Gesamtwertung71%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das Land ist zerklüftet mit Bomben- und Granattrichtern und überall liegen Leichen herum. Soldaten warten in ihren Schützengräben auf das Signal zum Sturm. Einige von ihnen sind gelassen, andere beten oder versuchen ihre Angst zu verstecken. Jetzt ist es so ruhig, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte; das ist die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich schiesst in grösserer Entfernung eine Leuchtrakete in den Himmel, das Signal, und alle Soldaten verlassen ihre sichere Stellung.
Weniger als zwei Sekunden später kommt den Soldaten gegnerisches Sperrfeuer entgegen. Die meissten der Kampfeswilligen schaffen es keine 3 Meter auf das offene Feld. Denn sie werden von feindlichen Geschossen ins Jenseits befördert. Ein paar Minuten später ist alles vorbei und der Angriff auf die feindliche Stellung wurde, mit hohem Blutzoll, im Keim erstickt. Willkommen in der Welt von Ironstorm, das neue Spiel der 4x Studios.
Was wäre wenn...
Wir schreiben das Jahr 1964 und der grosse Krieg von 1914 tobt noch immer - erbitterter denn je. Mittlerweile sind nicht nur die Deutschen die Kriegstreiber, denn im Laufe der Jahrzehnte haben sich neue Feindbilder gebildet. Die westlichen Truppen kämpfen zusammen mit den Amerikanern gegen das russisch-mongolische Reich. Angeführt werden die Mongolen von Baron Nikolai Aleksandrowitch Ugenberg, der als erbarmungsloser Tyrann gilt. Sein Plan sieht vor, die westlichen Truppen dem Erdboden gleichzumachen, um ein russisch-mongolisches Imperium aufzubauen.
In den Wirrungen dieses Krieges lebt unser Held und Alter Ego Leutnant James Anderson. Dieser ist mit seinen vierzig Lebensjahren ein Veteran des Krieges, der es weit gebracht hat. Anderson ist kein normalerer Infanterist, sondern Teil einer Spezialtruppe. Seine Aufgaben führen ihn oft hinter die feindlichen Linien. Als treu ergebener Soldat stellt er keine Fragen, sondern führt seine Befehle ohne zu fragen aus. Allerdings stößt er im Verlauf des Spieles auf Hinweise, die Beweisen können, dass der Krieg absichtlich in die Länge gezogen wird. Nun ist sein Leben nicht nur durch den Feind in Gefahr, sondern auch durch seine eigenen Leute.
So sieht es aus!
Die 4x Studios haben sich bei der Gestaltung der Level einige Mühe gegeben. So wurden die zerklüfteten Kampfgebiete mit vielen Trümmern, zerstörten Häusern und Bunkerkomplexen versehen.
Vegetation gibt es kaum zu sehen, da diese im Verlauf des Krieges zerstört wurde. Während man sich draussen aufhält, fallen einem die Wettereffekte auf. Es regnet, schneit oder manchmal scheint auch die Sonne. Allerdings schlägt das Wetter ab und an ein wenig zu schnell um. So kommt es vor, dass man beim Betreten eines Bunkers auf der Nordseite noch Regen hatte und fünf Minuten später beim Verlassen des Bunkers auf der Südseite vom Schnee überrascht wird. Zerstören kann man in der Umgebung zwar nur wenig, dennoch bleiben in den Gefechten Schuss- und Explosionsspuren zurück. Schusswaffen verlieren auch Patronenhülsen, diese bleiben aber nicht liegen, sondern verschwinden nach kurzer Zeit. Negativ aufgefallen ist das sehr kantige Design der Charaktermodelle. Auch die Animationen der Figuren wurden sehr steif und wenig lebensnah gefertigt.
Eigentlich gibt es in Ironstorm immer etwas zu hören. Neben den eigenen abgegeben Schüssen und Gefechtsgeräuschen, sind im Hintergrund immer Geräusche von anderen Frontabschnitten zu hören. Somit ist ein ständiges Knattern von MG´s und dumpfes Knallen von Explosionen zu hören. Das eigene Waffenarsenal klingt ebenfalls sehr wuchtig und passt auch zu den verschiedenen Meinungsverstärkern.
Eine musikalische Untermalung ist so gut wie kaum vorhanden, was aber in den einzelnen Missionen nicht weiter stört. Die Musik, die aus den Boxen kommt, hat einen militärischen Stil, da viel mit Trommelwirbeln und anderen typischen Elementen dieser Musikrichtung gearbeitet wird. Zudem gibt es eine gute englischsprachige Sprachausgabe in dem Spiel, die mit deutschen Untertiteln versehen wurde.
So spielt es sich
Unser Held kann wahlweise in der 1st oder 3rd Person Perspektive gespielt werden. Die Steuerung geht einfach von der Hand und sollte für Shooterspieler und Neueinsteiger in dem Genre kein Problem sein. Dummerweise kann man erst nach dem Downloaden eines Patches seine Kontrollen nach eigenen Wünschen konfigurieren. Ohne diesen Patch stürzt das Spiel während der Tastenbelegung ab.
Natürlich bietet Ironstorm auch einen Multiplayepart, in dem Ihr Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag und Isolation Case spielen könnt. Sowohl im LAN, als auch im Internet, sind somit heisse Gefechte möglich.
Trotz seines sehr linearen Spielverlaufes, weiß die Story von Ironstorm zu überzeugen. Im weiteren Verlauf wird es auch ein bis zwei überraschende Wendungen geben, die den Spieler bei Laune halten sollten.
Der Mehrspielerteil ist leider nicht ganz so gelungen, da anscheinend der Netcode noch viele Lags und Spielausfälle garantiert. Zudem gibt es mit knapp 15 Servern einfach zu weinige, um es vernünftig zu spielen.
Empfehlen kann ich diesen Titel jedem, der keinen Ego-Shooter auslassen möchte. Genreneueinsteiger und Gelegenheitsspieler sollten sich aber Titel wie NOLF 2 oder Medal of Honor kaufen.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Ironstorm im Test.
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