Jewel Jones

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Comport Interactive
Entwickler
Comport Interactive
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
Jewel Jones [PC , looki.de]

Gesamtwertung

20%/10

Grafik

Mangelhaft

Sound

Ungenügend

Lanzeitspaß

Mangelhaft

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Jewel Jones

Was haben Jewel Jones und Indiana Jones gemeinsam? Eigentlich nur den Nachnamen. Was aber sonst alles falsch gemacht wird, was man nur falsch machen kann, erfahrt Ihr in unserer Review. Auf Schatzsuche zu gehen ist schon was Feines – aber nicht, wenn der Held Jewel Jones heißt. Juwelen, die fast so groß wie die Hauptfigur selbst sind, geraten dabei ins Ziel des Möchtegern-Archäologen. Ein Sekundärziel gibt es leider nicht, außer vielleicht, mehreren Fallen auszuweichen, um die Juwelen überhaupt bergen zu können.

Dem Spiel beigelegt ist neben der CD ein Werbeblatt mit der Ankündigung, dass Jewel Jones nun auch als Vollversion im Handel erhältlich ist. Nach kurzer Verwunderung begibt man sich auf die Suche nach einer Anleitung, aber Fehlanzeige. Der Grund hierfür ist schnell gefunden: die Rückseite der Verpackung preist das fehlende Handbuch wegen des „selbsterklärenden und intuitiven“ Spielprinzips an.

Damit mag der Hersteller ja Recht haben, aber einige nützliche Hinweise wären schon gut gewesen, weshalb schon früh der Eindruck entsteht, dass man hier lediglich etwas Geld sparen wolle. Um ehrlich zu sein, habe ich bis zum Schluss keine Speicherfunktion gefunden, was eventuell auch daran liegen könnte, dass gar keine enthalten ist!? Aber darüber wird keine Auskunft gemacht. Ein ebenfalls wichtiger Satz der Verpackung ist „40 knifflige Levels sorgen für langen Spielspaß!“. Kein Wunder, dass man einige Zeit braucht, wenn das Speichern nicht möglich ist und jeder virtuelle Tod gleichbedeutend mit Neuanfang ist. Aber Spielspaß? Würde das ganze „… sorgen für pure Verzweiflung“ heißen, würde ich dem ganzen schon eher Recht geben. Aber zumindest ein Körnchen Wahrheit besitzt die Aussage. Knifflig sind die Levels wirklich. Ohne zu denken werden todesmutige Spieler nicht die ersten fünf Levels überleben. Mal ist das Zünden einer Bombe vor Geröll notwendig, um in den nächsten Gang zu gelangen, ein anderes Mal wollen rollende Steine den Hut unseres Antihelden zerbeulen. Von wegen „100 % gewaltfrei“ , wie es ebenfalls auf der Verpackung steht…

Damit es zu keinen Missverständnissen kommt: grafische Bomben oder explosive Fässer finden in manchen Levels Einsatz. Aber die Grafik ist beim besten Willen nicht bombastisch. Um genau zu sein ist nur die Auswahl zwischen einer Auflösung von 640*480 oder 800*600 möglich. Allerdings wäre eine mehr wohl zu viel verlangt, da die Pixelgrafik auch so dargestellt werden kann. Die Soundkulisse lässt auch zu Wünschen übrig. Die Titelmusik ist ein knapp 15 Sekunden langes Stück, das in Endlosschleife erklingt. Immerhin wurde an die Geräusche von aufschlagenden Steinen gedacht. Mehr kann man bei Jewel Jones aber kaum erwarten.

Immerhin einen Pluspunkt kann das Spiel für sich verbuchen. Und zwar ist keine Installation nötig, vielmehr lässt sich das Spiel direkt von CD aus starten. Zwar verweigerte deshalb mein Screenshot-Programm seinen Einsatz, aber viel gibt es eh nicht zu sehen! Ja, eine kreative Überschrift für ein kreatives Spiel. Aber nun noch ein paar interessante Daten zum Spiel: Eine Installation würde wohl niemanden in Sachen Speicherplatz vor allzu große Hindernisse stellen. Schlappe 44,4 MB an Daten sind auf der CD enthalten. Und dabei gehen 33,3 MB für Bonusmaterial wie Wallpapers oder Demos drauf!

Wobei ich erwähnen muss, dass sich die Don’t Angry-Demo ohnehin nicht starten ließ. Ebenso mager wie der CD-Inhalt sind die Optionen. Neben diversen Auswahl-Möglichkeiten zu Grafik und Sound findet man nur noch eine Auswahl des Schwierigkeits-Grades. Drei unterschiedliche Grade sind dabei auswählbar, was je nach Wahl beispielsweise mehr oder weniger Steine nach sich zieht, die Einem später auf den Kopf fallen können. Der Minimalaufwand des kompletten Spiels ist schnell gefunden, wenn man einen Blick in die Credits wirft. Insgesamt drei verschiedene Personen scheinen für die Programmierung verantwortlich gewesen zu sein. Kein Wunder, dass dabei nichts Gescheites rauskommen kann.

Fazit

Mein Gott! Wer soll sich denn Jewel Jones bitteschön kaufen? Kinder werden schnell den Spaß verlieren und bei Arbeitnehmern, die in der Mittagspause mal eben Juwelen sammeln wollen, besteht akute Selbstmordgefahr! Wenigstens ist ein ansehnliches Logo vorhanden, weswegen ich pro Buchstabe einen Prozentpunkt und zudem wegen des niedrigen Preises weitere Trostpunkte vergebe.

Jewel Jones [PC , looki.de]

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