Die Razer Boomslang galt damals als beste Kugelmaus auf dem Mark und wurde aufgrund ihrer Genauigkeit vom Hersteller angepriesen, doch von den Zockern verschmäht. Eine stark gewöhnungsbedürftige Form, zu geringe Höhe und - natürlich - die Kugel beendeten die Karriere der Maus, bevor sie richtig begonnen hatte.
Mit der Diamondback-Serie hat man anscheinend aus den Fehlern gelernt und eine optische Maus auf den Markt gebracht, die mit einer hohen Abtastrate, geringem Gewicht und einem schicken Design punkten kann. Reicht das, um den Platzhirsch aus dem Hause Logitech vom Tisch zu jagen?
Dazu bietet die Maus ganze sieben frei programmierbare Tasten und ist durch ihre Form sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Doch seien wir ehrlich, kaum jemand braucht wirklich sieben Tasten an einer Maus und das werden sich auch die Entwickler gedacht haben. Jeweils links und rechts sind im Stile von anderen Top-Mäusen zwei Tasten angebracht, welche allerdings nicht merklich getrennt sind und somit schnell mal beide gedrückt werden können, nicht nur bei Spielen ein unter Umständen großer Nachteil.
Die anderen Tasten auf der gegenüberliegenden Seite sind leider nur unbequem zu erreichen, und da die Finger bei einer normalen Haltung nicht darauf liegen, dauert es auch etwas, bis man diese erreicht. Allerdings sollen diese ja auch nur das genaue Gegenstück zu den Tasten auf der anderen Seite darstellen sollen - um Rechts- und Linkshändern denselben Komfort zu bieten.
Zudem hat die Maus zwei große und rutschfeste Haupttasten, welche einen sehr leichtgängigen Druckpunkt bieten, was besonders bei schnellen Aktionen eigentlich sehr angenehm ist. Doch für hektische Spieler, die die Maus auch schon einmal regelrecht über das Pad knallen, kann dies schnell zum Verhängnis werden.
Wenn ihr beispielsweise in oder nach der Drehung die Maus anhebt, um in die Mitte der Mausunterlage zu gelangen, und dann wieder fester auf die Unterlage setzt, kann sich schnell ungewollt im Spiel ein Schuss lösen, da ihr unbeabsichtigt die Taste durchgedrückt habt.
In allen Testspielen absolvierte die Diamondback ihren Dienst vorzüglich. Getestet wurde der Nager mit Ego-Shootern wie Counter-Strike v1.6 und Unreal Tournament 2004, sowie dem Strategiespiel Die Schlacht um Mittelerde und dem MMORPG World of Warcraft. Egal ob es, wie in Shootern, auf schnelle Bewegungen ankommt oder eher auf Genauigkeit bei Strategiespielen, die Maus konnte in allen Bereichen ihre Stärken voll ausspielen. Auch bei ruckartigen und schnellen Fahrten über das Pad waren zu keiner Zeit Aussetzer oder Ungenauigkeiten zu beklagen.
Das großzügig bemessene Mausrad lässt sich angenehm und sehr leise, also ohne Klickgeräusche, drehen.
Durch ein lichtdurchlässiges Mausrad und einem transparentem Streifen an der Seite ist die Maus besonders im Dunkeln enorm stylish, wenn das Licht des Sensors hindurch scheint.
Die Verarbeitung der Maus ist vorbildlich. Passend dazu haben die Hersteller auch gleich noch den USB-Anschluss der Maus vergoldet. Zum Lieferumfang gehört neben einer Treiber CD auch eine schicke Tasche aus Neopren, mit welcher ihr eure Maus sicher auf die nächsten LANs transportieren könnt.
Mit gerade einmal 90 Gramm ist die Maus ein regelrechtes Leichtgewicht und lässt sich dank der Teflonfüße rasant und äußerst leichtgängig über die Mausunterlage jagen.
Das mitgelieferte Programm Razer Customizer vereint, wie die Maus auch, ein schickes Design mit hoher Funktionalität. Über die kleine Oberfläche lässt sich erfreulich genau über einen Schiebregler die Maussensitivität einstellen.
Hier könnt ihr, ohne in die Systemsteuerung navigieren zu müssen, auch die wichtigsten Einstellungen an der Maus vornehmen und den Tasten entsprechende Funktionen zuweisen. Auch Dinge wie die Doppelklickgeschwindigkeit oder die Eigenschaften des Bildlaufs lassen sich bequem und schnell ändern.
Egal ob schnelle Ego-Shooter, Strategie- und Rollenspiele oder das Navigieren auf dem Desktop, diese Maus sieht in allen Disziplinen gut aus.
Besonders für Spieler ist die Razer Diamondback dank des geringen Gewichts und der hohen Genauigkeit eine uneingeschränkt empfehlenswerte Maus. Doch auch professionelle Anwender, wie etwa Grafiker, werden Gefallen an dem Schmuckstück finden.
Dank der Ergonomie, der Leistungsfähigkeit und den vielfältigen Einstellmöglichkeiten ist diese Maus die wohl derzeit beste Spielermaus auf dem Markt. Da muss sich die Konkurrenz bei ihrer nächsten Mausgeneration ordentlich ins Zeug legen.