Gesamtwertung86%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Irrational Games und dtp schicken die coolste Superheldentruppe der Geschichte erneut los um die Welt zu retten. Diesmal aber geht es kreuz und quer durch die Zeit, immer auf der Suche nach den Bösewichten, um sie von ihren dunklen Plänen abzuhalten. Aber wie gut ist der Nachfolger des Überraschungshits?
Der nun erschienene Nachfolger, Freedom Force vs. The Third Reich, schließt nahtlos an den ersten Teil an. Aber neue Spieler müssen sich nun keine Sorgen machen, dann nichts im Spiel zu verstehen, denn in dem schönen Intro werden auch die Ereignisse, die bis zu diesem Zeitpunkt stattfanden, nochmals aufgegriffen. Nach dem stimmigen Intro geht es dann auch gleich richtig zur Sache. Schnell kommt ihr mit euren Superhelden einem neuen dunklen Plan von Bösewichten auf die Spur, natürlich gerade in dem Moment, wo ein Großteil der Freedom Force nicht im Hauptquartier ist.
So beginnt ihr erstmal nur mit wenigen Helden, den Kampf aufzunehmen und schlagt die Schneemänner, Riesen-Gorillas, fliegenden Gehirne, Hexen und andere Gestalten in die Flucht. Während ihr so vor euch hinkämpft, trudeln dann auch zwischen den Missionen immer wieder neue Superhelden im Hauptquartier ein.
Vor jeder neuen Mission könnt ihr dann im Hauptquartier eure Helden für das Team auswählen. Mit euren maximal vier Helden geht es dann zum Ort des Grauens. Bei den Locations findet sich alles was man sich denken kann. Großstädte, Dörfer in Kuba und auch Schauplätze aus dem 2. Weltkrieg sind dabei.
Die Kämpfe laufen allesamt sehr angenehm und leicht steuerbar ab. Dank einer Pausenfunktion könnt ihr das Geschehen bei dem Auftauchen eines Gegners einfrieren, und dann euren Superhelden jeweils eigene Anweisungen erteilen was sie machen sollen.
Die Vielfalt der Superkräfte ist hier einfach super spaßig und bietet viel Abwechslung. Ihr könnt direkt in den Nahkampf gehen, Superkräfte entfesseln wie Feuerwellen, oder einfach mal Autos aus der Entfernung zum explodieren bringen, Mauerreste durch die Gegend werfen, Ampeln als Keulen benutzen und vieles mehr.
Je weiter ihr der schönen und abgefahrenen Geschichte folgt, desto stärker werden natürlich auch die Gegner. Sind sie anfänglich noch recht leicht zu besiegen, wird es später immer herausfordernder. Trotzdem ist das Spiel auch perfekt für Gelegenheitsspieler und Einsteiger geeignet, da es neben den harten und normalen Stufen, auch noch mit zwei leichten, Einsteiger-freundlichen, Schwierigkeitsgraden daher kommt.
Ebenso leicht ist auch die Steuerung, die nach wenigen Minuten wie von selbst von der Hand geht. Mit einem Links-Klick aktiviert ihr den ausgewählten Standardangriff, den ihr über ein Pull-Down Menü verändern könnt, bewegt eure Helden durch die Gegend und wählt Gegenstände aus.
Mit der rechten Maustaste wählt ihr zum Beispiel während einer Pause den nächsten Angriff aus, der dann direkt nach der Pause ausgeführt wird.Der Rollenspielpart fällt recht klein aus, was aber durchaus nicht negativ ist. Dieser beschränkt sich darauf, dass ihr zwischen den Missionen im Hauptquartier eure Helden ausbilden könnt.
Dafür benötigt ihr Prestige-Punkte, die ihr in den Missionen durch das Erfüllen von Primär- und Sekundärzielen bekommt, sowie für das Ausschalten aller Gegner, und durch das Einsammeln von Prestige Kanistern, die in der Welt herumliegen. Mit diesen Punkten könnt ihr dann eure Superkräfte stufenweise steigern, oder euch einen neuen Superhelden einkaufen.
Ist die Single-Player Kampagne absolviert, könnt ihr euch nun noch in den Skirmish Modus werfen, wo ihr mit einer Auswahl von Helden gegen Bösewichte antretet, oder ihr springt in den Multiplayer und zockt per LAN oder Internet mit euren Helden weiter.Ein weiterer schöner Punkt ist die Möglichkeit, seinen eigenen Helden aufzubauen und in den Missionen zu nutzen.
Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, und die Ergebnisse können witzig, aber auch gut sein. Ebenfalls könnt ihr eigene Level und Missionen aufbauen, die ihr dann natürlich auch im Co-Op mit euren Freunden spielen könnt. Andere Modi im Multiplayer sind Deathmatch, Team Deathmatch, Massaker, Team Massaker, Arena, Team Arena und Tag, eine Art Last Man Standing.
Ebenso gestaltet sich die Spielwelt um euch herum, die einfach ausschaut aber dank des Aufbaus und des Stils ebenfalls den Charme gut verkörpert.
Freedom Force vs. The Third Reich (10 Bilder)
Die Zwischensequenzen, die teilweise im Comic Stil daher kommen, sowie auch die Comic-Cover bei den Ladebildschirmen tun ihr Übriges, um die Geschichte zu tragen und dem Auge zu gefallen.Schade ist nur, dass man bei näherem Heranzoomen die Schwächen der Engine doch erkennt, und auch, dass sich die Helden und Gegner nicht immer schön bewegen. Teilweise wirken die so agilen Superhelden doch ein wenig steif in den Beinen.
Der Sound ist eigentlich schön, bringt aber für viele den Nachteil mit sich, dass es keinerlei Synchronisation gibt. Zwar wurden Untertitel eingebaut, aber Tombstone übersetzt zu hören mit markiger Stimme wäre doch schön gewesen. Die Musik und die Effekte passen hingegen sehr gut.