Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Bereits vor wenigen Wochen durften wir RalliSport Challenge in einer Betaversion ausführlich testen. Nun fand die finale Version ebenfalls den Weg in unser Testlabor. Welche Verbesserungen Digital Illusions seit der Beta noch einbauen konnte, erfahrt ihr in diesem Review. Das Tachometer im Anschlag, die Bremse im Griff und die nächste Kurve vor Augen. Bei Schnee, Regen und Matsch mit Höchstgeschwindigkeiten durch die engsten Haarnadelkurven diverser Weinberge und Wüstenpisten: Das ist die Welt des Rallyesports. Spätestens seit Colin McRae 1+2, ist dieser Sport auch fest den Spielmarkt eingebunden. Digital Illusions, in der Neuzeit bekannt geworden durch den Shooter-Kracher Battlefield 1942, versucht sich nun an dem Mythos Rallye.
Rallye und mehr
Noch bevor das erste Startsignal gegeben wird, fällt bereits die Vielzahl der unterschiedlichen Spielmodi positiv auf. Am klassischsten erscheint dabei die einfache Rallye. Ziel ist es, möglichst schnell bestimmte Wegpunkte zu passieren und letztendlich mit einer guten Zeit das Ziel zu erreichen. Runden, wie aus anderen Rennserien bekannt, gibt es hier nicht, das Rennen besteht aus einer definierten Strecke zwischen Start und Ziel. Eine weitaus verschärftere Variante dieses Systems findet sich in dem Modus Hill Climb. Hier wurden angenehme Senken und weite Ausläufe ausgespart, jeder Meter abseits der Strecke führt meistens zu einem ungewollt raschen und steilen Abstieg. Schafft es ein talentierter Fahrer trotz dieser Hindernisse mit einer guten Zeit bis auf den Gipfel des Berges, so darf er sich auch verdient als Sieger feiern lassen.
Auch Freunde der kalten Jahreszeit werden mit einem speziellen Spielmodus beglückt. Ice Racing entfernt sich etwas von der klassischen Rallyeszene und lässt, statt den üblichen Strecken, nun Runden fahren. Damit das Umkreisen dieser Szenarien nicht in Langeweile ausartet, wurden auch gleich entsprechende Computerfahrer in diesen Modus eingebaut. In spannenden Rad-an-Rad-Duellen ist es auch durchaus möglich, dass ein intelligenterer Fahrer sich gegenüber einem schnellen Draufgänger behaupten kann.
Der Vierte im Bunde ist der Rallye Cross-Modus. Wie der Name schon vermuten lässt, ist diese Variante eine Arcade Umsetzung der klassischen Rallye. In Runden geht es über die verschiedensten Unterlage, wie zum Beispiel Sand, Match oder Stein, gegen andere Fahrer Richtung Zielflagge. Auch hier spielt die eingefahren Zeit in der Endabrechnung nur eine Nebenrolle.
Natürlich gibt es neben den einfachen Rennen auch einen spannenden Karrieremodus, in dem insgesamt 17 Rallyes auf einen verdienten Sieger warten. Zu Beginn der Rennfahrerkarriere sind allerdings nur vier dieser Rallyes schon spielbar und auch die Garage ist noch bei weitem nicht ausgefüllt. Erfolgreiches absolvieren der Rennen wird allerdings mit neuen Wagen und neuen Wettbewerben belohnt. Damit auch Einsteiger in den Genuss der wirklich letzten Serie kommen können, sind alle Rennen in zwei Schwierigkeitsstufen spielbar. Wer sich lieber mit Freunden aus Fleisch und Blut messen möchte, der darf sein Geschick in einem Multiplayer Modus gegen bis zu drei weiteren Fahrern beweisen.
Jeder Modus kommt mit eigenen Rennwagen daher. Insgesamt dürfen über 25 solcher Boliden gefahren werden. Die Citroens, Opels, Fords und andere Markenwagen unterscheiden sich dabei in den üblichen Kategorien wie Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling. Aufgrund der großen Auswahl, wird aber auch in diesem Punkt wohl jeder Rennbegeisterte zufrieden gestellt werden. Zudem dürfen vor jedem Rennen an einigen kleinen Fahrzeugeinstellungen herumgetüftelt werden, denn nur mit der Richtigen Reifenwahl und Dämpfung, lassen sich immer wieder neue Rekorde erfahren. Allerdings genügen die paar wenigen Einstellung die verändert werden können nicht dem modernen Simulationsanspruch, welcher aber freilich auch nicht von diesem Titel zu erwarten ist.
Die Steuerung dieser Karossen ist derweil eher arcadeorientiert und so ist es selbst mit einer Tastatursteuerung durchaus möglich, die Ziellinie angenehm als Erster zu überqueren.
Natürlich macht das Lenken und Bremsen mit einem passenden Lenkrad ungleich mehr Spaß, eine Lenkrad-Pflicht wie beim großen Konkurrenten Colin McRae Rallye gibt es indes aber nicht. Leider ist es allerdings nicht möglich, die vorgegebene Steuerungsbelegung individuell anzupassen.
Auch grafisch kann dieser Titel vollends überzeugen. Die Strecken sind abwechslungsreich gestaltet und die Fahrzeuge können mit einem hohen Detailgrad auftrumpfen. Kombiniert mit den krachigen Melodien und den realistischen Soundeffekten, werden selbst Spieler mit höchsten äußerlichen Ansprüchen zufrieden gestellt werden. Im Vergleich zur Betaversion, haben die Entwickler noch einiges in Sachen Hardwareanforderungen getan. So ist es nun durchaus möglich, auch ohne High-End PC in den flüssigen Genuss der Actionrallye zu kommen.
RalliSport Challenge im Test.
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