Gesamtwertung91%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Letztes Jahr wurden die rennbegeisterten Spieler mit Need for Speed: Underground beglückt. Das Game wurde unglaublich gehyped und verkaufte sich auch wie warme Semmeln. Doch fehlte es dem Spiel leider an den entscheidenden Ecken und Kanten. Ob sich die Jungs von EA beim zweiten Teil derer entledigt haben, erfahrt Ihr in unserem Review.
Herzstück von NFS: Underground 2 ist wie im Vorgänger der Karriere-Modus: hierbei fangt Ihr als ruhmloser Rennfahrer ganz unten auf der Karriereleiter an und arbeitet Euch im Laufe des sehr umfangreichen Spiels immer weiter nach oben, bis jeder Möchtegern-Raser Euren Namen kennt. Eine echte Story gibt es nicht, dies tut dem Spaß jedoch keinen Abbruch.
Beim Karrieremodus scheinen sich die Entwickler ein wenig in GTA verguckt zu haben, denn nun werdet Ihr nicht von einem Rennen zum Nächsten gescheucht, sondern könnt Euch in einer riesigen Stadt die Aufträge einfach selber aussuchen. Was anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, entwickelt sich im Laufe des Spiels jedoch zu einer wahren Spielspaßbombe. Auf der Karte außerdem verzeichnet sind Lackier- ,Tuning- und Karosserieshops.
Wenn Ihr schon immer davon geträumt habt, einen Wagen nach Belieben nicht nur mechanisch, sondern auch optisch zu tunen, dann ist NFS: Underground 2 Euer Spiel. Es ist schier unglaublich, wie man seine Kisten individuell verbessern und verschönern kann.
Neben den üblichen Tuning-Schmankerln wie bessere Fahrwerke, Getriebe und Motoren gibt´s, wie im Vorgänger, die gar nicht lustige Lachgaseinspritzung, die Euer Gefährt um einiges beschleunigt.
Karosseriefetischisten werden ebenfalls ihre helle Freude bei diesem Titel haben: Spoiler, Felgen, Dachspoiler, Rückspiegel, Motorhauben und Seitenschürzen sind nur ein kleiner Auszug aus dem reichhaltigen Angebot.
Und wenn Euch das noch nicht reicht, dann dürft Ihr sogar die Geschwindigkeitsanzeige im Spiel optisch verändern. Oder wie wäre es mit fetten Bassboxen, Flachbildschirmen oder Nitroflaschen im Kofferraum?
Diejenigen, die sich den absoluten Kick geben wollen, bauen ihrer Karre zudem noch nach oben aufgehende Türen, sich teilende Motorhauben oder andere Glasfolien ein.
Es macht einfach gerade zu süchtig, jedes kleine Detail am Wagen zu verändern, und bereits nach zwei bis drei Stunden baut man eine richtige Beziehung zum Wagen auf und freut sich auf jedes neu ergatterte Tuningteil wie ein Schuljunge auf die Zuckertüte.
Der größte Kritikpunkt am ersten Teil war der fehlende Netzwerkmodus und EA hat die Stimmen der Spielergemeinde erhört: bei Underground 2 gibt es einen geradezu fantastischen LAN-Modus! Rennen machen in keinem Spiel mehr Spaß als hier.
Es macht einfach mordsmäßigen Gaudi, mit seinem Liebling gegen Kumpels anzutreten und mit der Karre zu protzen, sich Sprüche an den Kopf zu werfen und sich dann in den Rennen durch gegenseitiges Gerangel gegen Pfeiler oder entgegenkommende Fahrzeuge zu rammen, und danach herzlich zu lachen. Mehrspielerfreunde werden also bestens bedient.
Grafisch ist Underground 2 langsam verbesserungswürdig, fährt aber dennoch locker in der oberen Klasse mit und verwöhnt den Spieler mit einem regelrechten Rausch an unterschiedlichen Farben, Lichtern und Formen.
Der Detailgrad der Texturen könnte besser sein, ist aber akzeptabel und gibt keinen Anlass zu großer Kritik. Der Motion-Blur-Effekt beim Nitroboost ist hingegen wie schon im ersten Teil einfach genial und vermittelt ein großartiges Geschwindigkeitsgefühl. Positiv zu bemerken ist zudem noch die hohe Weitsicht, die sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn man sich die weite Umgebung zur Abwechslung mal in Ruhe zu Gemüte führt. Ausserdem gibt´s keine ärgerlichen Pop-Ups oder Clipping-Fehler. Hervorragend.
Vor allem beim Sound merkt man, dass hier echte Experten am Werke waren: neben den fantastischen Motoreneffekten, bei denen man auch Differenzierungen je nach Motorart feststellen kann, bietet das Spiel auch in der deutschen Version eine gute Synchronisation. Doch in einem Punkt haben andere Rennspiele in Underground 2 ihren Meister gefunden, und zwar ist das der großartige Soundtrack.
Selten waren Musikstücke in einem Spiel so rockig, so fetzend und noch nie wurde man so zum Mitsingen gezwungen wie hier. Neben echten Größen wie Pimpmaster Xzibit und Snoop Dogg bietet die Musikbandbreite auch Crossover-Highlights wie Nobody von Skindred oder den hervorragenden Celebration Song von Unwritten Law. Kurzum: akustisch ist das Spiel eine Wucht und fast schon alleine wegen der Musikstücke sein Geld wert.
Need for Speed: Underground 2 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Electronic Arts?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.