Gesamtwertung77%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das Jahr 1942. Der zweite Weltkrieg tobt in seiner grausamsten Form und Du bist mittendrin.
Als Captain Lewis Stone war es eigentlich nur Eure Aufgabe, zusammen mit dem Co-Pilot James Daly, verdächtige Vorgänge in einem norddeutschen Gefangenenlager von der Luft aus zu beaobachten und auf Film festzuhalten. Unglücklicherweise eröffnen die Deutschen das Feuer auf Euch und so ist man bald näher an den Geschehnissen, als geplant.
Stone und sein Co-Pilot, die sich rechtzeitig aus dem abstürzenden Flugzeug retten konnten, werden von den Deutschen verhaftet und vorübergehend in das - gerade eben noch zu beobachtende - Lager geschafft. Hier trifft man auf einige Lagerinsassen, die mit nützliche Tipps und Gegenständen dienen können. Wofür? Für den bevorstehenden, geplanten Ausbruch natürlich!
Von nun an übernimmt das harte Gefängnisleben Euren Alltag und Ihr versucht daher erbittert, das Lager schnellstens zu verlassen. Doch das tägliche Antreten zum Morgenappel, Sport nach dem Frühstück und Zählungen am Abend sollten besser eingehalten werden, falls Ihr nicht vorzeitig bei Eurer Planung zum Ausbruch ertappt werden wollt. Nun liegt es also an Euch, Stone unentdeckt aus dem Lager zu führen.
Und wie geht's dann weiter?:
Eure Hauptaufgabe besteht im Ausbrechen aus verschiedenen deutschen Gefangenenlagern. Scheint auf den ersten Blick einfach zu sein, gestaltet sich jedoch für den ein oder anderen Actionfan relativ schwierig. Vorbei sind die Zeiten, in denen man die Wachen mit (durch)schlagkräftigen Argumenten überwältigen kann. .
Auch ohne Hilfe der sonst üblichen Waffen, müsst Ihr Euch aus den insgesammt drei unterschiedlichen Lagern der Deutschen Wehrmacht, welche Ihr im Laufe des Spiels durchstreift, befreien. Darunter auch das heute bei Touristen beliebte Schloss Codlitz, welches zu damaliger Zeit, als eines der sichersten Gefängnisse Deutschlands, zu zweifelhaften Ruhm gelangte. Auf Euren Wegen hinter den feindlichen Linien, stoßt Ihr jedoch bald auf Anzeichen für den Bau einer kriegsentscheidenden Waffe. Nun liegt es an Euch, die Allierten vor der drohenden Gefahr zu warnen
Stillgestanden!...
Die Steuerung in Prisoner of War ist relativ einfach gehalten. Mit den Tasten W,A,S und D wird der Protagonist aus der Third-Person Perspektive gesteuert. Aktionen, wie beispielsweise Klettern, Türen öffnen oder Tarnen, können mit Hilfe der beiden Maustasten ausgeführt werden. Neben dem normalen Gehen habt Ihr noch die Möglichkeit, Euch zu ducken und lautlos an den Wachen vorbeizuschleichen. Viel mehr Aktionen werden im Laufe des Spiels nicht benötigt.
Die Steuerung ist exakt und geht erfreulicherweise schon nach kurzer Zeit leicht von der Hand, was überwiegend auf die durchdachte Tastenbelegung zurückzuführen ist. Zwei Tasten kommen hauptsächlich zum Einsatz, die je nach Situation automatisch mit verschiedenen Aktionen belegt werden. Steht Stone am Zaun, wird die Maustaste zum Klettern benutzt, vor dem Spiegel dient sie zum Tarnen und neben einer Tür wird diese beispielsweise geöffnet. Mit diesem durchdachten Feature kann man sich völlig auf das Missionsziel beschränken.
Gefangenen gesichtet!...
Hartgesottene Grafikfreaks kommen mit Prisoner of War leider nicht voll auf ihre Kosten.
Die kantigen Gesichter und teilweise verwaschenen, groben Texturen, fallen gleich zu Beginn des Intros auf. Die Ingame-Zwischensequenzen, die die Story vorrantreiben, sehen einfach lieblos dahindesigned aus. Einen Tick besser präsentieren sich hier schon die eigentlichen Levels, welche teilweise mit sehr schönen Lichteffekten beeindrucken. Trotzdem wirkt die Landschaft steriel und bis auf die Wachen sehr leblos.
Zwar stehen vereinzelt Gegenstände in den Lagern rum, verschieben oder beeinflusst werden können diese größtenteils jedoch nicht. Eigentlich schade bei einem Spiel, das vorwiegend von der Spannung lebt.
Was war das?...
Im Gegensatz zur eher bescheidenen Optik, kann Prisoner of War musikalisch vollends überzeugen. Die einzelnen Tracks sind stimmig und passen sich hervorragend der momentan Spielsituation an.
Bei heiklen Schleichpassagen ändert sich die Musik schlagartig und vermittelt dadurch ein gutes Stück Spannung. Im Gegensatz dazu glänzen jedoch, gewollt oder ungewollt, die Umgebungsgeräusche eher mit ihrer Abwesenheit.
Die englische Sprachausgabe, die in der deutschen Version mit einem Untertitel unterlegt ist, sorgt immer wieder für Lacher. Der übertriebene Dialekt der Wachen, erinnert eher an einen guten Witzfilm.
Das unblutige Spielprinzip ist dafür frisch und unverbraucht. Fans von ruhigen, taktischen Spielen mit dem historischen Hintergrund des Zweiten Weltkrieges, könnten also Gefallen an der realistischen Story und dem weitgehend historisch korrekten Erreignissen finden. Aber auch für alle anderen ist Prisoner of War, nicht zuletzt wegen des interessanten Spielprinzips und der spannenden Handlung, auf jeden Fall einen Blick wert.
Tauche ein in die Welt der Stars und bring Deine Fans auf der Bühne zum kochen. Neben Ruhm winkt einer der Megapreise im Gewinnspiel! zum Spiel...
Prisoner of War im Test.
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