Gesamtwertung62%/10 |
GrafikUngenügend SoundUngenügend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in letzter Zeit reichlich Fußballmanager den Markt sättigen. Nachdem wir Euch in letzter Zeit über den Fussball Manager 2005 und Anstoss 2005 berichtet haben, berichten wir nun über den in Großbritannien so beliebten Football Manager 2005. Wir verraten Euch, wie gut das Spiel aus dem Hause Sports Interactive wirklich ist.
Irgendwie ist es schon ein wenig verrückt. In Großbritannien nehmen die Fußballmanager aus dem Hause Sport Interactive alljährlich die Spitzenposition ein und hier in Deutschland erfreuen weder die Wertungen, noch die Verkaufszahlen. Was damals noch Meistertrainer hieß, heißt heute Football Manager 2005, was damals von Eidos vertrieben wurde, vertreibt heute Sega.
Der Football Manager 2005 verfügt über eine sehr große Datenbank, in der mehr als 25.000 lizenzierte Spieler ihren Platz finden. Die Mannschaften, in denen die Recken kicken, werden jedoch lediglich mit dem Stadtnamen betitelt. Aus Borussia Dortmund wird Dortmund und aus Hertha BSC Berlin wird Berlin. Wappen, Trikots und ähnliches gibt es auch in diesem Jahr ohnehin nicht, schließlich soll das Produkt von Sport Interactive sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ähnlich wie in den Konkurrenzprodukten könnt Ihr auch hier in allen nennenswerten Nationen mit einem drittklassigen Verein beginnen und Euch bis in die Königsklasse hocharbeiten. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass der Football Manager 2005 auch online spielbar ist, das kann schließlich kein Konkurrent von sich behaupten.
Auch im Bereich Training und Taktik kann niemand wirklich dem Football Manager 2005 etwas vormachen. Es gibt derart viele Möglichkeiten, Euer Team aufzustellen und zu trainieren, dass es schon etwas Eingewöhnungszeit braucht, bis Ihr diesen Part beherrschen werdet.
Herzstück im Trainings- und Taktikbereich ist wieder einmal die Datenbank. Ihr könnt alle erdenklichen Statistiken über Euren Spieler abrufen und detailgenau danach die Mannschaft aufstellen.
Hier macht Sports Interactive genau das richtig, was am Fussball Manager 2005 nicht optimal behandelt wurde. Wie auch im letzten Meistertrainer werden die getätigten Einstellungen konsequent umgesetzt. Derart konsequent, dass dieser Manager fast das Prädikat Simulator verdient hätte. Während man bei Anstoss 2005 oder im Fussball Manager 2005 auch Spiele mit zwei Spielern in Unterzahl eindeutig gewinnen kann, spiegelt sich der Nachteil hier deutlich im Ergebnis wieder. Für Strategen ist der Football Manager 2005 dementsprechend gefundenes Fressen, der Rest dürfte recht schnell überfordert sein.
Ein Grund, weshalb der Meistertrainer ständig scheiterte, war der passable Wirtschaftspart. Im direkten Vergleich zur Konkurrenz zieht auch der Nachfolger, der Football Manager 2005, wieder einmal den Kürzeren. Wer nicht auf Werbeverhandlungen, Marketing und weiteres verzichten kann, der wird dem Titel wohl eine Absage verpassen müssen. Hier präsentiert sich der Football Manager 2005 wieder klassisch.
Es gibt nichts wichtigeres, als Verträge mit Spielern und Assistenten zu verhandeln und eben neue Spieler und Gehilfen zu verpflichten. Besonders spektakulär ist die Umsetzung der Verhandlungen leider nicht, alles wirkt leider recht zweckmäßig. Immerhin machen die Assistenten (z.B. der Talentsucher, Trainergehilfe) ihre Arbeit sehr ordentlich und versorgen Euch mit detaillierten Berichten.
Als überaus praktisch erweist sich die gut sortierte Benutzeroberfläche vom Football Manager 2005. Der zweite Klick führt in der Regel schon zum gewünschten Menü. Doch der
Hauptgrund, weshalb irgendwie kein Funken Spaß auf mich überspringen will, ist die Präsentation. Ehrlich gesagt bekommt man nach einer mehrstündigen Session Probleme, die Augen offen zu halten. Die Menüs könnten schlichter kaum sein und wurden in einem langweiligen Grauton gehalten. Lediglich die aufdringlichen Vereinsfarben stechen ins Auge.
Da kommt es natürlich auch nicht besonders gut, dass auf Sprachsamples und Hintergrundmusik grundsätzlich verzichtet wurde. Auf einem ebenfalls minimalen Level bewegt sich die Spieldarstellung. Zwar ist hierbei wieder schön, dass sich Auswechslungen und Taktikumstellungen stark auf das Spiel auswirken, aber ansehnlich ist das Ganze nicht. Zu sehen bekommt Ihr nur farbige Punkte, die sich in der Vogelperspektive bewegen. Das konnte man vor 15 Jahren auch schon.
Football Manager 2005 im Test.
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