Gesamtwertung85%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
In Sachen Spielmodi hat sich zumindest nichts geändert. Wie jedes Jahr darf der geneigte Basketballfan sich zwischen den Spielvarianten Quickgame, Einer-gegen-einen, Saison, Playoffs, All-Star-Weekend , dem Dynasty-Modus und dem Training entscheiden. Das Quickgame ermöglicht, wie der Name schon sagt, ein schnelles Spiel, in dem sich der Spieler gegen andere menschliche Mitstreiter oder gegen den Computer behaupten muss. Einer-gegen-einen ist eine Streetvariante, die besonderen Regeln unterworfen ist und die man ebenfalls allein oder im Multiplayer erleben kann. Während man sein Lieblingsteam im Saison-Modus ein ganzes NBA-Jahr lang begleitet und versucht die Meisterschaft zu gewinnen, kann man in den Playoffs direkt das heiße Finale einer jeden NBA-Saison nachspielen. Fühlt man sich bereit für das All-Star-Weekend, so erwarten einen die besten Spieler der Ost- und Westdivision zum Slam-Dunk-Kontest, zum 3er-Shootout und zum anschließenden Spiel der beiden All-Star-Mannschaften.
Natürlich präsentiert sich der Dynasty-Modus als Umfangreichster des Titels. Dieser ermöglicht es dem Spieler, sich mehrere Jahre um seine favorisierte Mannschaft, sowohl sportlich, als auch geschäftlich kümmern zu dürfen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, als Trainer die richtigen Spieler auszuwählen und die perfekte Taktik zu kreieren, sondern auch in der Position des Managers für das finanzielle Überleben des Clubs zu sorgen. Der Transfermarkt spielt dabei eine große Rolle. Leider kann man noch immer viel zu viele so genannte Free Agents, Spieler ohne Vertrag, verpflichten, um sie kurz darauf gegen hochkarätige NBA-Stars zu tauschen. Quantität gegen Qualität zu tauschen ist immer wenig produktiv und sorgt leider teilweise für schlechtes Balancing im Dynasty-Modus. Da ##zitat|NBA Live 06 aber immer ein Sportspiel bleibt, muss der angehende Manager und Trainer nicht alles selbst machen. Viel mehr stehen ihm viele Co-Trainer und ein Scout zur Seite, damit der Kader nicht den Bach runter geht und der Zocker sich voll auf das Spielen konzentrieren kann. Die einzelnen, verpflichtbaren Co-Trainer unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Manche trainieren die Defenisve, andere das Wurfverhalten. Neu ist übrigens, dass man die Karriere seiner Rookies stetig verfolgen kann. Vom ersten Korb in der NBA bis hin zum überall beliebten Topstar darf der Spieler seine Schützlinge begleiten und sowohl Veränderungen im Aussehen, wie auch in ihren Fähigkeiten entdecken.
Während man an einem PC mit bis zu vier Spielern zocken darf, muss man leider auf einen echten Online-Multiplayer verzichten. Das ist sehr schade und drückt auch auf die Langzeitmotivation des Spiels. Weshalb kein Onlinemodus eingebaut wurde, ist uns völlig unerklärlich und offiziell nicht bekannt.
Egal für welchen Modus man sich entscheidet, letztlich landet man immer auf dem Spielfeld. Und mag die Präsentation um das eigentlich Spiel herum auch noch so gigantisch sein, zum Schluss zählt nur das, was auf dem Feld passiert. Zunächst sollte aber noch gesagt sein, dass natürlich die 30 Mannschaften der NBA, wie auch diverse All-Star-Teams original lizenziert und mit extremer Genauigkeit ins Spiel integriert wurden. Lediglich die Ausnahmespieler der Liga wurden dieses Jahr in gewissen Punkten der Fähigkeiten bevorzugt. Diese Spieler nennen sich nun Freestyle-Superstars und überzeugen durch ein bestimmtes Attribut, welches sie von den restlichen Spielern abhebt. Steve Nash beispielsweise ist ein echter Dreiergott und Kreativspieler, sodass er sowohl Dreier werfen, als auch geniale Pässe spielen kann.
Der allseits beliebte ONeil ist so robust, dass er den Ball selbst in den unmöglichsten Situationen in den Korb stopft. Dieses Feature macht das Spiel um einiges abwechslungsreicher, weil das gegnerische Team ständig mit dem Decken der Superstars zu tun hat und umgekehrt. Jedoch kann man eine gewisse Einseitigkeit nicht leugnen, denn letztlich entscheiden die Topstars und keine geschlossene Mannschaftsleistung über das Ergebnis. Und wenn Steve Nash am Ende einer Partie 69 von 73 Punkten gemacht und dabei 23 Dreier geworfen hat, drückt das auf die Spaßbremse.
Ansonsten wurde die Spielmechanik aber glücklicherweise an den richtigen Stellen verbessert. Die Zonenverteidigung funktioniert deutlich besser, die Abwehrspieler sind auch ohne menschliche Kontrolle intelligent und der komplette Spielablauf wurde etwas realitätsnäher gestaltet. Dreier von der Mittellinie sind nun eine Seltenheit, die Fouls werden akkurater gepfiffen und ein Alley-Oop auch schon einmal abgefangen. Dennoch besticht der Titel noch durch schnelle Basketballaktion, vor allem nach Steals, die nun aber ohne Taktik nicht mehr auskommt.
Ohne seine geniale Präsentation wäre NBA Live 06 nur halb so gut. Bereits das Intromovie und der Titebildschirm wirken fesselnd auf den Spieler. Sofort wird man in die funkelnde Welt der Basketballstars gezogen und will nur noch eins: Spielen und gewinnen. Die grafische Umsetzung der NBA-Stars ist dabei so gut gelungen, wie die Bewegungsabläufe glaubhaft und flüssig sind. Das ganze Spiel wirkt realitätsnah und zugleich doch arcardelastig, was zusammen eine perfekte Atmosphäre schafft. Diese wird zusätzlich noch durch den grandiosen englischen Kommentar, die tolle Hallenatmosphäre und vor allem durch die passende Musikauswahl unterstützt. Mit den Black Eyed Peas und DMX hat sich zitat|EA Sports erneut echte Größen an Land gezogen. Und die rocken was das Zeug hält. Das Flair, welches My Style von den Black Eyed Peas als Titletheme versprüht, kann man kaum beschreiben. Die unterschiedlichen Tracks kann man natürlich auch ganz bequem in der Jukebox des Spiels hören.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
NBA Live 06 im Test.
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