Gesamtwertung51%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Das Genre der Stealth-Action-Spiele konnte bereits einige Spieleperlen wie die Splinter Cell-Reihe oder das in unseren Gefilden beschlagnahmte Manhunt hervorbringen. Aber wie im Ego-Shooter-Bereich, so gibt es auch bei den Stealth-Actionern etliche Billigproduktionen, die meistens viel mehr Geld kosten, als sie es tatsächlich wert sind. Eins davon ist Gorky Zero. Warum auch dieses Game ein zum Scheitern verurlteiter Versuch ist, es mit Großproduktionen aufzunehmen, könnt Ihr in unserem Test lesen.
Der Geheime Rat der Europäischen Union beschloss deshalb einstimmig, dass die Zeit für offizielle Maßnahmen nicht ausreicht. General Evan McCormick, Kommandant der Special Forces, informiert daher seinen besten Mann über die anstehende Mission. Leutnant Cole Sullivan soll in das Forschungsgebäude eindringen, den Sprengstoff anbringen und sich dann davonmachen, bevor der ganze Komplex in die Luft fliegt. Eine gefährliche, aber unkomplizierte Mission. Oder gibt es da noch etwas? Ja, leider. Denn dieser Komplex ist nur einer von vielen der gefährlichen Bruderschaft.
Gespielt wird Gorky Zero genreunüblich aus der Vogelperspektive, wobei wir hier auch gleich beim größten Kritikpunkt wären, denn diese Ansicht ist für einen Stealth-Actioner absolut fehl am Platze. Das äußert sich vor allem darin, dass die Übersicht flöten geht und Gegner oft viel zu spät erkannt werden. Weil man deshalb sehr oft gesehen und verfolgt wird, artet das ganze Gameplay durch diese unpassende Kameraführung in stupides Geballer aus. Lediglich beim Zielen könnt Ihr in die Splinter-Cell-ähnliche Third-Person-Perspektive schalten.
Und selbst dann macht einem die hakelige Steuerung einen gehörigen Strich durch die Rechnung: der Held macht sich manchmal einfach keinen Reibach daraus, wenn man die Ansicht wechseln möchte, was vor allem bei plötzlich eintretenden Gefechten schnell nach hinten losgeht. Nein, das Spiel möchte anscheinend dass man so fest wie möglich auf die Tasten drückt.
Von einer guten Umsetzung künstlicher Intelligenz scheinen die Entwickler wohl noch nie was gehört zu haben, obwohl diese ganz dick auf der Verpackungsrückseite angepriesen wird. Wenn man bedenkt, dass Wachen nicht mal aufmerksam werden, wenn man ihrem nicht weit entfernten Kollegen dem Hirnschmodder aus dem Schädel ballert, dann kann man solche falschen Versprechungen mit einem fetten Rotstift durchstreichen.
Grafisch enttäuscht Gorky Zero zwar nicht auf ganzer Linie, aber zumindest auf halber: Charaktere wurden sehr eckig und polygonarm designt, und von den schlechten Animationen wollen wir lieber erst gar nicht reden, so erinnert das Ganze doch etwas an die Augsburger Puppenkiste mit Figuren, die wohl zum Frühstück einen Besen verspeist haben. Als passabel gehen die Texturen durch, die sind wenigstens an einigen Stellen noch hochaufgelöst. Auch die Effekte können befriedigen, aber nicht begeistern. Akustisch gibt´s neben 08/15-Schusseffekten auch ganz nette Musikstücke zu hören, sowie eine durchaus gute deutsche Synchronisation.
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