Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Es ist soweit: der zweite Teil der in den USA sehr populären Kohan-Reihe ist auch hierzulande erschienen. Kings of War, so der bezeichnende Beiname des Spiels, schickt sich an, mit verbesserter Grafik und fordernden neuen Missionen die Vorgänger Immortal Sovereigns und Battle of Ahriman zu übertrumpfen. Ob dem Strategiespiel dies gelingt, erfahrt Ihr in unserer Review
Gameplaytechnisch hat sich gegenüber den Vorgängern rein gar nichts getan, was in diesem Fall aber nichts Schlechtes heisst, da die Spielweise, welche am ehesten wie ein Mix zwischen Age of Empires und Civilization zu beschreiben ist, noch immer großen Spaß bereitet. Einserseits baut man eine Basis auf und verwaltet Gebäude, Truppen etc. (Age of Empires) und zum anderen werden Ressourcenquellen erschlossen, in denen dann gewinnbringend Holz, Stein oder Gold abgebaut werden (Civilization). Das mag sich im ersten Moment nicht so revolutionär anhören, was es mittlerweile auch nicht mehr ist. Jedoch weiß diese Variante dennoch mehr zu gefallen als beim üblichen Strategie-Einheitsbrei.
Das Interface mag für geübte Strategen kein großes Hindernis darstellen, für Laien ist es aber absolut überfüllt mit Buttons. Bis man sich einigermassen in dem komplizierten Menü zurecht gefunden hat, vergehen schon einige Minuten.
Und selbst dann drückt man vor lauter Hektik, was bei plötzlich eintretenden Kampfhandlungen ja passieren kann, leider allzu oft die falschen Knöpfe.
Die Künstliche Intelligenz der gegnerischen Einheiten geht ohne weiteres als solide durch: merken die Gegner eine Übermacht, greifen sie sehr aggressiv an und kommen aus unterschiedlichsten Richtungen, was manchmal wirklich sehr fies ist, wenn es darum geht, die eigene Basis zu beschützen. Sollten nach einem Gemetzel allerdings weniger Gegner auf dem Feld stehen, sodass der Kampf aussichtslos erscheint, merkt die KI dies und befielt den sofortigen Rückzug. Nicht so clever gelöst wurde dies allerdings bei eigenen Einheiten, denn manchmal treten diese den Rückzug an, obwohl gar kein Anlass dazu besteht. Dies führt nicht selten zu unnötigen Standpunkt- und Einheitsverlusten.
Die Soundkulisse gehört im Gegensatz zur Grafik zur Besten des Genres, wobei hier vor allem die wirklich grandiose Musikuntermalung hervorzuheben ist. In ruhigen Momenten dreht man doch gerne mal am Schieberegler für die Lautstärke, da der Soundtrack fesselt und einen erst beim Klick auf den 'Spiel beenden'-Button wieder loslässt. Auch die Synchronsprecher leisten hervorragende Arbeit und sprechen ihre Zeilen mit viel Elan und Emotion. Solch eine Synchronisierung sollte Schule machen. Die restlichen Soundeffekte wie klingende Schwerter und zischende Pfeile sind solide bis gut, können dem Soundtrack jedoch nicht das Wasser reichen.
Bei Strategieschinken auf keinen Fall nicht fehlen darf ein umfangreicher Karteneditor. Entwickler Time Gate Studios dachte zum Glück daran und lieferte dem Spiel so eine längere Lebenszeit dank einer - hoffentlich - aktiven Community. Man kann aus bestimmten Kriterien eine Map erstellen oder sich ganz simpel eine Zufallskarte generieren lassen. Der Multiplayer macht indes eine Menge Spaß, ob über LAN oder Online. Es geht einfach nichts über eine Runde 'Basen-aufbauen-und-dann-gegenseitig-plattmachen'. Bugs konnten selbst nach ausgiebigem Spielen im LAN nicht entdeckt werden, es funktionierte alles einwandfrei. Auch der Ping beim Online-Spiel ging in Ordnung. Bahn frei für ausgedehnte Multiplayerschlachten also!
Copyright © 2007 Next Idea GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Copyright © 2007 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.