Interview mit Oleg Yavorsky
Der Erscheinungstermin von S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl rückt immer näher, und außer unserer Preview haben wir für Euch auch noch ein Interview mit dem Senior PR-Manager von Entwickler GSC GameWorld, Oleg Yavorsky. Im Interview erfahrt ihr unter anderem an was derzeit noch gefeilt wird und was den Machern die meisten Schwierigkeiten während der Entwicklung bereitet hat.
JG: Was stellte für Euch das größte Problem während der Entwicklung dar?
Oleg Yavorsky: Das vermutlich Schwierigste war, die einzelnen Spieleklumpen und Bestandteile richtig zusammenarbeiten zu lassen. Wir wussten nicht ob alles funktionieren wird, aber letzendlich hat sich alles zum Guten gewendet - wir haben das erreicht, was wir wollten. Eines der kompliziertersten Elemente ist unsere KI Simulation einer realen Welt. Ihr Einbau hat sich auch als ziemlich schwer herausgestellt.
JG: Könntest du uns einige Details über den Betatest verraten?
Oleg Yavorsky: Wir planen einen umfangreichen Mehrspieler-Betatest, um die Qualität und die Stabilität des Spiels zu verbessern. Er sollte bereits in nächster Zeit anlaufen, und wird selbstverständlich auf der offiziellen Homepage www.stalker-game.com angekündigt.
JG: Wie werdet ihr die Modding-Community unterstützen? Wird es einen Level- oder Missionseditor geben?
Oleg Yavorsky: Wir werden uns sehr viel Mühe bei der Unterstützung der eifrigen Mod-Community geben.Wir planen ein SDK, das neben verschiedenen Editoren auch Werkzeuge zur veränderung der KI, des Interface sowie anderer Dinge beinhalten wird. Wir hoffen, es entweder mit dem Spiel gleichzeitig zu veröffentlichen, oder kurz danach.
JG: Vor einiger Zeit wurde eine 64-Bit Version nach dem Erscheinen von S.T.A.L.K.E.R. angekündigt. Wird sie per Patch veröffentlicht?
Oleg Yavorsky: Informationen dazu, werden in nächster Zeit bekanntgegeben.
JG: Was kommt nach S.T.A.L.K.E.R.? Plant ihr die X-Ray Engine auch in anderen Spielen benutzen?
Oleg Yavorsky: Wir haben uns noch nicht entschieden, was der nächste Schritt nach S.T.A.L.K.E.R. sein wird, da das ganze Team z.Z. noch damit beschäftigt ist, das Spiel fertigzustellen, aber wir werden die X-Ray Engine wahrscheinlich auch noch für andere Projekte benutzen. Wir lizenzieren die Engine auch für andere Entwickler, damit es ihnen möglich ist, sie für ihre eigenen Spiele zu benutzen.
JG: Wie findet ihr es, dass in Deutschland manche Spiele wegen umfangreicher Gewaltdarstellung indiziert werden. Glaubt ihr, dass dieses Schicksal auch S.T.A.L.K.E.R. ereilen kann?
Oleg Yavorsky: Hier in der Ukraine sowie in Russland haben wir nicht solche Gesetze wie in Deutschland. Außerdem mögen die Spieler hierzulande Gewaltdarstellung in Spielen und sind bereits daran gewöhnt. Sowieso werden wir wohl eine 'spezielle' Version für Deutschland vorbereiten müssen, die nicht gegen die dortigen Gesetzte verstößt. Für das Spiel wurde noch keine Alterseinstufung vergeben, aber wir hoffen, dass die Richter milde sein werden.
JG: Was ist mit einer Demo-Version - wollt ihr eine veröffentlichen?
Oleg Yavorsky: Um ehrlich zu sein, wollen wir die Community nicht dadurch verärgern, dass wir das Spiel unpünktlich auf den Markt bringen, und der Arbeitsaufwand, den das Team z.Z. leisten muss ist immens. So ist es unsere höchste Priorität das Spiel erst einmal komplett fertigzustellen, um viel Spaß und Stabilität garantieren zu können. Danach werden wir wahrscheinlich über eine Demo nachdenken.
JG: An was genau arbeitet ihr zur Zeit?
Oleg Yavorsky: Momentan ist fast das ganze Team damit beschäftigt die Levels mit Gameplay und Inhalt zu füllen, außerdem suchen wir nach Bugs und kontrollieren das Balancing. Parallel arbeiten wir auch noch an der DirectX 9-Version von S.T.A.L.K.E.R.
JG: Was ist der Hauptgrund für die Abschaffung des bereits geplanten Coop-Modus?
Oleg Yavorsky: Wir haben den Coop-Modus wegen unüberwindlicher technischer Herausforderungen nicht fertigstellen können.
JG: Wie wird der Multiplayer-Modus aussehen?
Oleg Yavorsky: Was wir für den Mehrspielermodus planen, beinhaltet verschiedene populäre Modi sowie auch einen neuen, originellen. Zum Beispiel haben wir den normalen Team Deathmatch Modus, sowie auch einen, in dem zwei Teams um ein Artefakt kämpfen, das an verschiedenen Stellen im Level erscheint. Alle diese Modi werden von einem Team aus profesionellen Counter-Strike Spielern entworfen, dem GSC.Pro-Team. Die Karten sind speziell für Mehrspielerpartien ausgelegt, und unterscheiden sich von denen im Einzelspieler-Modus. Im Internet sowie im LAN werden bis zu 32 Spieler mit- oder gegeneinander spielen können.
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