Das größte Gehäuse der Baureihe ist auf den ersten Blick sehr voluminös, und auch wenn man ins innere schaut stellt man fest, dass mehr Platz vorhanden ist als notwendig. Das V2000 ist nichts für LAN-Party Gänger oder Leute die den PC auf Ihrem Schreibtisch stehen haben wollen. Mit Aufnahmekapazitäten für Extended ATX und WTX Boards, 7 5¼ Zoll Einschüben und der Möglichkeit, Servernetzteile einzubauen richtet sich das Gehäuse eher an Server Besitzer.
Aber auch an die normalen User wurde gedacht, Mit dem V1200 steht ein Miditower zur Verfugung, welcher nur 5 Einschübe enthält sowie kein redundantes Netzteil erlaubt, und als kleinster Ableger ist das V1000 zu haben, welches nur normalen ATX Boards Platz bietet. Die Preise beginnen bei ca 350,- und gehen über 300,- für das V1200 bis zu 250,- für das V1000.
Maße: 21cm Breit, 62cm hoch und 63cm tief7x Laufwerksschächte, von denen eines für ein Floppy gedacht ist, sowie eine CD-Rom Blende welche mit allen handelsüblichen optischen Laufwerken mit Auswurfknopf auf der linken Seite kompatibel sein soll12 Schächte für interne 3½ Zoll LaufwerkeEin 120 mm Lüfter in der FrontEin 120 mm Lüfter sowie 2 Vorrichtungen für 80mm Lüfter an der Rückseite
Generell ist das Gehäuse aufgrund des Lochblechs sehr luftig. Für Kühlungsfreaks ist das optimal, für Noisless Fetischisten werden wir das im Verlauf des Tests noch sehen. Allerdings sollte man nun von Zeit zu Zeit mit einem Staubsauger durchs Gehäuse gehen, da sich aufgrund der Luftzirkulation durchaus Staub ansammelt.
Die oberste Laufwerksblende ist bereits für den Einbau eines optischen Laufwerkes vorgesehen. Dies klappte auch mit unserem MSI-DVD Brenner perfekt. Darunter sind 5 normale Blenden, welche nicht geschraubt sondern nur gesteckt sind, und somit beim Transport schon mal in Schieflage geraten können. Allerdings besteht die Möglichkeit, diese Verschraubung nachzuholen.
Das untere Blech ist für den Einbau eines Diskettenlaufwerkes vorgesehen. Leider wird keine Ersatzblende mitgeliefert, so dass auch diejenigen welche aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Bootmöglichkeiten über USB nur noch auf einen USB Stick setzen mit der großen Öffnung in der Front leben müssen.
Unter dem Laufwerk findet sich der sauber eingepasste An / Aus Knopf sowie 2 Status LEDs.
Ganz unten befinden sich eine Handvoll Anschlüsse: 2 x USB 2.0, Kopfhörer, Mikrofon und Firewire werden hier nach außen geführt. Alles ist sehr detailverliebt ins Gehäuse Design eingebunden.
Das Gehäuse steht auf 4 Rollen, welche ebenfalls aus Aluminium sind, und sich arretieren lassen. Von weitem betrachtet ist das Gehäuse fast viereckig, und da Festplatten quer eingebaut werden ist es auch deutlich breiter als normale Gehäuse. Alles in allem dürfte das Gehäuse Meister in der Klasse umbauter Raum sein.
Die Rückseite zeigt nun erste elementare Änderungen im Vergleich zu sonstigen ATX Gehäusen: Das Netzteil wandert nach unten, und die PCI Steckplätze des Boards werden nach oben gedreht. Dies hat zur Folge, dass das Board über Kopf eingebaut werden muss.
In der Mitte des Gehäuses ist ein Schallfänger vor dem 120 mm Lüfter angebracht, direkt über dem Netzteil ist die Vorrichtung für die 80 mm Lüfter.
Die untere Blende kann getauscht werden, um den Einbau eines redundanten Netzteiles zu ermöglichen, allerdings muss die Slotblende separat erworben werden.
Oben am Gehäuse befindet sich auf beiden Seiten ein Verschluss. Einfach die Rändelschraube mit den Fingern lösen und die kleine Metallplatte nach hinten ziehen, anschließend kann das komplette Seitenteil einfach abgenommen werden.
Damit ist das Gehäuse in zwei Thermische Zonen eingeteilt. Die obere hat einen Lüfter an der Rückseite, welcher Luft aus dem Gehäuse befördert, die untere Zone hat links einen Lüfter welcher direkt auf die Festplatten zielt und auf der anderen Seite die Vorrichtungen für Lüfter welche die warme Luft wieder herausbefördern.
Der Lüfter lässt sich abnehmen um einen eingebauten Staubfilter zu tauschen bzw. zu reinigen. Wie sinnvoll ein Staubfilter bei einem gelochten Gehäuse ist mag jedem selber überlassen sein.
Anschließend werden die Festplatten ins Gehäuse geschoben
Und die Plastikriegel geschlossen
Allerdings ist bei der maximalen Entfernung festplatte / Board durchaus auf ausreichend langes Kabel zu achten. Wie auf dem Bild zu erkennen wird es ganz schön knapp, und kann nur unter Spannung verlegt werden wenn alles ausgenutzt wird.
Aber da Boards mit 12 SATA Anschlüssen noch in recht weiter Ferne liegen, und heute noch Server mit so vielen internen Laufwerken meistens mit SCSI ausgestattet sind, sollte das kein unlösbares Problem darstellen.
So ist der Halter doch nicht einfach zu entfernen
Von unten wird das Board mittels kleiner Metallhaken gehalten, in die dann von oben wie bei einem klassischen Gehäuse Schrauben gedreht werden.
Der Kartenhalter selber ist für Leute die mit diesem Gehäuse auf LAN-Partys gehen sicherlich interessant, da er ein verrutschen der Karten sicher verhindert. Für ein Servergehäuse welches eh nie bewegt wird macht er wenig Sinn, da die Karten wie im normalen Gehäuse auch am Slotblech verschraubt werden. Das die Karten dabei um 180 Grad gedreht sind tut der Stabilität keinen Abbruch. Einziger Haken dabei ist, dass z.B. Zalman seine Heatpipe für Grafikkarten nicht für den Betrieb mit der GPU nach oben freigegeben hat. Daher muss man sich für lautlose Kühlungen dann etwas anderes einfallen lassen.
Das für Zwei Laufwerke Blenden mitgeliefert werden ist schön, dass die Blenden nur gesteckt sind und keine Ersatzblende für die mit dem Loch für das Diskettenlaufwerk wieder weniger.Einen Resetknopf vermissen wir auch.
Innen haben wir dann wieder eine Mischung aus klassischen Dingen wie z.B. die Schraubenmontage der Laufwerke und innovativen Ideen wie z.B. der Festplattenmontage. Die Karten Arretierung ist für die meisten Nutzer nicht sinnvoll, stört aber alle beim Einbau. Des Weiteren können die Kabelstrecken sehr lang werden.
Dennoch gehört das Gehäuse alles in allem zu den führenden Gehäusen am Markt. Alleine das Platzangebot welches nur mit gigantisch beschrieben werden kann und die neuen Ideen bzgl. der Zonen Aufteilung machen es zu einem idealen Begleiter für alle Bastler. Bastler sollte man allerdings auch sein, da eine Schalldämmung kaum gegeben ist, und man daher leise Komponenten verwenden muß um ein ruhiges System zu erhalten. Wasser Kühlung ist natürlich optimal, schön wäre noch eine Unterbringungsmöglichkeit für einen Radiator.
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