Medal of Honor: Allied Assault

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
2015
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
18
Medal of Honor: Allied Assault [PC , looki.de]

Gesamtwertung

92%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Medal of Honor: Allied Assault

Medal of Honor: Allied Assault versetzt euch inmitten des Zweiten Weltkrieges, in dem ihr als der tapfere Soldat Mike Powell auf Seiten der Alliierten gegen die Achsenmächte kämpft. Euere Taktik und euer Mut entscheiden über Sieg oder Niederlage.

Wir schreiben den 7. November 1942. In Europa gleichen viele Städte dem Erdboden. Um dem Torror durch die Achsenmächte entgegenzuwirken, schicken euch die Alliierten als Lieutenant (Lt.) Mike Powell an die Front, um dem Ganzen ein Ende zu setzen.

In der bewährten Ego-Perspektive kämpft ihr euch durch Missionen in verschiedenen Ländern und Kontinenten durch, wie z. B. Afrika zu Beginn der Kampagne und der Sturm auf die Küste der Normandy gen Ende.

Grafik

Electronic Arts und 2015 entschieden sich, die bewährte Q**** 3-Engine bei MoHAA einzusetzen. Diese wird voll und ganz bei den Charakteren, sowie Gebäudestrukturen ausgenutzt. Die Gesichter der Charaktere im Spiel sind abgerundet und sorgen so für ein natürliches Erscheinungsbild. Nicht nur die abgerundeten Objekte sorgen für eine naturgetreue Darstellung, sondern auch die realistischen Animationen der NPCs, seien es Freund oder Feind. Die fotorealistischen Texturen sorgen zusätzlich für das „Mehr“ an Realität.

Das Besondere an den Texturen: sind die Texturen anderer Spiele mehr oder weniger verwaschen, kann hier MoHAA hoch punkten. Gestochen scharf und realistisch anzusehen sind auch die imposanten Explosionen, seien es die kleinen, die bei Handgranaten entstehen oder die, die bei beim Zerlegen eines Landungsbootes vor der Küste der Normandy („Ohama Beach“) zu sehen sind.

Um die oben genannten Effekte realisieren zu können, haben die Programmierer von EA/2015 die Q3-Engine „umstricken“ müssen, ist sie nicht für große Außen-Areale konzipiert worden und hatte daher Beschränkungen, was die Anzahl der darzustellenden Polygone des sichtbaren Bereichs anging. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Nicht nur, dass dreidimensionale, sich im Wind geschmeidig bewegende Bäume dargestellt werden können, so wird euch bei dem Sturm auf den von den Achsenmächten besetzen Bunkern an der Küste des „Ohama Beach“ eine große Umwelt präsentiert.

Auf Empfehlung des militärischen Beraters Captain Dale Dye (a. D.) sind keine Bluteffekte zu sehen, da mit diesen in anderen Spielen zu üppig umgegangen wird und dies nicht der Realität entspräche, so Capt. Dye.

Diejenigen von euch, die „Q**** 3“ oder „Star Trek Voyager: Elite Force“ gespielt haben oder spielen, müssen nichts Neues dazulernen. Allen anderen sei gesagt: MoHAA ist sehr einsteigerfreundlich. Außer den Bewegungstasten müsst ihr euch höchstens fünf weitere Tasten merken. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: dadurch, dass ihr euch nicht mit der Steuerung herumärgern müsst, könnt ihr euch mehr auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld konzentrieren.

Zwar basiert MoHAA auf der Q**** 3-Engine, was aber soll nicht heißen, dass auch MoHAA ein pures „Shoot ’em up“-Spiel ist. Hier ist es überlebenswichtig, dass ihr euch Deckung sucht, leise vorgeht und ab und zu eine andere Möglichkeit findet, um euren Gegner zu neutralisieren.

„Medal of Honor: Allied Assault“ ist auch in Sachen Missionsvielfalt sehr abwechselungsreich und zeigt euch die verschieden anfallenden Missionen während eines Krieges: Vom „Erreichen Sie diesen Ort lebenlig!“ über „Befreien Sie...“ bis hin zu Sabotage-Einsätzen bietet MoHAA wirklich alles.

Was wäre ein gutes Spiel ohne eine gute Künstliche Intelligenz (KI, auch AI = Artificial Intelligence genannt)? Um MoHAA nicht zu einem, sondern dem Spiel in den Regalen der Läden zu machen, verpassten die Entwickler den NPCs (Gegner und Freunde) eine gute KI. Wird der Kugelhagel zu stark, suchen die Gegner Deckung, kippen Tische zum Schutz zum und verteilen sich bei den Angriffen intelligent.

Um möglichst realistische Waffengeräusche zu erzielen, wurden die Sounds von den realen Vorbildern aufgenommen und in MoHAA implementiert. Dazu gehören die Schuss-, Nachlade-, Treffer- und Tragegeräusche der Waffen.

Ferner bietet MoHAA, wie bei allen Titeln, die auf der Q**** 3-Engine basieren, einen Surround- und „High Quality“-Sound an. Besonders gelungen ist die im Hintergrund laufende Musik. Während ihr als Mike Powell an der Front kämpft, wird die aktuelle Situation durch dazu passender Musik unterstrichen und lässt euch wie Helden eines 1A Hollywood-Movies fühlen.

Multiplayer

Wie in jedem anderen Bewertungspunkt, kann MoHAA auch im Multiplayer-Part punkten. Unterstützt werden LAN- und Internet-Spiele sowie verschiedene Modi wie Deathmatch, Team Deathmatch und Unreal Tournament-artige Minimissionen, in denen ihr für eine der beiden Seiten zur Waffe greift und ein bestimmtes, vorgegebenes Missionsziel erreichen müsst, wie etwa das Sprengen einer Waffe (auf Seiten der Alliierten), was von den Achsenmächten vereitelt werden muss.

Fazit

Unglaublich! Eine solche Atmosphäre gab es bisher nur bei „Half-Life“ und „Star Trek Voyager: Elite Force“. Hier, in MoHAA, glaube ich nicht nur zeitlich versetzt worden zu sein, sondern bekomme tatsächlich vermittelt, dass ich, als Mike Powell, Teil eines Ganzen bilde. Die somit entstehende Stimmung geht unter die Haut. So wirkt es beeindruckend und beängstigend zugleich, wenn ich sehe, dass ein Ladungsboot neben mir explodiert und meine vor mir stehenden Kameraden wie Pappfiguren umkippen, wenn wir gemeinsam die Küste des „Ohama Beach“ stürmen müssen. In Sachen Grafik, Animationen und Sound ist MoHAA auf dem aktuellen Stand, bietet daher das feinste an, was der Markt derzeit zu bieten hat. Neben dem schon beeindruckenden Einzelspieler-Modus bietet auch der Multiplayer-Part jede Menge Spaß. Die liebevoll gestalteten Maps sind fast schon zu schade, um sich auf ihnen die Projektile auszutauschen.

MoHAA ist ein Ausnahme-Spiel. So viel Single- und Multiplayer, gepaart mit Spielspaß, Spieltiefe, toller Grafik und exzellentem Sound, wurden bisher von nur ganz wenigen Spielen geboten und daher wird 'Medal of Honor: Allied Assault' als das beste „All-in-One“-Paket ausgezeichnet.

Medal of Honor: Allied Assault [PC , looki.de]

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