Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Für die meisten von uns ist der Urlaub zwar schon vorbei, das heißt aber noch lange nicht, dass man nicht auf dem PC weitermachen kann aber nicht als Urlauber. In Holiday World von Take 2 muss man zeigen, was man als Manager eines Urlaubsparadieses so drauf hat. In unserem Test erfahrt ihr ob im Spiel auch wirklich Urlaubsstimmung aufkommt.
Drei Welten
In Holiday World darf man sein Ferienparadies in drei verschiedenen Umgebungen aufbauen. Zum einen gibt es die Strandwelt, in der die Urlauber ruhig in der Sonne liegen oder sich im Meer abkühlen können. In dieser Umgebung spielt man auf einer Insel, die viele grüne Flächen mit üppigem Bewuchs aufweißt. Geradezu ideal für Abenteurer ist die sogenannte. Hier steht man als ehrgeiziger Manager vor weitläufigen Savannen. Als drittes bietet sich die Unterwasserwelt an. Klingt ungewöhnlich. Ist es auch. In den Tiefen des Ozeans sind die Hotels sowie andere Einrichtungen in wasserdichten Ummantelungen untergebracht, anstelle von Gehwegen sieht man hier nur Rören, die wenn, nicht gerade Besucher hindurchlaufen, geflutet sind. Unter Wasser gibt es anstelle von Bäumen Korallenriffe und Seealgen. Egal für welche Welt man sich entscheidet, in jeder findet man einen Flug- bzw. U-Boothafen. Hier kommen die zahlenden Urlauber an. Um diese irgendwo unterbringen zu können, sollten eines oder mehrere Hotels vorhanden sein. Da sich die Urlauber in Holiday World in drei verschiedene Klassen unterteilen, sollte man auch für jede eine passende Unterkunft parat haben.
Pauschaltouristen können beispielweise nichts mit überteuerten Luxus-Hotels anfangen, ebenso wie Exklusiv-Touristen mit Drei-Sterne-Hotels. Außerdem brauchen die Schönen und Reichen auch mehr Attraktionen, um einen glücklichen Urlaub zu verbringen an einem Gourmetrestaurant kommt man keinesfalls vorbei. Ähnlich wie in Rollercoaster Tycoon 2 kann man mit einem Klick auf einen Touristen sehen wie er sich gerade fühlt. Einige Icons zeigen an wie gut seine einzelnen Bedürfnisse wie Spaß oder Hunger abgedeckt sind.
Endloser Urlaub
Wer in Holiday World gleich loslegen will und sein Traumparadies aufbauen möchte, wird es am Anfang ziemlich schwer haben. Deshalb sollte man sich erst ins ausführliche Tutorial stürzen. Hier werden dem Spieler in fünf verschiedenen Szenarien die wichtigsten Spielaspekte erklärt. Danach darf man beispielweise den Kampagnen-Modus wählen. Hier muss man nacheinander 18 Szenarios bestehen, in jedem gibt es verschiedene Ziele zu erfüllen. In den meisten sehen die Missionsziele allerdings ziemlich gleich aus, beispielweise eine bestimmte Summe an Geld anzuhäufen. Je effizienter man den Auftrag erfüllt, d.h. je mehr vorgegebene Ziele man erreicht, desto größer ist die Chance auf eine der drei Trophäen. Gold ist die höchste Auszeichnung, Silber und Bronze gibt es für die weiter unten platzierten. Wer allerdings keine Lust auf Ziele hat, der kann sich am Freien Spiel versuchen.
Das Grundprinzip ist das selbe wie z.B. in Anno 1503. Auf den vorgefertigten Karten darf man gegen bis zu vier KI-Gegner antreten. Neben der Kampagne und dem Freien Spiel gibt es auch einen Mehrspieler-Modus. In dem können im LAN bis zu vier Spieler gegeneinander antreten und um die Gunst der Touristen buhlen. Um alle Features des Spiels ausnutzen zu können, kommt man nicht darum herum, Leute für sich schuften zu lassen. Architekten sind nötig, um Gebäude zu errichten, Animateure wiederum postiert man auf den Gehwegen, um Touristen zu unterhalten. Berater sind notwendig, um die Attraktivität von einzelnen Bauten zu erhöhen, beispielweise durch eine Dia-Show oder durch das Verteilen von Flugblättern. Der letzte aus dem Viererbunde ist der Spion. Dieser ist hilfreich, wenn man etwas über den Gegner zu erfahren, die man sonst auf den ersten Blick nicht erkennt zum Beispiel auf welche Urlauber-Art es der Gegner abgesehen hat?
Der Spion kann auch die Urlauber des Konkurrenten verschrecken und sie so zum Spieler locken. Den meisten Nutzen und Spaß vom Spion hat man im Mehrspieler-Modus gegen menschliche Gegner. Sollte man irgendwann einen Angestellten nicht mehr brauchen, kann man ihn kurzerhand per Knopfdruck feuern. Nach kurzer Zeit im Urlaubsparadies fällt schon das erste große Manko auf, und zwar die nervige Musik. Die beschränkt sich leider das ganze Spiel hindurch nur auf nerviges Gedudel und langweilige Fahrstuhlmusik. Auch die Grafik-Engine ist nicht mehr die aktuellste. Zwar sind die Gebäude allesamt sehr detailliert, auf die Umgebung haben sich die Entwickler von Island Games allerdings wohl nicht sonderlich konzentriert. Hier hätte ein wenig mehr Abwechslung gut getan. Die Karte kann man in 90 Grad Schritten drehen, außerdem gibt es zwei Zoomstufen. Nur näher herangezoomt sieht Holiday World einigermaßen gut aus, in der zweiten Stufe wird alles ziemlich pixelig und kantig.
Holiday World im Test.
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