Gesamtwertung89%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Der Name Ascaron steht seit nunmehr 10 Jahren für ein Stück erstklassige Software. Fast jedes Spiel der Gütersloher Entwickler setzte damals wie heute Akzente in der Spielebranche.
Aus diesem Grund war es umso verwunderlicher, dass die Traditionsspieleschmiede im vergangenen Jahr vor dem Aus stand. Kurze Zeit schien es, als ob die, sich in der Entwicklung befindenden Spiele, nie veröffentlicht werden könnten. Darunter befand sich auch die Wirtschaftssimulation Port Royale.
Doch nun, ein knappes Jahr später, meldet sich die gerettete Ascaron Entertainment GmbH mit neuem Namen und altem Team eindrucksvoll zurück. Port Royale heißt ihr neustes Werk, welches auf den ersten Blick nach einem lauen Aufguss der erfolgreichen Patrizier Reihe aussieht. Das dem nicht so ist, zeigen wir euch auf den folgenden Seiten.
Die Zeit der Hanse ist vorbei. Der Markt wurde überschwemmt von Waren und die Preise für einst begehrte Güter sind so tief gefallen, dass die Bäuche der Schiffe noch voller beladen werden müssen. Viele der kleinen Händler haben dadurch keine andere Wahl als aufzugeben. Nur eine Handvoll Krämer suchen ihr Glück in der so genannten neuen Welt. Allesamt zu naiv um zu sehen, welche Gefahren in der Karibik auf sie warten werden. Piraten und heftige Kriege der europäischen Nationen erschweren den Handel in diesem Gebiet enorm.
Eure Aufgabe ist es nun, unter der Flagge der damals größten Seefahrernationen, eure Kolonien zu verteidigen, Rohstoffe zu handeln und die Gegner zu jagen.
Das Spielprinzip von Port Royale basiert vorwiegend auf dem der Patrizier Reihe. Zum ohnehin schon sehr gelungenen Handelspart kommt lediglich noch ein ausgeprägter Kampfpart hinzu, der im Verlauf des Spiels an Wichtigkeit gewinnt. Denn immer öfters werden Piraten versuchen euch eure teure Fracht abzunehmen.
Gesteuert wird eure Flotte mit der Maus, mit deren Hilfe ihr euer gewünschtes Ziel auf der Übersichtskarte angebt. Auch das Ein- und Verkaufen euer Waren erfolgt anhand von übersichtlichen Menüs. Habt ihr euch dann nach kurzer Zeit mit der Steuerung vertraut gemacht, kann das Abenteuer auch schon beginnen.
Der Anfang:Wie so häufig, ist aller Anfang schwer. Auch Port Royale macht hier keine Ausnahme.
Ihr beginnt als Deckschrubber, habt kaum Geld in der Tasche und ein Schiff, bei dem man froh ist, dass es nicht gleich im Hafen untergeht.
Deshalb solltet ihr als erstes eure Fähigkeiten festlegen, die Wahlweise auf das Dasein als Händler oder als Pirat ausgelegt werden können. Danach entscheidet ihr euch für eine der 4 großen Seefahrernationen (Spanien, England, Frankreich, Holland) und startet eure Karriere in einer Stadt eurer Wahl. Jetzt besteht eure Aufgabe zunächst darin, eure laufenden Kosten, welche durch euer Lagerhaus, die Besatzung und euren Kapitän entstehen, zu decken. Dazu müsst ihr möglichst effektiv Waren billig einkaufen und an Städte verkaufen, in denen die Güter gerade knapp werden.
Dadurch steigert ihr eure Beliebtheit und bekommt mit der Zeit sogar die Möglichkeit, eigene Häuser und Werkstätten zu bauen. Waren können so selbst produziert und mit größerem Gewinn wieder verkauft werden.
Diese werden wahlweise automatisch oder manuell ausgetragen. Wenn ihr das Gefecht in die eigene Hand nehmt (bei unerfahrenen Kapitänen immer von Vorteil), könnt ihr mit verschiedenen Kanonenkugeln euren Gegner zur Aufgabe zwingen, ohne das Schiff eures Angreifers völlig zu zerstören. Danach lassen sich die gekaperten Schiffe im Hafen verkaufen oder mit einem eigenen Kapitän belegen um sie selbst zu nutzen. Dieser Aspekt wird besonders im späteren Spiel eine bedeutende Rolle spielen wenn es darum geht, riesige Flotten aufzubauen.
Die Grafik von Port Royale trägt zur Stimmung des Spiels einen wichtigen Teil bei. Schöne Wasseranimationen, belebte Städte und Vögel im Hafen, bringen einem neben der musikalischen Untermalung die Karibik nach Hause. Ebenso laden übersichtlich gestaltete Menüs dazu ein mit den Waren zu handeln. Dennoch hätte Port Royale mit wechselndem Wetter sowie Tag und Nachteffekten noch um ein gutes Stück abwechslungsreicher gestaltet werden können. Auch Inkompatibilitäten mit ATI Grafikkarten bereiteten anfänglich große Probleme.
Mit dem neuen Patch allerdings, dürften die gröbsten Probleme, welche oftmals sogar Abstürze verursachten, beseitigt worden sein.
Die Städte:Die Städte bilden für euch als Händler die Grundlage eures Geschäftes. Nur wenn die Bürger zufrieden leben und ausreichend Geld zur Verfügung haben, können sie es sich leisten, teure Luxuswaren wie etwa Tabak, Hanf oder Kleider zu kaufen. Doch auch Hungersnöte und Seuchen können die Bewohner der neuen Welt heimsuchen. Selbst daraus jedoch, könnt ihr als cleverer Geschäftsmann Profit schlagen.
Verkauft wichtig benötigte Nahrungsmittel an die Bürger solcher Städte und ihr werdet sehen, wie euer Ansehen steigt. So könnt ihr mit ein wenig Geschick schnell die Gunst des Baumeisters für euch gewinnen, der euch die Genehmigung erteilt, in seiner Stadt Gebäude zu errichten.
Errichtet darauf hin Fabriken und Wohnhäuser und produziert eure Waren kostengünstig selbst.
Lediglich die technischen Probleme, die mittlerweile allerdings gelöst wurden, trübten den Spielspass anfänglich.
Somit bleibt mir nur noch zu sagen: Wenn ihr das gute alte Pirates gemocht habt, gehört Ascarons neuster Hit ebenfalls schnellstmöglich in euer Spieleregal.
In Seafight erforschst Du die abenteuerliche Karibik auf der Suche nach versteckten Schätzen und leicher Beute. 10.000 € auf den besten Spieler! zum Spiel...
Port Royale im Test.
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