Gesamtwertung62%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungAusreichend |
Endlich sind auch auf dem PC die Dämonen des Dämonenkönigs Oda Nobunaga los! Diesen etwas verwunderlichen Umstand haben wir einem besonderen Deal zwischen Ubisoft und Entwickler Capcom, der am 1. Februar offiziell in einer Pressemitteilung bekannt gegeben wurde, zu verdanken. In dieser verkündete Ubisoft, dass mit dem Entwickler Capcom ein Vertrag abgeschlossen wurde, der regelt, dass Portierungen von Devil May Cry 3: Dantes Erwachen, Resident Evil 4 und Onimusha 3: Demon Siege für den heimischen PC veröffentlicht werden können. Während Devil May Cry 3 und Resident Evil 4 erst im späteren Jahresverlauf erscheinen sollen, macht Onimusha 3 den Anfang und stellt sich hier nun dem Härtetest.
Zwei Krieger, zwei Welten. Ein Samurai im heutigen Paris und ein Militarist im mittelalterlichen Japan. Gemeinsam erleben beide ein episches Abenteuer, das sie durch 500 Jahre Geschichte führt und das zudem die Grenzen zwischen Raum und Zeit bricht.
Samanosuke Akechi, der 47 jährige Samurai ist der Neffe von Mitsuhide Akechi, einem General, der einst im Dienste des Tyrannen Oda Nobunaga stand. Dank der Oni-Kraft, die in Samanosukes Adern fließt, ist er nicht gealtert, sondern ist nach wie vor jung und vital. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten im Schwertkampf und seiner langjährigen Erfahrung im Dienste der Samurai ist er von fast allen Dämonen gefürchtet. Er wird von Takeshi Kaneshiro gespielt, den vielleicht einige schon durch diverse Werbespots von bekannten Herstellern wie Mitsubishi oder Ericsson kennen und der zuletzt im Kinofilm House of the Flying Daggers zu sehen war.
Der 36 jährige Jacques Blanc ist Mitglied des 29. Sonderkommandos des französischen Verteidigungsministeriums. Er ist äußerst athletisch, zudem hochintelligent und außerdem ein exzellenter Kämpfer. Jacques wird vom Schauspieler Jean Reno gespielt, der durch seine Rollen in Leon der Profi, Ronin, Godzilla und Die purpurnen Flüsse eigentlich jedem bekannt sein dürfte.
Ihr schlüpft also in die Rollen dieser zwei außergewöhnlichen Charaktere und kämpft euch in bekannter Onimusha-Tradition durch zwei verschiedene Welten und zahlreiche Genma-Krieger. Ebenfalls durch die Vorgängerteile bekannt ist das aufsammeln von Seelen, welche bezwungene Widersacher hinterlassen. Mit diesen können die Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände aufgewertet werden, damit diese mehr Schaden anrichten oder besseren Schutz bieten. Kommen wir nun aber zu den Neuerungen, die der dritte Teil zu bieten hat. Die Aufmachung von Onimusha 3 wird euch diesbezüglich als erstes auffallen. Waren in den beiden PlayStation 2-Prequels noch vorgerenderte und unflexible Hintergründe an der Tagesordnung, so bekommt ihr hier erstmals das Spielgeschehen in Echtzeit-3D geboten. Das neue grafische Gewand kann sich demnach durchaus sehen lassen und wirkt zudem viel lebendiger und auch dynamischer. Auch die PC-Umsetzung braucht den optischen Vergleich mit der PS2-Version nicht zu scheuen, zumal die meisten Texturen nun geschmeidiger wirken als beim PlayStation 2-Pendant. Gründlich überarbeitet wurde auch die Steuerung. Samanosuke und Jacques lassen sich nun ganz geschmeidig über den Analog-Stick durch die lebendige Spielwelt steuern, auf eine frei schwenkbare Kamerasteuerung hat man jedoch leider erneut verzichtet. Das ist zwar nicht weiter tragisch, denn die feste Kamera hat eigentlich fast immer alles im idealen Blickwinkel, trotzdem werden einige Spieler diese Funktion vermissen.
Ist sie mit einer blauen bekleidet, könnt ihr gegnerische Seelen schneller einsaugen und mit einer lilafarbenen Weste verbraucht ihr bei einem Spezialangriff nur noch die Hälfte Eurer Magiepunkte. Allerdings kann Ako die Westen erst tragen, wenn ihr die dafür notwendigen Eco-Spirits eingesammelt habt.
Auf den ersten Blick mag Onimusha 3 zwar gewohnte Hack&Slay-Kost bieten, es steckt aber weitaus mehr Potenzial in diesem Titel. Die Kämpfe garantieren euch nämlich jede Menge taktischen Freiraum und Abwechslung wird euch zwischendurch mit kleineren Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen geboten. Beispielsweise müsst ihr zuerst ein Schieberätsel lösen, um Kisten mit wertvollem Inhalt öffnen zu können. An anderen Stellen im Spiel müsst ihr unter anderem eine korrekte Tastenkombination eingeben, um aus einer Falle zu entkommen. Zugegeben, das erfordert zwar nicht wirklich viel Hirnschmalz, trotzdem lockert es die actionlastige Atmosphäre ungemein auf und sorgt zudem für einen hohen Unterhaltungs- sowie Abwechslungswert.
Glücklicherweise hat man nach wie vor Wert auf die akustische Seite des Spiels gelegt. Diese präsentiert sich genau wie beim PS-Ableger mit einem dicht gewebten Klangteppich, harmonischen asiatischen Musikstücken und einer erstklassigen englischen Synchronisation, die mit den gleichen Sprechern und deutschen Untertiteln aufwartet. Zumindest hat man hier alles richtig gemacht.
Kurz gesagt: Wer in Erwägung zieht, vor der Veröffentlichung von Onimusha 4 Dawn of Dreams, das bereits Mitte März erscheinen soll, sich den dritten Teil der Serie zuzulegen, dem möchte ich zur älteren PS2-Version raten. Die ist nämlich seit langem zum gleichen Preis erhältlich, ist technisch eindeutig stärker und lässt auch mehr Spielspaß aufkommen.
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Onimusha 3 im Test.
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