Gamepads gibt es wie Sand am Meer, gute und schlechte Modelle. Lenkräder eher wenige und von dieser Minderheit gibt es nicht immer gute Modelle. Das Formula Force GP ist eines, welches dem Mittelmaß entspricht und trotz der guten Ideen seitens Logitechs nicht so viel Spaß macht, wie man es sich wünscht.
Die Installation des Lenkrades verläuft reibungslos, dennoch ist die Verkabelung der einzelnen Teile des Lenkradsystems (Stromkabel, Gas-/ Bremspedal) problematischer als der Softwarepart der Konfiguration. Die drei Elemente werden zentral über das Lenkrad mit dem PC verbunden, dadurch liegen die Kabel auf der Tischplatte und sorgen für unnötiges umbauen nach dem Spielen.
Positiv anzumerken ist die Aufstellung des Gerätes auf dem Tisch: Die Schrauben lösen, Lenkrad auf die Tischkante schieben und Schrauben zuziehen. Nichts wackelt mehr. Die Fußpedale hätten lieber etwas rutschfester ausgestattet werden können, denn auf glatten Fußböden, wie Laminat oder Parkett, verrutschen diese häufig. So muss man sie des öfteren unter dem Tisch neu justieren.
Die Kalibrierung des Formula Force GP bereitete einige Probleme, denn es gibt lediglich zwei Einstellmöglichkeiten, die im Prinzip das selbe bewirken und sich gegeneinander ausspielen können, sodass kein merklicher Effekt eintritt. Die Rede ist von der mitgelieferten Software und der optionalen Feineinstellung über die Windows Systemsteuerung. Deshalb sollte man sich gleich am Anfang für eine Einstellungsvariante entscheiden, denn bei der Wahl von Beiden erreicht ihr nur das Gegenteil von einer perfekten Kalibrierung des Lenkrades.
Für schnelle Spiele, wie z. B. Need for Speed: Underground, ist das Gerät von Logitech ebenfalls nicht die erste Wahl, die Reaktion der Lenkradbewegungen ist viel zu langsam und schwerfällig, ständige Dreher sind die Folge. Das Gerät verfügt außerdem über eine Force Feedback Funktion, welche auch hier das Ziel erreichen will, für ein reales Fahrgefühl zu sorgen. Mit der beigelegten Software kann man diese nach Belieben verändern, jedoch ist die Kontrolle über die Lenkung bei zu hoch eingestellter Stärke fast unmöglich, deshalb sollte man die Regler lieber auf den Standardeinstellungen lassen.
Fazit
Das Formula Force GP ist ein Lenkrad, von dem man besser Abstand hält, denn für den Preis von 79,95 findet man vergleichsweise bessere Modelle von Saitek und Co, wenn auch ein wenig kostspieliger, dafür ohne so großen Ärger. Die Kalibrierung der Lenkbewegung ist zu kompliziert, denn wenn man sich an die Feineinstellungen wagt, kann das Gerät schnell zum Linksdrifter werden. Die Fußpedale muss man ständig mit den Füßen suchen, da diese auf meinem Fußboden ständig verrutschten. Gummiplättchen sollen dies zwar verhindern, machen ihren Job allerdings eher dürftig als gut. Natürlich wäre auch hier eine kabellose Variante angebracht, jedoch würde sich diese nicht in der Preisklasse unter 100 Euro bewegen.
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