Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Für hartgesottene Formel 1-Anhänger beginnt die schönste Zeit im Jahr erst wieder im kommenden März.
Um die Zeit bis dahin für uns etwas erträglicher zu gestalten veröffentlichte Ubi Soft den dritten Teil ihrer Racing Simulation. Wir haben uns auch ohne Winterreifen hinters Steuer gewagt und sagen Euch, ob es sich lohnt, vorzeitig die F 1-Saison am heimischen Rechner zu beginnen.
Überzeugende Simulation?
Die Formel 1 Saison ist vorbei, die Straßen vereist und selbst Schumi und seine Rennkollegen trauen sich bei diesem Wetter nicht, ihre Boliden aus der Garage zu holen. Für hartgesottene Formel 1-Anhänger beginnt die schönste Zeit im Jahr damit erst wieder zum kommenden März. Um die Zeit bis dahin für uns etwas erträglicher zu gestalten veröffentlichte Ubisoft den dritten Teil ihrer Racing Simulation
Wir haben uns auch ohne Winterreifen hinters Steuer gewagt und sagen Euch ob es sich lohnt, vorzeitig die F 1-Saison am heimischen Rechner zu beginnen.
Vielen von Euch wird es vielleicht ungewohnt und fremd vorkommen, aber zum ersten mal seit langer Zeit sieht man Michael Schumacher nicht mehr auf dem obersten Treppchen stehen. Grund dafür ist weder ein geplatzer Motor, noch ein grober Fahrfehler unseres Schumis.
Die Macher von Racing Simulation 3 haben sich lediglich die Kosten für die offizielle Lizenz gespart und so müssen wir wohl oder übel mit Phantasienamen und Strecken vorlieb nehmen. Doch dem Spielspass bringt das erstmal keinen Abbruch. Echte Fans können nämlich im leicht zu bedienenden Editor die Namen der Teams und Fahrer selbst abändern und zusätzlich noch eigene Oberflächen und Texturen auf die Boliden kleben. Racing Simulation 3 bietet alle Spielmodi, die bei einem Rennspiel eigentlich Standard sein sollten. So kann man zu Beginn zwischen einem Einzelrennen, dem Training oder einer ganzen Meisterschaft wählen. Zusätzlich gibt es noch den sogenannten Szenario-Modus, der Euch in zahlreiche reale Situationen versetzen soll.
Ihr bekommt vor dem Rennen ein Ziel gesetzt, das es zu erfüllen gilt. So müsst Ihr beispielsweise eine bestimmte Plazierung erreichen oder einfach vor Eurem größten Konkurrenten ins Ziel fahren. Habt Ihr am Ende alle Szenarien erfolgreich abgeschlossen, winkt ein Pokal als Belohnung.
Der Szenario Modus bringt erfreulicherweise frischen Wind in das ansonsten recht eintönige Rundenfahren. Was jedoch in allen Renn-Modi gleich störend auffällt, ist die KI der Gegner. Unfälle und Fahrfehler kommen kaum vor und die Gegner spulen ihre Runden stur - eine nach der anderen - ab. Nur in den höheren Schierigkeitsstufen fangen auch die Konkurrenten das Attackieren an und überraschen so ab und an durch gekonnte Manöver.
Die Steuerung legt einen Spagat zwischen Arcade und Simulation hin. Lässt sich das Auto mit allen Fahrhilfen auch für Anfänger recht gut steuern, neigt der Bolide bei hohen Geschwindigkeiten doch zum häufigen Ausbrechen. Verschiedene Wetterbedingungen und Untergründe tragen ihren Teil zum Fahrverhalten bei.
Dass hinter Racing Simulation 3 jedoch eine waschechte Simulation steckt, zeigen die zahlreichen verschiedenen Einstellungen, die am Boliden vorgenommern werden können. Vom Luftdruck und Sturz der Reifen, bis hin zur exakten Fahrwerkseinstellung und Aerodynamik, lässt sich so fast jedes Teil am Auto verstellen. Zur exakten Einstellung für jede einzelne Strecke lässt sich zudem die vorhandene Telemetrie nutzen, die Euch Aufschluss und Statistiken über jede gefahrene Runde gibt. Kenner können hier noch einige Sekunden mehr aus ihrem Wagen kitzeln.
Die Grafik zeigt sich wahrlich nicht von ihrer besten Seite, läuft dafür aber auf fast jedem neueren Rechner flüssig und ohne Probleme. Abstriche haben die Entwickler jedoch sichtlich an den Texturen, den leblosen Streckenumgebungen und dem Design der Boliden gemacht. Mehr als eine durchschnittliche Optik wird leider nicht geboten. Viel Wert auf authentischen Sound haben die Entwickler auch nicht gelegt.
Zwar hören sich die Motorengeräusche realistisch an, mehr bekommt man aber auch kaum zu hören. Ab und an verirrt sich noch ein Funkspruch Eurer Boxenkollegen zu Euch auf die Strecke, der aber nicht wirklich hilfreich ist. Hier hätte man mehr draus machen können.
Racing Simulation 3 im Test.
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