Gesamtwertung85%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Natürlich präsentiert sich der Dynasty-Modus als Umfangreichster des Titels. Dieser ermöglicht es dem Spieler, sich mehrere Jahre um seine favorisierte Mannschaft, sowohl sportlich, als auch geschäftlich kümmern zu dürfen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, als Trainer die richtigen Spieler auszuwählen und die perfekte Taktik zu kreieren, sondern auch in der Position des Managers für das finanzielle Überleben des Clubs zu sorgen. Der Transfermarkt spielt dabei eine große Rolle. Leider kann man noch immer viel zu viele so genannte Free Agents, Spieler ohne Vertrag, verpflichten, um sie kurz darauf gegen hochkarätige NBA-Stars zu tauschen. Quantität gegen Qualität zu tauschen ist immer wenig produktiv und sorgt leider teilweise für schlechtes Balancing im Dynasty-Modus. Da NBA Live 06 aber immer ein Sportspiel bleibt, muss der angehende Manager und Trainer nicht alles selbst machen. Viel mehr stehen ihm viele Co-Trainer und ein Scout zur Seite, damit der Kader nicht den Bach runter geht und der Zocker sich voll auf das Spielen konzentrieren kann. Die einzelnen, verpflichtbaren Co-Trainer unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Manche trainieren die Defenisve, andere das Wurfverhalten. Neu ist übrigens, dass man die Karriere seiner Rookies stetig verfolgen kann. Vom ersten Korb in der NBA bis hin zum überall beliebten Topstar darf der Spieler seine Schützlinge begleiten und sowohl Veränderungen im Aussehen, wie auch in ihren Fähigkeiten entdecken.
Während man an einem PC mit bis zu vier Spielern zocken darf, muss man leider auf einen echten Online-Multiplayer verzichten. Das ist sehr schade und drückt auch auf die Langzeitmotivation des Spiels. Weshalb kein Onlinemodus eingebaut wurde, ist uns völlig unerklärlich und offiziell nicht bekannt.
Der allseits beliebte ONeil ist so robust, dass er den Ball selbst in den unmöglichsten Situationen in den Korb stopft. Dieses Feature macht das Spiel um einiges abwechslungsreicher, weil das gegnerische Team ständig mit dem Decken der Superstars zu tun hat und umgekehrt. Jedoch kann man eine gewisse Einseitigkeit nicht leugnen, denn letztlich entscheiden die Topstars und keine geschlossene Mannschaftsleistung über das Ergebnis. Und wenn Steve Nash am Ende einer Partie 69 von 73 Punkten gemacht und dabei 23 Dreier geworfen hat, drückt das auf die Spaßbremse.
Ansonsten wurde die Spielmechanik aber glücklicherweise an den richtigen Stellen verbessert. Die Zonenverteidigung funktioniert deutlich besser, die Abwehrspieler sind auch ohne menschliche Kontrolle intelligent und der komplette Spielablauf wurde etwas realitätsnäher gestaltet. Dreier von der Mittellinie sind nun eine Seltenheit, die Fouls werden akkurater gepfiffen und ein Alley-Oop auch schon einmal abgefangen. Dennoch besticht der Titel noch durch schnelle Basketballaktion, vor allem nach Steals, die nun aber ohne Taktik nicht mehr auskommt.
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