Gesamtwertung57%/10 |
GrafikBefriedigend SoundAusreichend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Auch wenn die Micro Machines nicht mehr ganz so populär sind, wie sie es zu Beginn der Serie waren, finden sie immer noch ihre Fangemeinde. Diese muss es wohl auch gewesen sein, die Entwickler Codemasters zu einem vierten Teil drängten. Also dürft ihr 15 Jahre nach dem ersten Teil für den NES und nach zwei recht erfolgreichen PC-Umsetzungen erneut eure kleinen Rennflitzer durch die aberwitzigsten Tracks und Pisten jagen. Ob das Ganze aber immer noch so einen Spaß bereitet, wie einstmals, erfahrt ihr in unserem Test.
Klein, kleiner, Micro Machines
Während in den meisten Rennspielen heutzutage große Geschosse mit eindrucksvollen Tuningteilen im Vordergrund stehen, geht Codemasters mit Micro Machines v4 genau den anderen Weg. Hier stehen Mini-Flitzer im Mittelpunkt des Geschehens. Sage und Schreibe 750 verschiedene können im Spiel gesammelt werden. Da wird selbst der gelbe Pokemon Pikachu grün vor Neid. Doch damit nicht genug: Eure frei gespielten Wagen dürft ihr bei Bedarf auch noch online zum Handel anbieten. Die Fahrzeuge sind in 25 unterschiedliche Klassen eingeteilt wie zum Beispiel in Concepts, Musclecars, Off-Roader und viele mehr.
Während ihr euch durch die insgesamt 75 Singleplayer-Missionen kämpft, könnt ihr diese Wagen gewinnen. Das klingt alles sehr schön ist es aber nur zum Teil. Denn das Gros des Fuhrparks, gleicht sich nahezu wie ein Ei dem anderen. Die Steuerung der Wagen jedoch ist durchweg gelungen. Jede Fahrzeugklasse besitzt unterschiedliche Leistungswerte. Diese unterteilen sich in: Geschwindigkeit, Bremsverhalten, Bodenhaftung und Gewicht. All diese Werte haben Einfluss auf das Fahrverhalten auf der Strecke. Vor allem bei Trucks und Dragsters, macht sich das bemerkbar. Egal für welchen Typ ihr euch im Endeffekt entscheidet: Die Steuerung ist stets die selbe. Ihr gebt konstant Gas, slided möglichst effektiv um Ecken, und versucht nicht vom Kurs abzukommen.
Die Rennpisten sind dabei vielfältig wie eh und je. Egal ob Küche, Garten, Arbeitsplatz oder Billardtisch: Es macht einfach Spaß, wenn man sich vorkommt, wie beim Film: Liebling ich habe die Kinder geschrumpft. Alles um euch herum wirkt geradezu gigantisch. Haarbürsten, die groß wie Züge sind, Hühner, die hoch sind wie Häuser, so manches mal möchte man fast staunend stehen bleiben, ob der Detailverliebtheit der Entwickler. Leider sind nicht alle Tracks dermaßen attraktiv gestaltet worden. Einige scheinen nahezu 1:1 aus den alten Titeln entnommen zu sein, und wirken lieblos dahin geschludert.
Ein weiteres Problem stellt die Kameraführung dar. Im Regelfall ist diese nämlich schlichtweg schlecht positioniert, was zur Folge hat, dass ihr nicht rechtzeitig in Kürze auf euch zukommende Hindernisse sehen und ihnen früh genug ausweichen könnt. Vor allem im Battle-Modus ist das ein großes Problem. Hier zoomt die Kamera allerdings zu weit raus, um alle Fahrzeuge gleichzeitig anzuzeigen. Dadurch seht ihr zwar die Strecke, aber weniger euer Gefährt. Eine gute Mischung aus Nah- und Fernsicht, gibt es leider nicht. Auch das permanente Hin- und Herswitchen der Kamera nervt zum Teil gewaltig, da im Singleplayer der kleinste Fehler dazu führen kann, dass ihr das Missionsziel nicht mehr erreichen könnt.
Mittels zahlreicher Waffen und Powerups, könnt ihr euren Gegnern das virtuelle Dasein schwer machen. Das macht vor allem im 4-Spieler Netzwerkspiel oder online Spaß. Im Streckeneditor bastelt ihr euch euren eigenen Hindernisparcours. Ein nettes, auf Dauer jedoch recht eintöniges Feature.