitten dominieren kranke, verzerrte Töne und treiben euch den Angstschweiß auf die Stirn und ihr traut euch nur noch schleichend vorwärts, wohingegen in Actionszenen die Musik treibend und mitreißend wird. Des Öfteren durchbricht das Spiel aber diese Ordnung.
So seid ihr zum Beispiel in einer großen, ausgeleuchteten Lagerhalle unterwegs, als ihr auf eine riesige Blutlache stoßt und die Musik sofort von ruhig auf psychotisch umschaltet und euch automatisch wieder ein komisches Gefühl in der Magengegend heimsucht. Ein weiteres Element sind die Schockeffekte.
Sehr oft seht ihr vor euch eine Gestalt, welche sich bei Annäherung mit einem Spruch wie 'I know who you are...' allerdings sofort wieder auflöst. An anderer Stelle kriecht ihr durch einen Lüftungsschacht, als euch plötzlich Alma blitzschnell entgegengekrochen kommt und dann im Dampf einer defekten Leitung verschwindet.
Solche Szenen untermalt mit passender Musik lassen euer Herz fast das gesamte Spiel hindurch bis zum Hals schlagen. Anders als in Doom 3, wo zumindest ich nur ab und an Angst bekam, habt ihr bei F.E.A.R. schon von der ersten Minute an Angst und diese wird sich auch das gesamte Spiel über halten. Teilweise ist die Atmosphäre so erdrückend, dass ihr selbst dann erschreckt, wenn ihr nur aus versehen an einen Stuhl rennt und dieser umkippt.
Auch das Waffenarsenal kann sich sehen lassen. Fängt man genretypisch mit einer kleinen Pistole an, findet man im weiteren Spielverlauf viele dicke Wummen. Neben Standardwaffen wie Shotgun und diversen Maschinenpistolen, heben sich vor allem die Particle Cannon und die Nailgun heraus. Erstere ähnelt sehr der Railgun, sie schießt einen Strahl, der ohne Verzögerung und mit einem Schuss den Kontrahenten tötet und als Skelett zurücklässt. Letztere verschießt dicke Bolzen, mit denen man Gegner an Wände, Decken etc. nageln kann.
Sollte mal die Munition knapp werden, hat man auch noch diverse Nahkampfmöglichkeiten. So kann man dem Gegner entgegenrutschen und ihn 'umtackeln', ihn durch einem gekonnten Kicksprung niederstrecken oder ihn einfach mit der Waffe oder der Faust K.o.-Schlagen.
Zudem werden die Levels so gut wie nie langweilig. Denn immer wenn man denkt, dass ein Level etwas monoton wird, haben die Entwickler Abwechslungen eingebaut, zum Beispiel lockern immer wieder kurze Außenlevels die engen Korridore des Bürokomplexes auf oder ihr geht eurer Vergangenheit in einer der zahlreichen (Alp)Traumsequenzen auf den Grund. Ab und zu dürft ihr euch auch an ein Geschütz setzen und so Gegnermengen beseitigen oder ihr müsst kleinere Rätsel lösen. In den Leveln findet man neben Medikits auch immer wieder Laptops oder Anrufbeantworter.
Diese geben Aufschluss über die Story und welche kranken Geschehnisse sich wirklich in der ATC-Anlage abgespielt haben. Des Weiteren findet man auch noch so genannte 'Booster',welche eure Energie und eure SlowMotionfähigkeit dauerhaft erhöhen.
Auch das übrige Leveldesign ist durchweg gut gelungen und abwechslungsreich. Beginnt das Spiel noch in einem relativ offenen Hafengelände, sprich Docks, werdet ihr im Laufe des Spiels noch das ATC-Gebäude betreten, euch durch eine alte Häuserruine kämpfen und am Ende schließlich in einer geheimen Anlage das Rätsel um euch, Paxton und Alma lösen. Macht euch auf jeden Fall auf eines der genialsten Endings in der PC-Spiele-Geschichte gefasst.
Etwas mager fällt jedoch der Mappool aus. Capture-the-Flag liefert gerade mal zwei Maps mit, die restlichen Modi kommen mit gerade mal acht Maps daher. Dafür sind die Maps jedoch durchgehend gut gelungen.
Das ist nicht nur unrealistisch, sondern zerstört auch etwas die Atmosphäre. Die deutsche Version wurde zudem komplett eingedeutscht. Untertitel und Menü sind solide übersetzt, lediglich die Synchronsprecher kommen nicht gut rüber. Zwar merkt man, dass diese bereits Erfahrungen haben, jedoch wirkt vieles zu aufgesetzt, Almas Synchronstimme ist schon fast lächerlich. Auch hier gibts wieder Abzüge in der Atmosphäre.
Nett: Einige Verkaufsketten legen der deutschen Version kleinere Goodies bei, wie zum Beispiel Mützen, Poster, etc.Wer allerdings nicht auf eine gute Synchronisation verzichten will und gute Englischkenntnisse hat, der sollte zur knapp 10 teureren Director's Edition greifen, die zudem auch noch nette Extras, wie Machinima Episoden, real gedrehte 'Alma Prequels', einen Entwickler Roundtable und noch viel mehr zu bieten hat.
Um das Spiel auf hohen Details genießen zu können, müssen schon ein Pentium 4 3.0Ghz, 1GB Ram und eine 256 MB Grafikkarte, wie z.B. die Radeon 9800 Pro bzw. die Geforce 6600 (oder ähnliche) in eurem Gehäuse stecken.
F.E.A.R. (10 Bilder)
Zudem belegt das Spiel knapp 5GB Festplattenspeicher, Savegames nicht mit eingerechnet. Des Weiteren ist es sehr schade, dass man so gut wie nie mit seinen Teamkollegen unterwegs ist. Meist bleiben diese zurück und lassen euch alleine weiterlaufen.Was fast schon unverschämt ist, ist die geringe Anzahl an Multiplayermaps, denn gerade mal zwei Maps für den Capture-the-Flag-Modus sind fast ein Witz.Zudem ist, wie bereits erwähnt, die deutsche Version weniger gut gelungen, da hier viel an Atmosphäre verloren geht.
Die Story von F.E.A.R. ist unglaublich. Noch nie konnte mich ein Spiel so derart in seinen Bann ziehen. Man möchte gar nicht mehr aufhören, da man unbedingt wissen will, was es mit Alma auf sich hat. Die Steuerung ist einfach, selbst die Nahkampfangriffe lassen sich einfach kombinieren. Die vier verschiedenen Schwierigkeitsgrade erlauben es auch Anfängern, das Spiel zu meistern.
Lediglich die deutsche Version und die oben genannten Kritikpunkte trüben den Spielspaß ein wenig. Doch das macht das geniale Ende von F.E.A.R. um Längen wieder wett. Auch der Wiederspielwert hat einen gewissen Reiz, da man hin und wieder neue Extras oder Storyinfos erfährt. Wer also einen genialen Shooter braucht, der kommt dieses Jahr nicht an F.E.A.R. vorbei.
Habe ich übrigens schon erwähnt, wie genial das Ende ist?
Alle Infos zum Spiel:
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F.E.A.R. im Test.
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