Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Och nö, schon wieder ein Hack'n'Slay-Rollenspiel! Dieser Satz fiel, als die Review-Version von Legend: Hand of God aus dem Hause Master Creating in den heiligen Hallen der Looki-Redaktion eintrudelte. Schließlich könnte man denken, das Genre wäre mit Vertretern wie Silverfall, Dawn of Magic und Loki: Im Bannkreis der Götter für eine ganze Weile gesättigt zumal es keiner dieser Spiele schaffen konnte, dem legendären Diablo 2 vollends das Wasser zu reichen. Ob nun ausgerechnet dieses Werk es schafft, den Oldtimer in den verdienten Ruhestand zu schicken? Das erfahrt Ihr in unserem Test!
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Legend: Hand of God hatte unsere Sympathien schon auf der sicheren Seite, da haben wir vom Spiel an sich noch nicht viel gesehen. Der gute Grund: Die kleine Lichtelfe Luna überzeugend vertont von Cosma Shiva Hagen -, die Euch bei den Streifzügen durch die virtuelle Welt ständig begleitet, fungiert so ganz nebenbei noch als Cursor und ist sich auch für manchen Seitenhieb nicht zu schade, der nicht selten auf Kosten des unseres Charakters Targon geht.
Der hat derweilen andere Sorgen, als sich mit innovativen Spielideen herumzuschlagen: Irgend so ein Dämonenportal ist mal wieder irgendwie in das Land gelangt, stiftet fortan mächtig Unruhe und sorgt für regen Zuwachs bei der örtlichen Leichenhalle.
Statt dem puren Bösen nur in brutalster Weise auf die Rübe zu drischen, suchen wir zusätzlich noch drei Stücke eines heiligen Artefaktes, das uns wohl irgendwie im Kampf gegen die Brut helfen soll. Ja, jetzt darf gegähnt werden, denn der altbekannte, klischeébehaftete Gut/Böse-Konflikt ist auch hier wieder einmal vertreten. Beim sogenannten Cinematic Combat System des Spiels verflog die anfängliche Skepsis über durchgeleierte Storylines allerdings wieder. Das CCS sorgt durch Berechnungen der Lage der eigenen Figur in Hinsicht auf Feinde für ein überschaubares, aber immerhin nicht einschläferndes Repertoire an Kampfbewegungen.
Genauso verhält es sich bei den Waffen: Moves gleichen sich somit nicht mehr wie ein Ei dem Anderen. Einen echten Gameplay-Nutzen hat das Ganze allerdings nicht schön anzusehen ist es aber allemal.
Im beiliegenden Presskit überraschte uns dabei folgende Passage: 'Große Gegner, kleine Gegner: Bisher unterschieden sich Monster in Action-Rollenspielen vor allem durch die Anzahl ihrer möglichen Hitpoints. Nicht so in Legend: Hand of God.' Eigenlob stinkt? im vorliegenden Fall ja, zudem wird dabei verschleiert, dass es in Legend eigentlich genauso ist. Großartige Variationen vom viel befahrenen Genreweg sollte man auch im restlichen Spiel nicht erwarten.
Skillpunkte und frische Items gibt es in guter alter Hack'n'Slay-Tradition vorrangig für das - mit einem tollen dynamischen Soundtrack unterlegte - massenweise Abschlachten von fiesen Monstern, Hauptquests - es gibt leider etwas wenig davon - und optionale, aber überraschend gelungene Nebenquests dagegen von bestimmten Auftraggebern.
Öfter mal was Neues...oder nicht?
Kommt Euch nicht bekannt vor? Dann habt Ihr wohl noch nie ein Rollenspiel gespielt. Weiter geht dieser Faden über das immerhin übersichtlich gestaltete Kombinieren der Charakterklassen.
Die RPG-Palette reicht von Magie, Kampf, Schurke, Wildnis und Glaube bis hinzu insgesamt eher konventionellen Feinden wie Wilderern, Trollen, Goblins, Orks oder Wölfen sowie die altbewährte Lösung der Maussteuerung: Waffe links, Spezialfähigkeiten rechts. Motivierend: Selbst kleinere Feinde tragen manchmal durchaus wertvolle Gegenstände am virtuellen Leib. Da heißt die Devise: Immer fleissig durchsuchen! Von einigen kleineren Ladeeinlagen abgesehen ist die Spielwelt dabei so riesig wie linear.
Alternativrouten gibt es wenige bis gar keine hat auch nur den Vorteil, dass man sich so leicht nicht verläuft, die auf Knopfdruck einblendbare Karte tut da ihr Übriges.
Nachteil der nicht zu verachtenden Größe der Spielwelt: Hier und da hat man auch einmal nichts zu tun, außer wie in der Wiederholschleife Monster zu metzeln. Ab und zu ein paar Lager mehr und schon hätte das Ganze üppiger und lebendiger gewirkt. In optischer Hinsicht kann man aber so gut wie gar nicht meckern: Das Gros der Szenerien wird äüßerst stimmig und liebevoll auf den Monitor gezaubert, auch die flüssigen Animationen und fantasievollen Spezialeffekte sollten dabei nicht unerwähnt bleiben.
Vor allem die gelungenen Lichteffekte in den düsteren Dungeons wirken richtig schick, zumal Lichtelfe Luna auch als Lichtquelle dient. Ergo: Ihr könnt Euren Charakter auch komplett im Dunkeln lassen und schon vorher Gegner ausmachen.