Gesamtwertung73%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Sofort werdet ihr von eurem Großvater ganz alleine in das fremde Land geschickt um die vier Brüder zur Strecke zu bringen und die Familienehre wiederherzustellen. Doch ganz so leicht sollte das Ganze nicht werden, denn die vier Brüder haben sich ein richtig kleines Syndikat aufgebaut und nur ein großer Gangsterboss kann es schaffen sie stilgerecht mit Betonschuhen zum Schwimmen zu bewegen.
Von da an nehmen die das Ruder selbst in die Hand und fangen mit Hilfe eines gekaperten Unterschlupfes damit an, ihre eigene Familie zu gründen. Ab diesem Punkt an muss man sich um alles selbst kümmern. So gilt es Schutzgeld zu erpressen, Munition und Waffen heranzuschaffen und sogar der Handel mit bis zu vier gestohlenen Waren ist möglich. Doch um an Schutzgeld zu kommen, muss man erstmal die Bistros, Restaurants und alle anderen Geschäfte von amateurhaften Bodyguards oder feindlichen Mafias gewaltvoll befreien.
Ist dies geschafft, kann man selbst bestimmen ob man immer 25% des Gewinns abhaben möchte oder selbst noch ein bisschen mehr Geld reinsteckt und gleich volle 50% abzocken möchte. Letzteres ist vor allem bei Brauereien, Waffenhändlern und ähnlichen Geschäften von Nöten, da es nur dann möglich ist sich mit Waffen, oder Handelsgütern einzudecken, wobei der Handel an sich keine wichtige Rolle spielt.
Zusätzlich lassen sich in Restaurants neue Handlanger oder Bodyguards rekrutieren. Diese lassen sich in eingenommen Waffenläden besser ausrüsten. So gibt es für die Schlägertypen Metallbaseballschläger und für den stilgerechten Gefolgsmann ein Thommy Machingegun.
Zusätzlich gibt es noch mehr Spezialgebäude, die man einnehmen kann, um die Familienkasse etwas aufzubessern. Wer möchte kann Hotels einnehmen und in den Hinterzimmern ein paar Rotlicht Lampen aufstellen und gegebenenfalls wichtige Personen dadurch erpressen.
Dafür ist es ganz einfach nur nötig den feindlichen Mafiaboss umzubringen, wer dies von euren Gefolgsleuten tut spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass sie bis dahin stark genug sind und ihr eure Mannen genügend ausgerüstet habt. Ein Angriff selbst spielt sich dann wie in einem Echtzeit-Strategiespiel.
Den Kampf beobachtet ihr durch eine dreh- und zoombare Kamera, was jedoch schnell im Chaos endet. Denn oftmals stürmt ihr mit bis zu zehn Leuten einen feindlichen Unterschlupf, da geht die Übersicht in den engen Räumen schon mal flöten. Ist der Mafia Boss jedoch erst einmal ausgeschaltet, legen alle feindlichen Söldner ihre Waffen nieder. Die KI der feindlichen Mafia glänzt dabei nicht gerade.
Sollte es einmal der Fall sein, dass der feindliche Unterschlupf zu weit Weg ist, um ihn schnell zu Fuß zu erreichen, könnt ihr auf ein zuerst erworbenes Fahrzeugarsenal zurückgreifen. Vom italienischen Sportflitzer bis zum LKW ist dabei alles vorhanden. Fahrzeuge steuern sich wie in Grand Theft Auto aus einer festen Vogelperspektive, wobei jedes Fahrzeug sich in Fahreigenschaften, wie Beschleunigung, Wendigkeit oder Höchstgeschwindigkeit unterscheidet. Zusätzlich lässt sich noch aus den Wagen herausschießen, ein sogenannter Drive-By. Zwar ist man in dem Wagen gut vor feindlichem Kugelhagel geschützt, jedoch lassen die engen Straßen und die hakelige Steuerung einen schon mal schnell verzweifeln.
In Gangland dreht sich die Welt dann doch aber etwas anders, und so spielen die Gene des sorgvollen Papas keine Rolle. Nur allein die Art der Frau bestimmt was für ein Kind es werden wird. Je nachdem kann das dann also ein Anwalt, eine Verführerin oder die so genannte Tötungsmaschine der Vollstrecker sein. Zusätzlich zu den geschäftlichen Fähigkeiten hat jeder dieser Kinder noch Spezialfähigkeiten, wie gute Geschäfte machen, die Polizei beschwichtigen oder zwei Thommyguns auf einmal tragen. Ist dieses Standbein der Familienplanung erst einmal gesetzt, sollte es keine Probleme mehr darstellen sowohl feindliche Unterschlüpfe zu übernehmen, als auch die Geschäfte zuhause zu bewältigen.
Ansonsten kommt Gangland sehr benutzerfreundlich daher, so wird nach jedem erledigten Missionsziel automatisch gespeichert und ist von da an immer wieder frei anwählbar. Sowas wünscht man sich öfters in Strategiespielen. In Sachen Sound macht Gangland dann auch keine großen Sprünge mehr. So ist nichts herausragend, aber auch nichts wirklich schlecht, bis auf die schon nach schneller Zeit sehr nervigen Zwischenrufe der eigenen Gefolgschaft, die sich auch nicht auf einem besonders hohem Niveau befinden.
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