Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Freunde des subtilen Horrors aufgepasst: Mit Penumbra: Im Halbschatten Episode 1 hat sich ein Spiel seinen Weg von der kostenlosen Technologie-Demo zum günstigen Mystery-Adventure gebahnt, das fast durchweg in seinen Bann zieht. Warum wir beim Zocken soviel Schiss hatten, erfahrt Ihr natürlich nur in unserem Review!
Hier kann nicht mal die Super-Nanny helfen...
In der ersten Episode von Penumbra: Im Halbschatten schlüpfen wir in die Rolle des Physikers Philipp, der nach dem geheimnisvollen Tod seiner Mutter einen mindestens ebenso mysteriösen Brief seines tot geglaubten Vaters erhält. In diesem Brief fordert er unseren Protagonisten auf, mit einem beigelegten Schlüssel das passende Schließfach zu öffnen, in dem ein Buch aufbewahrt wird.
Eben dieses Buch sollen wir ohne hintergründige Fragen auf schnellstem Wege vernichten. Gesagt, getan. Oder doch nicht? Philipp ringt sich dazu durch, in dem angeblich gefährlichen Schriftwerk zu blättern und stößt dabei auf Koordinaten, die ihn schließlich nach Grönland führen. Ab hier darf der Spieler ins Geschehen eingreifen.
Penumbra: Im Halbschatten ist ein Ego-Adventure, dass uns auf eine Reise rund um mysteriöse Zeichen, dunkle Geheimnisse und gefährliche Kreaturen schickt. Den Großteil der ersten Episode befindet man sich in einer unterirdischen Mine, ergo: Das Spiel lebt von ausgedehnten Gruseleffekten in der alles umgebenden Dunkelheit.
Physik mit Pfiff
Eine nicht zu unterschätzende Survival-Komponente floß genauso stark ins Gameplay ein, wie teils knackige Rätsel, die vor allem mithilfe der Physik-Engine gelöst werden können. Gelangen wir zum Beispiel an eine bestimmte Stelle nicht hin, bauen wir uns einfach aus Holzbrettern eine kleine Brücke. Genauso müssen robuste Kisten zerstört werden, die aber mit einem einfachen Gegenstand nicht zu schaffen sind. Was tun wir also? Wir schubsen die Kiste ein tiefes Loch hinunter und freuen uns am Boden, dass diese durch den Aufprall zerberstet wurde.
Innovativ an Penumbra ist vor allem seine Steuerung. Will man beispielsweise eine Tür öffnen, agiert man mit der Maus wie im echten Leben: Bewegt man sie nach vorne, öffnet man diese immer und immer weiter. Das Gleiche gilt in umgekehrter Weise auch für das Schließen von Türen und Schränken.
Steuerungsmacken, muss das sein?
Etwas unglücklich wurde diese jedoch für Kampfhandlungen umgesetzt: Habt Ihr eine Waffe in Eurer Hand, müsst Ihr bei herannahenden Gegnern beim Ausholen die linke Maustaste gedrückt halten, die Maus dann nach links ziehen und dann zum eigentlichen Schlag wieder nach rechts ziehen.
Das kostet viel Zeit und verringert zudem bei den recht flinken Feinden die Trefferwahrscheinlichkeit. Eine Alternativlösung ist hier jedoch das einfache Draufhauen ohne vorheriges Ausholen, was im Optionsmenü jederzeit konfiguriert werden kann. Jedoch gibt es auch hier immer noch Unstimmigkeiten in der Genauigkeit.
Unsere Feinde sind übrigens keine Menschen, sondern vielmehr dämonische Kreaturen, wie zum Beispiel Killerhunde oder auch gitftige und überdimensionierte Spinnen, die unserem Alter Ego an den Kragen wollen. Wir sind gespannt, mit was für Gegnern man sich in den zwei folgenden Episoden herumzuschlagen hat.
Die Devise heißt bei Sichtkontakt: Flucht ergreifen, koste es was es wolle! Die offene Konfrontation ist nur in den seltensten Fällen zu empfehlen. Vielmehr ist es ratsam, sich ständig im Schutz der Dunkelheit von Stelle zu Stelle zu bewegen.
Ha ha, du kriegst mich nicht!
Wer jetzt denkt es würde ausreichen, die Tür hinter sich zu schließen, irrt gewaltig. Nach ein paar Stößen sind auch gut gepanzerte Türen futsch, schwere Tonnen als zusätzliche Barrikade verzögern zwar den Durchbruch, verhindern ihn letztendlich aber nicht. Daraus ergibt sich ein Gefühl der ständige Bedrohung, das sich hinsichtlich seiner Intensität durchaus mit Resident Evil 4 hier agierten die Feinde ähnlich messen kann. Seid Ihr doch einmal verwundet, genügt ein Blick aufs Inventar und schon könnt Ihr Schmerzmittel zu Euch nehmen, die Eure Gesundheit auffrischen.
Andernfalls tut es auch in begrenztem Maße eine Weile Ruhe in einer schattigen Ecke, bis sich Philipps Gesundheit regeneriert. Eine freie Speichermöglichkeit gibt es allerdings nicht, dafür aber Checkpoints, die immerhin recht ausreichend vorhanden sind.
Im Inventar finden neben Eurer Taschenlampe auch noch andere dringend benötigte Lichtquellen ihren Platz. So zum Beispiel genügend vorhandene Leuchtfackeln, die jedoch nach kurzer Zeit den Geist aufgeben. Schusswaffen gibt es in Penumbra nicht, stattdessen finden sich Nahkampfwaffen in Eurem Inventar ein.
Nette Optik, fantastischer Sound...
Grafisch kann die erste Episode mit Abstrichen überzeugen: Nette Licht- und Schatteneffekte verwöhnen das Auge genauso wie die wirklich gelungene Physik-Engine, von der das ganze Spiel lebt. Etwas meckern müssen wir beim eher durchschnittlichen Design der Kreaturen, den minimalistischen Explosionen und den sich recht stark ähnelnden Umgebungen. Erspäht dann doch einmal eine Kreatur unser virtuelles Antlitz, hilft es nur, die Beine in die Hand zu nehmen. Akustisch zieht Penumbra hingegen alle Register, um auf das Nervenkostüm zu schlagen: Unheimliche Effekte wie Kratzgeräusche oder ein finsteres Grollen wechseln sich quasi im Minutentakt ab. Das wird nicht langweilig, sondern unterhält auf gruselige Art und Weise. Die dezente Musik untermalt das Geschehen dabei perfekt, auf eine ausgedehnte Synchronisation kann man sich jedoch nicht einstellen.
Lässt man optische und steuerungsbedingte Macken beiseite, ist Penumbra##zitat| ein absolutes Muss für Survival-Horror-Freaks und solche, die es werden wollen. Vor allem der gelungene Einsatz der Physik gefällt. Was bleibt mir noch zu sagen? Ich will mehr davon, wo bleiben die zwei ausstehenden Episoden?
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Penumbra: Im Halbschatten im Test.
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