Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Schicke Schreckensherrschaft...
Overlord mag zwar nicht mit anderen Optikgrößen mithalten können, zaubert aber immer wieder ein Grinsen auf das Gesicht des Spielers, wenn es um die durchaus witzigen Animationen und Designs der Charaktere und Figuren geht. Vor allem die flinken Schergen unseres Alter Egos wuseln wie verrückt durch die Szenerie. Auch die neuen, abwechslungsreich gestalteten Außen- und Innenlevels wissen zu begeistern. Einziges Manko: Allzu viel neue Effekte oder großartige Verbesserungen bringt Raising Hell in grafischer Hinsicht leider nicht mit.
Ein bisschen Spaß muss sein...
Die absoluten Highlights sind zweifelsohne die zynischen und tonmäßig extrem schräg geratenen Kommentare Eurer Gefolgschaft. Auch in der deutschen Fassung wachsen die kleinen Kerle schnell ans eigene, bitterböse Herz. Während die Effekte oft etwas unspektakulär daherkommen, kann die passende Musikuntermalung wieder zufrieden stimmen.
Locker wie eine angetrunkene Bordsteinschwalbe
Overlord wird wie ein typischer Third-Person-Titel mit den Richtungstasten und der Maus gesteuert. Grund zur Kritik gibt es nicht, zumal auch die Befehle locker von der Hand gehen. Wahlweise könnt Ihr auch das Gamepad zur Hand nehmen.
Wieso erst so ein Aufwand?
Frechheit: Raising Hell gibt es bisher nur in Verbindung mit dem Hauptprogramm in einer Metalcase zu kaufen. Zweite Frechheit: Um die neuen Features und Levels des Addons überhaupt nutzen zu können, müsst Ihr erst Overlord durchspielen. Danach verbreitet Ihr nach wie vor Schrecken in den bereits bekannten Umgebungen, mit dem netten Unterschied, dass alles wesentlich düsterer aussieht, als Ihr es bisher zu Gesicht bekommen habt. Kein Wunder, schließlich sind die neuen Szenerien höllische Abbilder der Original-Locations. Für Overlord-Veteranen gesellt sich zudem der frische Schwierigkeitsgrad legendär hinzu, der aber nur für absolute Könner interessant sein dürfte. Ansonsten blieb abgesehen von den neuen Schmiedeformeln alles beim Alten: Als furchtbarer Befehlsherr über eine sich stetig vergrößerende und besser werdende Schar von kleinen Fieslingen unterjocht Ihr vorrangig aus der Defensive unbeugsame Ortschaften - auf Wunsch könnt Ihr natürlich auch mitkämpfen. Die KI Eurer Schergen ist dabei durchweg in Ordnung, auch wenn nach wie vor kleinere Wegfindungsprobleme unangenehm auffallen. Schade: Viel Variation vom bekannten und mit der Zeit etwas monotonem Gameplay bietet auch Raising Hell nicht.
Fordernd, aber fair...
Anfänger wie Profis werden nach wie vor behutsam an der Hand geführt und in die grundlegenden Spielprinzipien eingewiesen. Nichts zu meckern also.
Geteilter Spaß am PC...
Der Splitscreen-Modus, der Raising Hell als auf der Verpackung vermerktes, neues Feature beiliegt, ist alternativ auch als Update für das Hauptprogramm zu haben. Hinzu gesellen sich noch insgesamt acht neuen Maps, auf denen Ihr Euch austoben dürft. Auf einer dieser Karten dürft Ihr zudem mit einem Freund kooperativ böse gegen Minotauren, Trolle & Co. agieren. Den gesamten Einzelspielermodus könnt Ihr zusammen jedoch nicht bestreiten.