Paraworld bei der Games Academy

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Sunflowers
Entwickler
SEK Ost
Erscheinungsdatum
-
Genre
Strategie
USK
-
Paraworld bei der Games Academy [PC , Justgamers]

Paraworld bei der Games Academy

Das knapp 30 Personen starke Testerfeld, dass sich aus den Studenten der Lehrgänge wie Game Design oder Game-Art & Animation zusammensetzte, hatte für knapp vier Stunden die Gelegenheit, einige auserwählte Singleplayer- und Multiplayer-Karten anzutesten.

Da nicht jeder Tester ein ausgemachter Strategie-Fan oder Hardcore-Daddler war, teilte man die Freiwilligen vorab in Gruppen für Anfänger und Fortgeschrittene/Profis des Genres auf.

Bereits zu Beginn gab es jedoch kleinere Probleme, die Paraworld-preBeta auf allen Rechnern zum Laufen zu bringen.

Hektische Betriebsamkeit kam auf, denn eigentlich hätte die Testsession ja bereits beginnen sollen. Obwohl sich einige Studenten bereits Gedanken über die Stabilität der Testversion machten, hatte Julian Dasgupta von SEK-Ost das Problem bereits erkannt: „Die pre-Beta ist eigentlich komplett stabil. Das Problem sind die teilweise nicht mehr ganz so aktuellen Grafikkarten-Treiber und DirectX-Versionen auf den Rechnern.“.

Und tatsächlich, einige Minuten später flimmerte auf allen Monitoren das Paraworld- Hauptmenü. Schon nach wenigen Spielminuten konnte sich Tester Jens Korboyer ein Bild von Paraworld machen: “Die Grafik ist geil! Die Welt ist wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet und es gibt immer was zu entdecken. Und die Helden sind keine x-beliebigen Militäreinheiten. Und die Dinos… wieso ist da bislang noch keiner auf die Idee gekommen?“

Doch er hatte auch kritische Anmerkungen. So hatte er anfangs leichte Orientierungsschwierigkeiten mit der Steuerung, auch der Army Controller war für ihn nicht selbsterklärend. Markus Steffen bringt es auf den Punkt: „Da braucht man wohl noch ein Tutorial.“

Spielen lernen

SEK-Ost-Mitbegründer Thomas Langhanki kann beruhigen: “Paraworld wird eine Art zweigeteiltes Tutorial haben. Eines für absolute Anfänger und eines, das schnell die allgemeinen Funktionen des Spieles rüberbringt. Letzteres wird im ersten Level des Spieles untergebracht.“

Thomas Wollenzin hingegen findet sich mit dem Army Controller sofort zu recht und auch die Grafik von Paraworld, besonders die Animationen der Dinosaurier, hat ihn begeistert.Während die Genre-Neulinge von der Komplexität der Steuerung teilweise verwirrt wurden – ein Handbuch gab’s ja nicht - hatten besonders die Tester mit überdurchschnittlich viel Echtzeitstrategie-Erfahrung hier und da noch etwas anzumerken, denn ihnen war die Steuerung nicht umfassend genug. So fanden sie den Army Controller zwar durchweg gelungen, aber das eine oder andere Feature galt in ihren Augen als noch zu unausgegoren.

Joringel Roller beispielsweise war von Paraworld begeistert und führte sofort eine seitenlange Liste von Strategie-Spielen – von den Total War-Titeln bis hin zum Warhammer-Spiel – auf, die er bereits ausgiebig gezockt hatte. Allerdings hatte auch er einen Kritikpunkt: “Schade, dass Paraworld ein auf 52 Einheiten begrenztes Limit hat. Damit sind groß angelegte Schlachten oder das Schneiseschlagen durch eine feindliche Armee leider nicht mehr möglich.“

Da die Studenten nach dem Testparcours die Möglichkeit hatten, ihre Kommentare, Bugsichtungen auf einem Benotungsbogen zu hinterlassen, konnten die Paraworld-Macher mit reichlich Erkenntnissen wieder in ihre Büros zurückkehren, um dort die gesammelten Informationen auszuwerten.Grundsätzlich war die Grundstimmung bei den studentischen Testern jedoch sehr hoch. Ein Spiel, das alle zufrieden stellt, wird es nicht geben, daher sind kritische Stimmen vorprogrammiert. Nichtsdestotrotz war der Anteil der Tester, die das Spiel in Superlativen wie super, wunderschön, oder schlicht Wow! beschrieben, überdurchschnittlich hoch. Gesprächsbereit

JustGamers hatte auch kurz die Gelegenheit, mit dem Games Academy-Geschäftsführer Thomas Dlugaiczyk einige Worte zu wechseln. Für ihn sind solche Besuche von Developern immer eine willkommene Ergänzung des Lehrplanes und wundert sich ganz offen, wieso nicht mehr Entwickler die Chance nutzen, bei der Games Academy vorbei zu schauen.

Auf die Frage, ob die Games Academy potentielle Killerspiel-Entwickler ausbilde, konnte Thomas Dlugaiczyk nur verächtlich schnaufen. Außerdem befürchtet er, dass allein die Diskussion um solche Verbote die Jugend in eine politik- und Politikerfeindliche Position bringen. “Und letztlich bringt solch ein Verbot doch gar nichts. Die Kids ziehen sich die Spiele, die sie wollen, dann halt aus dem Netz. Soll das Internet dann auch erst frei ab 18 sein?“

Paraworld bei der Games Academy [PC , Justgamers]

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