Gesamtwertung43%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Im Tierreich herrscht Streit. Grund ist wiedereinmal ein Wettstreit unter den Tieren, bei dem jedes von sich behauptet, es sei das Beste. Darum wagen sich alle Vertreter der Tiere auf den Fußballplatz, um ein für alle mal den wahren König unter sich ausfindig zu machen. Wir haben uns Techlands Pet Soccer etwas genauer angeschaut und sagen euch, für wen sich der Arcade-Kicker lohnt.
Im Tierreich ist die Hölle los
Die Bundesliga neigt sich dem Ende zu, die Weltmeisterschaft im eigenen Lande lässt noch 3 Jahre auf sich warten und Electronic Arts´ Fifa 2004 befindet sich nach wie vor noch einige Monate in Entwicklung.
Was also soll man als Fan des runden Leders diesen Sommer nur machen? Der polnische Entwickler Techland bringt hier Abhilfe. Mit ihrem arcadelastigen Pet Soccer erscheint in den nächsten Tagen ein Fußballspiel der etwas anderen Art.
Anstatt mit elf Männern in kurzen Hosen über das saftige Grün zu wetzen, könnt ihr diesmal sieben tierische Spieler auf den Acker schicken. Zugegeben, wahren Fans mutet diese doch etwas eigenwillige Interpretation ihrer Religion etwas komisch an, bringt aber durchaus frischen Wind ins Genre.
Unter den Tieren dieser Erde herrscht Unruhe. Nach ihrem Wettkampf im mehr oder weniger erfolgreichen Pet Racer, welches ebenfalls von Techland entwickelt wurde, streiten sich die haarigen und gefiederten Freunde erneut, wer von ihnen der Beste sei. Prompt rufen sie einen Wettkampf aus und veranstalten ein Fußballtunier unter allen Vertretern der Tierwelt.
Mit von der Partie sind dabei unter anderem die Schildkröten vom FC Turtelona und die Stiere vom Bullrusia Dortmund.
Wie ihr seht mangelt es Pet Soccer dabei nicht an der nötigen Prise Wortwitz, welcher sich auch bei den Spielernamen fortsetzt - teils gelungen, teils leider auch, gerade für ältere Spieler, ziemlich albern. Hier sieht man das Techland mit Pet Soccer deutlich auf das jüngere Publikum abzielt.
Wer sich von Pet Soccer ein waschechtes Fußballspiel erhofft, sollte in Laden besser die Finger davon lassen. Vielmehr bekommt man für seine knapp 15 einen einfachen, arcadelastigen 'Funsporttitel' für Zwischendurch.
Geboten werden zwei Spielmodi, die sich aus einem einfachen Einzelspiel und sieben verschiedenen Meisterschaften zusammensetzen, in denen über 15 unterschiedliche Fußballplätze und alle Teams freigespielt werden können. D
abei tretet ihr jedes mal mit einer von 12 unterschiedlichen tierischen Mannschaften an (Lyon Lions, Shalke Sharks, Turtelona, Wisla Gorilakov, Deportivo La Chickena, Dynamo Tiranosaurus, Froggen Leverkusen, Giraffinaikos, Ajax Panterdam, AS Robots, Bearchester United, Bullrusia Dortmund), die sich in Sachen Stärke, Genauigkeit und Reflexe unterscheiden.
Damit das ganze auf dem Platz auch Fair bleibt, halten sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Teams praktisch jedoch in Grenzen. Ohnehin kommt es in Pet Soccer kaum auf die Stärke des Teams oder das eigene Können an, da der Schwierigkeitsgrad sowie der komplette Auftritt des Spiels doch merklich an jüngere Spieler angepasst wurde.
Dies schlägt sich auch in der einfachen Steuerung nieder, die ohne weiteres sofort zu beherrschen ist. Natürlich lässt die unkomplizierte Bedienung dabei nicht viel Raum für ausgefeilte Tricks und spektakuläre Aktionen auf dem Spielfeld, reicht aber allemal aus, um den Ball ins Tor zu befördern.
Für die nötige Abwechslung sorgen hin und wieder sogenannte Super Kräfte, die eurer Mannschaft für kurze Zeit besondere Fähigkeiten verleihen. Um den Super Kräfte Balken aufzuladen, müsst ihr allerdings gut genug spielen und öfters auch aufs gegenerische Tor schießen.
Techland verschaffte sich in erster Linie einen Namen mit ihrem Vorzeigeshooter Chrome, der durch eine eigens entwickelte Grafik-Engine zu überzeugen weiss.
Grafisch spielt dieser zwar in einer ganz anderen Liga als Pet Soccer, hat allerdings mit dem tierischen Kick mehr Gemeinsamkeiten als man auf den ersten Blick glauben mag.
Wie alle Spiele von Techland nutzt auch Pet Soccer die leistungsstarke Chrome-Engine, von der leider im Endeffekt nicht viel übrig bleibt. Die Grafik kann zwar mit einer witzigen Cartoon-Grafik überzeugen, hat allerdings in Sachen Texturen und Animationen das Nachsehen.
Die Texturen wirken verwaschen und locken so heutzutage keinen mehr vor den Bildschirm. Ebenso enttäuschen die hackeligen Animationen der Tiere und fehlende kleine Details wie etwa Spuren auf dem Rasen oder komplexe Schatten.
Nichtsdestotrotz erfüllt die Grafik von Pet Soccer ihren Zweck, ohne aber die Möglichkeiten der Engine auch nur annähernd auszunutzen. Bei einem Budgettitel kann man dies fairerweise aber auch nicht erwarten.
Wer bereits bei Kommentaren von Werner Hansch und Wolf-Dieter Poschman in Electronic Arts´ Fifa die Hände über dem Kopf zusammen schlug, sollte bei Pet Soccer wenn möglich die Lautsprecher gleich auslassen. Die deutsche Synchronisation des virtuellen
Kommentators John MacParrot ging derart daneben, dass man wenn möglich von Beginn an von der Option gebrauch macht, die die lästigen Kommentare abstellt. Tut man dies nicht, bekommt man vom Papageien bei der kleinsten Aktion auf dem Spielfeld eine Kostprobe seines begrenzten Wortschatzes zu hören.
Hier hätte sich Techland etwas mehr Mühe geben sollen. Dass es auch anders geht, beweisen sie nämlich bei den Soundeffekten, die gelungen und vorallem zurückhaltent eingesetzt wurden.
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Pet Soccer im Test.
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