Lost Empire: Immortals

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Paradox
Entwickler
Pollux Gamelabs
Erscheinungsdatum
-
Genre
Strategie
USK
6
Lost Empire: Immortals [PC , looki.de]

Gesamtwertung

67%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Lost Empire: Immortals

Die Palette an rundenbasierenden Strategiespielen ist reichhaltig, die Umsetzungen aber oftmals im direkten Vergleich zu Genregrößen wenig innovativ, zu unübersichtlich und zudem wenig motivierend. Viele dieser Vertreter verfügen dabei noch über eine nervige Soundkulisse, eine grafisch nur bedingt spektakuläre Präsentation und lange Ladezeiten zwischen den Runden. Was dem Spieler schließlich bleibt, ist das Gefühl, einen schwachen Abklatsch eines Master Of Orion oder eines Sid Meier’s Civilization in den Händen zu halten. So versanken aufgrund einiger der oben genannten Gründe bereits Titel wie Rebellion oder Birth Of The Federation im Mittelmaß. Mit Lost Empire: Immortals will Entwickler Paradox sich nun von den Negativbeispielen der 4X-Strategiespielen abheben und nebenbei am Genrethron schnuppern. Alles nur heiße Luft oder ist der Titel wirklich reif für den Thron?

Die Reise in die Unsterblichkeit

Das Jahr 4620: Nach einem riesigen Krieg scheint die gesamte Galaxis im Chaos zu versinken, Imperien sind zerklüftet, Rassen fast ausgelöscht und Forschungsergebnisse verloren.

Die unterschiedlichen Überlebenden dieser verheerenden Schlachten beginnen nun mit der Kolonisation und dem Wiederaufbau einzelner Planeten, der Krieg jedoch scheint noch lange nicht vorbei. So wird schnell klar, dass das Universum endlich ist und der Kampf um Planeten, Forschung und Rohstoffe nur eine Frage der Zeit.

So wählt der Spieler zu Beginn aus sechs verschiedenen Rassen, die mit jeweils unterschiedlichen Klassenboni aufwarten, seine bevorzugte aus und beginnt den Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxis. Diese fällt dabei mit maximal 5000 Sternen gewaltig aus und unterstreicht somit die lange Spielzeit, die nicht selten mehrere Stunden für ein einzelnes Spiel übersteigt. Weiterhin sollen verschiedene Modi und Kartenkonstellationen Abwechslung bieten. Erstere sind jedoch alles andere als belebend und unterscheiden sich nur gering in ihren Siegbedingungen.

Dabei fällt auch der Geschichtsmodus, in welchem es die Aufgabe des Spielers ist das Vertrauen der beiden unsterblichen Rassen zu gewinnen um zusätzliche Boni zu sammeln, nicht unter die Kategorie „Innovativ“.

Komplex und unübersichtlich

Ähnlich verhält es sich mit dem Spielsystem, welches alles andere als durchdacht, wenn auch weniger komplex wirkt. So sind Raumkämpfe beispielsweise lediglich als Replayvideo oder in der Ergebnisübersicht anzusehen, wirkliche taktische Kontrolle hat der Spieler über seine Flotte nie. Die Variation in den Raumkämpfen entsteht dabei nur, indem der Spieler einzelne Schiffsbauteile auf die Flotte des Gegners abstimmen kann.

So wirken Schutzschilde schwachen gegnerischen Waffen entgegen, während stärke Waffen, wie eine Plasmakanone, selbst eine gute Verteidigung durchdringen kann. All diese Komponenten müssen jedoch erst erforscht und bezahlt werden. Dies geschieht im Allgemeinen durch Rohstoffe wie Mineralien, Geld und Nahrung, wobei Mineralien die wichtigste Ressource darstellen. So sind Nahrung und Geld im Überfluss vorhanden, da sie nur für die Bevölkerung und die Forschung gebraucht werden; Mineralien hingegen werden in jeder Lebenslage benötigt. Klar, dass diese Ressource auch bei den Feinden sehr begehrt ist und der Spieler in der Regel stets zu wenig zur Verfügung hat. Hier hätte man sich klar mehr Balancing gewünscht. Ebenfalls eine Portion Balance hätte die KI vertragen können. Diese ist meist undurchschaubar und reagiert entweder zu passiv oder zu aggressiv.

Warum sollte ein ohnehin schon überlegener Feind nicht einen Angriff wagen? Warum droht ein eigentlich Verbündeter nach einem kleinen Eklat gleich mit der totalen Ausrottung? Fragen, die zum Glück im Multiplayer nicht mehr auftreten. Dieser erweist sich nämlich in Lost Empire als Rettungsboje, da die KI hier natürlich nicht ins Gewicht fällt; mit bis zu zehn Spielern lassen sich hier Imperien gründen und Sterne erobern.

Dies erweist sich in der Praxis und im fortgeschrittenen Spielverlauf jedoch als äußerst schwierig, da knapp 5000 Planeten kontrolliert und verwaltet werden wollen. Klar also, dass die Entwickler weitere Strategiekomponenten automatisiert oder vereinfacht haben. So ist der Forschungsbaum lediglich in einzelne Aufbaustufen aufgeteilt, Flotten- und Planetenausbau mit wenigen Klicks erledigt und Diplomatie beschränkt. Fortgeschrittene und Profis werden sich daher oftmals unterfordert vorkommen.

Technisch nicht auf der Höhe der Zeit

In technischer Hinsicht präsentiert sich Lost Empire im Großen und Ganzen eher schwach. So erfüllt die Grafik zwar ihren Zweck, jedoch wirken Raumschiffe, Sternenkarte und vor allen Dingen die Schlachten eher trist und unspektakulär. Maue Effekte und lasche Animationen unterstreichen zudem die abwechslungsarme Präsentation. Ärgerlich auch, dass beim Herauszoomen aus der Sternenkarte oftmals Planeten nur als Stecknadelkopf große Pünktchen zu erkennen sind, Raumschiffe verschwinden zudem, genau wie Planetennamen, gänzlich. So endet die Verwaltung der Systeme oft in einem wilden Klickkonzert. Soundtechnisch wird ebenfalls nur Schonkost serviert. Zwar wirken die einzelnen Musikstücke am Anfang noch erträglich, auf Dauer jedoch dermaßen nervig, dass man die eigene MP3-Sammlung vorzieht.

Fazit

Lost Empire: Immortals ist genau das geworden, was die Entwickler vermeiden wollten: Ein durchschnittliches 08/15-Strategiespiel. Zwar versprach man eine riesige Galaxis, spannende Weltraumschlachten und ein durchdachtes Spielsystem, in der Praxis jedoch findet man eine unübersichtliche Sternenkarte, abwechslungsarme Gefechte, eine oftmals unberechenbare KI sowie mangelhaftes Balancing vor. Auch die Innovation sucht man in Lost Empire vergebens, wirkt doch vieles aus dem Bereich des Mikromanagements von Genregrößen kopiert. Trotz alledem ist der Titel für Liebhaber des Genres durchaus interessant. So fesseln nämlich zumindest der Multiplayermodus sowie die riesige Sternenwelt für zahlreiche Tage an den heimischen PC.

Lost Empire: Immortals [PC , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Yahoo! Spiele-Forum

Lost Empire: Immortals im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Pollux Gamelabs?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

PC: WoW - Wrath of the Lich King: Sieben...
X360: Fable 2: Keine Demo
X360: Gears 2: 'Bestes Deckungssystem ev...
X360: Xbox 360: Banjo 3 im November, Too...
Uwe Boll
X360: Halo Wars: Ensemble hätte gerne Mo...
PS2: EA bringt neues Harry Potter-Spiel
Gran Turismo
PS3: Kostenloser Conquest-Modus für Batt...
PC: Ubisoft startet Anno-Gewinnspiel
Resident Evil 5
Turok
Eternal Darkness
Spore Labor
PS3: Metal Gear Solid 4: Limited Edition...

Weitere Spiele Reviews:

WII: Wii VC: Impossible Mission
PC: Lost: Das Spiel
PS3: Condemned 2: Bloodshot
PS3: Gran Turismo 5 Prologue
Puzzle Quest [DS , looki.de]
PS3: Viking: Battle for Asgard
Die Geheimnisse der Spiderwicks [DS , lo...
VC: Hanabi Festival 2, Gradius 2
UEFA Euro 2008 [PC , looki.de]
DS: Ace Attorney: Apollo Justice
Cooking Mama [DS , looki.de]
Battalion Wars 2 [WII , Mag64]
Final Fantasy VI Advance [GBA , Mag64]
Agatha Christie: Und dann gabs keines me...
RTL Winter Sports 2008 [PC , looki.de]

Vorschau auf neue Spiele:

PS3: Heavenly Sword
Super Monkey Ball: Banana Blitz [WII , l...
X360: GC: Project Gotham Racing 4
Elebits [WII , looki.de]
Die Siedler 6 [PC , looki.de]
[PC , looki.de]
WII: Mario & Sonic bei den Olympisch...
PC: MMOGs - Die Spiele von Morgen
PS3: PlayStation 3 2008: Endlich Vollgas
Field Ops [PC , looki.de]
Prototype [PC , looki.de]
Saints Row [X360 , looki.de]
Rayman Raving Rabbids [WII , looki.de]
Just Cause [PC , Justgamers]
X360: Bully – Die Ehrenrunde