Gesamtwertung72%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Was hier so aufregend klingt, wird wie in den Jahren zuvor beim Radsportmanager sehr trocken und künstlich herübergebracht. Die meiste Zeit seines Manager- und Trainerdaseins verbringt man eigentlich nur damit, sich von ewig gleich aussehenden Statistiken die Birne weich kochen zu lassen und gelegentliche Transfers mit großen Geldinstituten zu managen. Selbst die Gespräche mit den sind sehr oft ähnlich gestrickt. Da stört es auch erheblich, dass nur ein kleiner Bruchteil aller Fahrer im Spiel ihre reellen Namen besitzen. Lediglich die Teams wurden allesamt lizensiert.
Den größten Pluspunkt von Radsportmanager Pro Saison 2005/2006 dürften wohl die eigentlichen Rennen darstellen. Hier bietet sich ein krasser Gegensatz gegenüber den bisherigen Eindrücken.
Man muss in den Rennen seinen jeweiligen Fahrern verschiedene Befehle zukommen lassen, z.B. dass der jeweilige Radfahrer die Geschwindigkeit erhöhen, das führende Teammitglied beschützen oder ganz einfach normal fahren soll. Dabei muss man aber stets auch auf die Kondition der Fahrer achten, die beim Sprint logischerweise schneller zur Neige geht als beim normalen Radeln. Und wenn einem das Geschehen zu lange dauert, hat man die Option mittels Zeitraffer das Rennen zu beschleunigen.
Zumindest grafisch hat sich gegenüber den Vorgängern echt was getan. Neben den zuschaltbaren Shadern bis Version 2.0 kann nun auch die Fahrerriege und deren gelungene Animationen überzeugen. Überhaupt wirkt alles viel polygonreicher, farbenfroher und runder als vorher. Auch Details wie Muskelstränge und sich nicht einheitlich bewegende Räder aller Fahrer sind mit von der Partie. Schade nur, dass sich die Zuschauer trotz überzeugendem Äußeren viel zu schnell wiederholen, sodass das Ganze letztendlich wie am Fließband wirkt.
Radsportmanager Pro Saison 05-06 (11 Bilder)
Akustisch hält sich der Radsportmanager Pro 05/06 genau wie seine Vorgänger leider ziemlich zurück. Neben der nervenden Dudelmusik in den Menüs, die sich aber glücklicherweise abschalten lässt, existiert dann auf hörbarer Seite lediglich nur das Gejohle der Fans und die Geräusche der fahrenden Räder. Viel mehr wird man im Spiel nicht zu hören bekommen. Selbst in den Gesprächen mit den Teammitgliedern fehlt jegliche Synchronisation, sodass alles sehr textlastig und staubtrocken rübergebracht wirkt. Da hilft auch der an sich ganz nette Rennkommentator nicht über das Mittelmaß hinweg.