In einem kleinen Hinterzimmer erhielten wir auf der Games Convention die Möglichkeit, uns von Prince of Persia: The Sands of Time überzeugen zu lassen. Anhand einer recht weit fortgeschrittenen PS2-Version, verriet uns Yannis Mallat die Geheimnisse Persiens.
Bereits in unserem letzten Preview führte Florian Kienle in die Geschichte zu Prince of Perisa: TSOT ein. An der Geschichte um den magischen Dolch, der den Sand der Zeit aktiviert, hat sich natürlich nichts verändert. Vielmehr konnten wir neue Informationen erlangen. Die Aufgabe des Prinzen ist natürlich nach wie vor die Welt, die auch durch seine Beihilfe ins Chaos gestürzt wurde, zu retten. Hilfe erhält er dabei von der geheimnisvollen Phara, der versklavten Tochter des Maharadschas. Der Prinz, Phara und der Visier, sind in der Welt des Chaos, die einzigen Menschen, die nicht vom Sand der Zeit beeinflusst sein werden.
Spielerisch erwartet den Spieler ein Action-Adventure aus der Verfolgerperspektive. Knackpunkt bei diesem Genre ist stets die Kameraführung. Bei unseren Spielesessions hatten wir allerdings nie den Eindruck negativ von der Kamera ins Bild gerückt zu werden. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein, wird es möglich sein, mittels des rechten Analogsticks, die Kamera manuell zu justieren.
Imitate or innovate
Neu erfinden wird Prince of Persia: The Sands of Timedas Gameplay definitiv nicht. Vielmehr hat man sich bei diversen spielerischen Ideen der Konkurrenz bedient. Yannis Mallat meinte dazu, dass es viele gute Ideen in Spielen gäbe, diese aber oft nur mäßig umgesetzt seien.
Als Beispiel nannte er dabei Blinx oder Shinobi. Genau bei diesen bediente sich das kanadische Entwicklerteam auch. Sei es nun die Möglichkeit mittels des Sands of Time die Zeit zu beeinflussen und diese entweder einzufrieren oder einige Sekunden zurücklaufen zu lassen, oder die Möglichkeit an den Wänden entlang zu laufen.
Die Inspiration bei der Konkurrenz ist deutlich erkennbar und wird auch nicht verschwiegen. Wichtig ist dabei aber, dass die genannten Möglichkeiten auch spielerisch Sinn machen. Und davon konnten wir uns sehr gut selbst überzeugen. Vor allem die Möglichkeit die Zeit zurückzuspulen erwies sich während unserer Spielrunden als sehr nützlich. Steht man auf einer Plattform, die gerade in sich zusammenbricht, dreht man einfach die Zeit zurück und rettet sich noch rechtzeitig vor dem Sturz ins Verderben. Sollte man doch einmal zu spät reagieren und ins digitale Nirvana stürzen, müsst Ihr einen Spielstand, den Ihr zuvor an einem der zahlreichen Checkpoints erstellt habt, laden.
Die Checkpoints werden recht großzügig verteilt sein und auch der PC-Version erhalten bleiben. Das persische Abenteuer wird für einen durchschnittlichen Spieler etwa 15-19 Stunden Spielzeit bieten. Danach gibt es allerdings noch die Möglichkeit sich einige Boni freizuspielen, die den Spielspaß noch deutlich verlängern werden und vor allem Nostalgiker ansprechen dürften.
Grafische Augenweide
Prince of Persia: The Sands of Time macht auf den Screenshots bereits einen fantastischen Eindruck. Sieht man es allerdings in voller Bewegung klappt einem unweigerlich die Kinnlade herunter. Selbst auf der PS2, die technisch mit Sicherheit die schwächste Konsole ist, sieht das Spiel schlicht atemberaubend aus. Am überzeugendsten sind zweifelsohne die Animationen ausgefallen.
Den Referenzstatus, den das Ur-Prince of Persia in diesem Bereich einnahm, wollen die Ubi Soft Entwickler ebenfalls erreichen. Und wie es scheint, gelingt ihnen das bravourös. Die Animationen des Prinzen sind sehr weich und Übergänge zwischen den verschiedenen Animationsphasen sind quasi nicht auszumachen. Zudem macht es ungeheuren Spaß dem Helden des Spiels bei seinen artistischen Bewegungen zuzusehen. Bemerkenswert ist, dass Prince of Persia lediglich aus einem einzigen riesigen Level bestehen wird. Dies hat zur Folge, dass nach dem einmaligen Laden, die Ladezeiten sehr gering sein werden und der Spielfluss stets gegeben sein wird.
Da es bei der Spielepräsentation und auch auf der Messe recht laut war, konnten wir leider keinen Eindruck von der Musik des Spiels erhalten. Es wurde uns allerdings versichert, dass der Soundtrack das orientalische Flair sehr gut einfangen wird.
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Prince of Persia: The Sands of Time - Angespielt! im Test.
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