Gesamtwertung78%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Mittlerweile ist die Menge der Taktik- bzw Onlineshooter nicht mehr ganz leicht zu überblicken, denn es gesellen sich regelmäßig neue Titel dazu.
Electronic Arts hat nun den Onlineshooter Global Operations veröffentlicht. Entwickelt wurde das Spiel von den Barking Dog Studios auf der Lithtech Engine.
Zu Beginn wählt man sich auf einen Server ein. Danach muss man sich für eine Seite entscheiden. Wenn dies vollbracht ist, solltet ihr euch eine Klasse aussuchen. Es gibt sieben an der Zahl: Kommandoeinheit, Späher, Scharfschütze, Sanitäter, Sprengstoffexperte, Kanonier und in bestimmten Missionen den VIP. Die Klassen unterscheiden sich in der Waffenauswahl, den körperlichen Fähigkeiten sowie unterschiedlichen Budgets und Geldbelohnungen beim Erfüllen einer Aufgabe oder Eliminieren eines Gegners.
Nachdem ihr euch also für eine Klasse entschieden habt, kommt das schönste an dem Spiel, die Waffenauswahl. Es gibt über 30 verschiedene Waffen, die allesamt durch Zusätze wie Lasermarkierer, Zieloptik oder Tac-Light aufgemotzt werden können. Neben den herkömmlichen Waffen gibt es auch noch verschiedene Arten von Granaten, Panzerungen und verschiedene Optiksysteme wie Infrarot oder Nachtsicht.
Solltet ihr mal keine Lust haben im Internet zu spielen, so könnt ihr die Missionen, jedes Land ist eine Mission, auch als Singleplayerkampagne, durchspielen. Die Bots im Spiel sind intelligente und ebenbürtige Gegner.
Alles in allem sind die Maps und Modelle einigermaßen gut gebaut worden. Die Karten sind allesamt von der Aufmachung her unterschiedlich und interessant. Zudem sind die 26 verschiedenen Einheiten alle unterschiedlich designed worden.
Bei den Waffenskins muss man leider sagen das sie nicht so optimal angefertigt wurden. Die Pistolen haben das Problem, dass sich die Schlitten nicht ganz zum Feuertakt bzw. gar nicht bei einem Schuss bewegen. Zudem wurden die Feueranimationen von allen Waffen sehr unglücklich programmiert. Bei jeden Schuss sieht man das die Bewegungen nicht in einander übergehen. Auch die Mündungsfeuer der Waffen passen einfach nicht ins Bild; sie sehen zu unscheinbar und künstlich aus. Des öfteren passen sie auch nicht mit dem Lauf einer Waffe überein.
Während der heftigen Gefechte hinterlassen eure Waffen jede Menge Spuren an den Wänden und Böden. Einschusslöcher und Explosionsspuren gehören mittlerweile zum guten Ton eines Ego-Shooters. Ebenso wurden die Effekte von Blend- und Gasgranaten sehr gut umgesetzt. Während bei Blendgranaten die Sicht langsam wiederkehrt, habt ihr beim Einsatz von CS Gas über einen kurzen Zeitraum leichte Orientierungsschwierigkeiten. Das ganze Bild schwimmt hin und her als ob ihr einen zuviel Getrunken hättet.
Bei den Funksprüchen wurden Sprecher eingesetzt, die wohl die Langeweile in Person sind. Selten ist mir so was emotionsloses untergekommen wie hier. Wo bei Counter-Strike das Go Go Go für einen Motivationschub sorgt, kommt hier eher der Drang zum Abschalten.
Wie erwähnt haben die Entwickler einige kleine Feinheiten eingebaut. Eine davon ist ein kleines Piepen im Ohr eures virtuellen Helden bei Explosionen, die zu nahe waren. Auch beim Dauerfeuer mit einer eurer Waffen kommt das kleine Geräusch zum tragen. Eure normale Höhrfähigkeit wird für einige Sekunden gedämpft und das kleine Geräusch ertönt. Gerade beim Einsatz von Schockgranaten überkommt auch der Piepton.
Schüsse, die aus größerer Entfernung abgefeuert werden, klingen auch gedämpft. So kann man am Startpunkt zwar die Schüsse der Gegner am anderen Ende der Map hören, dies aber nur sehr gedämpft und weit weg. Dieses Features verleiht dem Spiel einen realistischeren Touch.
Leider hat Global Ops noch mit einigen Problemen wie Lags zu kämpfen. Dies wird aber durch die neuen Updates bald behoben sein.
Rein Soundtechnisch konnte das Spiel auch nicht richtig überzeugen. Die Sounds der Waffen klingen einfach nicht echt. Gerade bei größeren Meinungsverstärkern denkt man, dass gerade eine Spielzeugpistole abgefeuert wurde.
Zudem macht die ungeheure Streunung der Waffen einem zu schaffen. Dass automatische Waffen bei Autofeuer streuen ist klar, aber selbst bei einem Salvenschuss trifft man mehr Wände als Gegner.
Die Maps sind für meinen Geschmack etwas zu weitläufig, gerade dann wenn man eine kleinere Runden spielt.
Für 4-6 Mann Runden sind die meisten Maps nicht geeignet.
Jeder, der in die Welt der Onlineshooter einsteigen will, und einen leistungsfähigen PC hat, kann bei Global Ops zugreifen. Auch alle die von CS und anderen Mods genug haben, sollten sich zumindest mal die Demo ziehen um das Spiel kurz anzutesten. Global Ops ist zwar kein Meilenstein der Computerspielgeschichte, aber Spaß kommt in jedem Fall auf.
Global Operations im Test.
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