Gesamtwertung81%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Vor knapp zwei Jahren hatte Agent Jones seinen ersten Einsatz. Die Suche nach einem vermissten Nuklearsprengkopf ließ unseren tapferen Recken nicht nur viele Länder besuchen, es war bis dato der erste Shooter, der neben klassischen Schießeinlagen auch Infiltration und vor allem lautloses Agieren bot. Leider krankte es an einigen Schwächen, vor allem wurde der nicht vorhandene Mehrspieler-Modus schmerzlich vermisst. Mit IGI2: Covert Strike sollen aber alte Missstände der Vergangenheit angehören.
Wir schreiben das Jahr 1995. Bill Gates lässt Windows 95 auf die Welt los und die russische Mafia ist im Besitz von Sachen, die möglicherweise die Sicherheit der Welt gefährden könnte. Daher Agent anheuern, ihm die ungefähre Richtung deuten und schon mal ein paar Leichensäcke bereithalten.
Die Kunst des lautlosen Tötens und die Begabung, notfalls auch nicht lautlos jemanden aus den Schuhen zu holen, beherrscht Agent Jones hervorragend. Muss er auch, denn ganz alleine in der Pampa, umzingelt von dutzenden, übellaunigen Waffentägern und dazu bestimmt, Informationen aus gut gesicherten Gebäudenkomplexen zu stibitzen, braucht er jedes bisschen Können, dass er zusammenkratzen kann.
Lautloses Agieren ist bei IGI2 zwar wichtig, aber nicht unbedingt missionskritisch. Wer also bei unvorsichtigem Infiltrieren von einer Wache erwischt wird oder von einer Kamera erfasst wird, muss nicht gleich neu starten. Das einzige Problem besteht dann nur noch, wieder lebend die Mission zu beenden. Und dies kann ein schwieriges Unterfangen darstellen, denn es kann dann schon mal passieren, dass sich bis zu 30 Gegner in der Umgebung tummeln. Und sollte Alarm geschlagen werden, kann es schon mal passieren, dass ein Mil Mi-24 einschwebt und unter knatternder Kanone weitere Soldaten ausspuckt. Jetzt heißt es Die oder Ich. Genau zu diesem Zweck warten neben einem Messer, jeweils zwei Faustfeuerwaffen und Scharfschützengewehren, fünf Schnellfeuergewehren, einer Pumpgun, und einem Raketenwerfen auch vier Granatensorten auf die liebevolle Benutzung durch Agent Jones. Leider darf Jones nur jeweils eine Pistole und ein Gewehr bei sich führen. Eine M16 und eine Dragunov im Inventar? Unmöglich! Dieses Zugeständnis an den Realismus lässt man sich allerdings gefallen.
Einer der größten Schwachpunkte des Vorgängers war, dass Gegner, die während der Mission ausgeschaltet wurden, nach einer gewissen Zeit wieder zum Leben erweckt wurden. Dies geschieht nun nicht mehr. Auch die ehemals kränkelnde künstliche Intelligenz konnte etwas Boden wettmachen. So stehen die Wachen nicht mehr völlig orientierungslos in der Gegend rum, sondern suchen nun wirklich aktiv nach unserem Helden. Zwiespältig sind aber die Schiesskünste der Computergegner. Mit Gewehr und Gewehr muss man fast vor ihnen stehen, um getroffen zu werden. Kurioserweise aber werfen sie Granaten über mehrere dutzend Meter punktgenau, sogar durch Fenster. Ebenfalls Grund für fragende Gesichter sind Aktionen der Kameraüberwachung, denn sie schlagen nur dann Alarm, wenn man sich zu lange in ihrem Observierungsbereich befindet. Leichen werden indes völlig ignorieren.
Dankenswerterweise haben sich die Designer endlich ein Einsehen mit Abspeicherfetischisten. Dank eines Laptops darf man nun während der Mission jederzeit speichern, allerdings nur einige Male, bis die Batterie leergespeichert wurde.
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