Gesamtwertung65%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Endlich mal wieder ein Jump´n´Run auf dem PC. Mit Kaan: -Barbarian´s Blade versucht das französische Entwicklerstudio EKO Software den Jump´n´Run-thron für sich zu erlangen. Ob das gelingt oder ob Kaan doch nur Durchschnittskost ist, erfahrt Ihr in unserer Review...
Gut gegen Böse..
Irgendwo in einer mittelalterlichen Welt: ganze Horden des teuflischen Zauberers Tothum Siptet überfallen ein kleines, friedliches Königreich. Letztendlich liegt alles in Schutt und Asche. Verzweifelt sucht die Königin nach einem mutigen Krieger, stark genug, das Böse zu besiegen. In dieser hoffnungslosen Situation führt das Schicksal plötzlich den jungen, aber kampferfahrenen Barbaren Kaan (Euer Alter Ego) zu ihr. Falls er es schaffen sollte, den mysteriösen Stein der Hoffnung wiederzufinden, bricht des Zauberers Macht und das Königreich steht vor seiner Rettung. Kaan macht sich auf zu einer gefährlichen Reise...
Am ehesten lässt sich Kaan als eine Mischung aus Hack´n´Slay-Action und Jump´n´Run beschreiben, da Ihr nicht nur allen möglichen Gefahren wie herabstürzenden Türmen oder rollenden Kisten ausweicht, sondern auch Gegnerscharen des Zauberers Tothum Siptet mit verschiedenen Waffen zur Strecke bringt. Dies allerdings ohne Blut, denn Kaan zielt eindeutig auf eine jüngere Zielgruppe. Vergleichstitel wie das indizierte Severance gehen mit der Brutalität wesentlich weiter.
An Waffen findet ihr im Spiel einige, z.B. verschiedene Schwerter oder Äxte, mit denen ihr den gegnerischen Schergen den Garaus machen könnt. Apropos Gegner: Im Spiel trefft ihr auf die skurrilsten Gegner wie beispielsweise Bärenmenschen, Riesenwespen, Untote oder Skelette. Interessant an Kaan ist die Tatsache, dass Ihr beim Durchqueren der großen Levels Symbole aufsammeln könnt, die Euch, sofern Ihr genug eingesammelt habt, nach erfolgreichem Bestehen des Levels in eine Arena quasi eine Art Zwischenmission verfrachtet, wo Ihr Euch gegen unzählige Gegner behaupten müsst. Schafft Ihr dies, so stärkt sich eure Rüstung und ihr habt es im späteren Verlauf leichter. Für den Fall, dass Ihr sterben solltet, sind über die Levels mehrere Checkpoints eingerichtet, die Ihr für den Todesfall beanspruchen könnt.
Negativ fällt in Kaan besonders die geringe Spielzeit auf, da geübte Spieler das Spiel mitsamt seinen 18 Levels in circa 6 Stunden durchgespielt haben, was eindeutig zu kurz ist. Danach gibt es auch keine weiteren Boni oder Missionen, die Euch dazu verleiten könnten, das Spiel noch mal durchzuzocken. Ebenso fehlt ein Mehrspielermodus, was ziemlich schade ist und dem Titel bestimmt einige Stunden Spielzeit mehr beschert hätte
Kaan basiert auf einer eigenen Grafik-Engine, genant Cactus. Diese vermag es zwar, Außenlandschaften sehr schön in Szene zu setzen, für detaillierte Charaktere ist sie aber wohl nicht geeignet, da die Figuren einfach zu wenig Polygone besitzen und dahingeschludert wirken. Ebenso sind Füße und Hände dicke Klumpen, was wirklich lachhaft aussieht. Allerdings wissen die Animationen zu begeistern, da sie sehr geschmeidig sind und fast nie abgehackt oder fehlerhaft wirken.
Wenn Ihr auf den Ohren empfindlich seid, dann rate ich euch die Hintergrundmusik schon vor dem ersten Spielen ganz auszustellen. Das nervige Gedudel mag zwar Hartgesottenen im ersten Moment nicht allzu negativ auffallen, mit dem weiteren Spielverlauf werdet Ihr sie aber noch mehr hassen als jede Daniel Küblböck-CD, garantiert ! Was die anderen Soundeffekte angeht, kann man eigentlich nur sagen, dass sie nichts außergewöhnlich gutes aber auch nichts schlechtes sind. Die Schwertschwingerei und die gelegentlichen Kampfschreie eures Protagonisten sind solide, aber nicht spektakulär. Überhaupt bietet Kaan nicht allzu viele Sounds, von einer Synchronisation der Charaktere hat man gänzlich abgesehen.
Kaan wird zu einhundert Prozent entweder mit Tastatur oder Joystick gespielt. Eine Maussteuerung sucht man vergebens. Das ist aber kein Nachteil, da das Spiel nicht allzu viele Tasten für sich beansprucht und die Aktionen leicht von der Hand gehen.
Kaan - Barbarian´s Blade im Test.
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