Gesamtwertung70 %/10 |
GrafikUngenügend Sound8 |
Lanzeitspaß7 SpieleinstiegUngenügend |
Bedienung8 |
Erst Ende Juli nahmen wir für Euch den Action-Racer GearGrinder zum ersten Mal unter die Lupe, damals noch auf Basis einer Preview-Fassung. Unser Eindruck: Spaßig, aber gerade einmal "ausreichend". Nun, Anfang September, flatterte das Testmuster in unsere heiligen Hallen und änderte unseren Ersteindruck - zum Positiven hin. Wieso, weshalb, warum - Ihr erfahrt es in unserem Review.
Zugegeben: An der mager inszenierten Story hat sich rein gar nichts geändert. Immer noch warten wir als zum Tode verurteilter Jack Hammer auf unsere Hinrichtung. Stattdessen kommt alles anders und wir finden uns am Steuer eines waffenstarrenden Trucks wieder. Ein ominöser Kerl mit Cowboy-Hut will, dass wir für ihn einige Rennen gewinnen, Banden und spezielle Zielpersonen ausschalten - da uns bei Nichtbefolgung "dank" in unserem Kopf implementierter Bombe die Rüber explodieren würde, willigen wir knurrend ein.
Genauso knurrend mussten wir die eher unfreiwillig komischen Ingame-Cutscenes hinnehmen, die die Atmosphäre eher zerstören als sie zu kräftigen.
Immerhin machen die größtenteils guten deutschen Synchronsprecher die Filmchen noch einigermaßen erträglich. Trotzdem: So was darf es anno 2009 einfach nicht mehr geben. Nur gut, dass das eigentliche Spiel mehr als nur erträglich ist: In einer Mischung aus "Interstate" und "Carmageddon" rast Ihr von einem Akt zum nächsten, jeder mit eigenen, unterschiedlichen Missionen. Darunter befinden sich neben stinknormalen Rennen, in denen Ihr Euch den Einsatz Eurer Waffen zunutze machen könnt, auch sogenannte "Slalom"-Rennen. Hier müsst Ihr gegen ein zumeist beinhartes Zeitlimit sogenannte "Boni" einsammeln, die die verbleibende Zeit etwas erweitern.
"Tricky" wird es hier aber, wenn ein Zusammenprall mit anderen Autos, der in GearGrinder eigentlich zum guten Ton gehört, mit brutalem Zeitabzug bestraft wird. Und hier kommen auch schon die ersten Probleme ins Spiel: Der Schwierigkeitsgrad ist teilweise unberechenbar. Gibt es selbst in den letzten Akten immer noch vereinzelt einfache Aufträge, habt Ihr schon wesentlich früher Missionen erlebt, die nahezu unschaffbar waren.
Zutreffend ist dies vor allem für die Missionstypen, in denen es darum geht, mit zerstörten gegnerischen Wracks Euer Zeitlimit aufzustocken und es so zumindest bis zum ersten Checkpoint zu schaffen. Eure Erfolge in den meisten Rennen des Spiels werden in Bronze-, Silber- und Goldmedaillen gestaffelt. Je besser Euer Abschneiden, desto wertvoller die Belohnung. Neben den nächsten Aufträgen schaltet Ihr dabei auch zusätzliche Artworks oder - und das ist wesentlich wichtiger - Verbesserungen für Euren Truck frei. Das macht Spaß. Das motiviert.
Ob neue Skins, Motoren, Getriebe, Bremsen, Nachbrenner oder Karosserien: Das Spektrum ist breit gefächert und verleitet gerne auch mal zu, manche Missionen nochmal zu spielen. Selbstredend, dass auch die aggressive Seite Eures Trucks zum Zuge kommen und aufgemotzt werden darf. Primär- und Sekundärwaffen, Spikes und Minen können an Eurem Gefährt angebracht werden und helfen Euch im mitunter schwierigen Rennalltag weiter.
Dabei ist nahezu alles vertreten, was man sich so wünscht: Dicke Schrotaufsätze, Miniguns und Kanonen, genau wie Raketen und Laser lassen sich an Eurem Truck anbringen - natürlich oft nur, sofern Ihr die Rennen mindestens mit einer Silber- oder Goldmedaille absolviert habt.
Woran es GearGrinder letztlich fehlt, ist Abwechslung: Mögen die unterschiedlichen Events in den ersten drei Kapiteln noch begeistern, langweilen sie gegen Ende hin. Gerade abseits der Renn-, Slalom- und Zerstörungsmissionen hat man zu Beginn noch wunderbare Variationen gefunden: Zum Beispiel die Bowling-, Geschütz- oder Spielzeugauto-Passagen. Warum selbige allerdings danach nie wieder zum Einsatz kommen, ist uns ein Rätsel, bieten diese doch einen herrlichen Kontrast zum üblichen Missionsbrei. Allzu lange muss man sich damit aber nicht herumquälen, dafür ist der Solistenpart des Spiels einfach zu kurz. In knapp fünf Stunden habt Ihr zumindest sämtliche Aufgaben beendet. Wer dann noch Bronze-/Silber-Missionen offen hat, darf sich jederzeit an ihnen versuchen. Der Wiederspielwert hält sich trotzdem in Grenzen, zumal auch der Mehrspielermodus nicht wirklich zum Spielen einlädt. Rennen- und Arenagefechte sind dabei möglich. Optisch befindet sich GearGrinder auf einem soliden Niveau: Nette Explosionen und Effekte verwöhnen das Auge, die Texturen und gerade die eckigen und starr wirkenden Charaktere in den Cutscenes können aber nicht überzeugen. Hinsichtlich dem bereits im Ausland veröffentlichten Sledgehammer - quasi sind beide ein- und dieselben Spiele - profitiert GearGrinder neben bereits implementierten Patches aber noch von einer runderneuerten, guten Akustik. Die Effekte sind ordentlich und die bereits erwähnte Synchronisation, unter anderem mit Hugh Jackman besetzt, hebt die Atmosphäre.
Wer dieser Tage noch schonende Kost für den Geldbeutel sucht und auf actionreiche Rennspiele steht, darf sich GearGrinder ruhig anschauen. Euch erwartet kein Big Budget-Titel, keine umfassende Story und kein wirklich lohnenswerter Mehrspielermodus. Aber immerhin habt Ihr es mit einem spaßigen, motivierenden Snack zu tun, der sein Geld durchaus wert ist. Es macht einfach Laune, für hart verdiente Erfolge entsprechend belohnt zu werden und dann mit noch mehr Muskelpower in die nächsten Missionen zu brettern. Da verschmerze ich es auch gerne, dass die Spielzeit nicht die längste ist. Erscheinen wird GearGrinder übrigens Mitte dieses Monats.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Gear Grinder im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Targem Games?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.