Das Kommando-Team hatte weniger als drei Stunden Zeit, den Virus zu isolieren. Dabei stellten sich nicht nur Untote und andere Monster in den Weg. Auch der Kontroll-Computer Red Queen wollte sich mit technischen Verteidigungsmechanismen den Eindringlingen zur Wehr setzen.
Letztendlich überlebten nur Alice und Matt die Zombiejagd, wurden jedoch zum Schluss von Forschern gefangen genommen. Nach zahlreichen Experimenten wachte Alice im einsamen Racoon City Krankenhaus auf. Zurück im Tageslicht offenbarte sich eine Stadt des Chaos.
Wer nach einem Gesundheitscheck als nicht infiziert vermeldet wird, darf durch das riesige Stahltor die Stadt verlassen. Kurze Zeit später bricht die Seuche jedoch auch in der endlosen Warteschlange aus, was dem Konzern den Grund gibt, auch den letzten Fluchweg zu schließen.
Nun gibt es auch aus der Stadt kein Entkommen mehr und als ob die Seuche nicht schlimm genug für die noch lebenden Bewohner ist - nein, auch die Stadt soll mittels Atomraketen dem Erdboden gleich gemacht werden. Was aussehen sollte wie ein zweites Chernobyl, wird nicht nur die Monster, sondern auch die Spuren der fiesen Machenschaften der Umbrella Corp. vernichten.
Mit unter den Überlebenden ist auch Jill Valentine, bekannt aus Resident Evil 1 & 3. Mit einer handvoll Leute flüchtet sie in eine nahe gelegene Kirche. Währenddessen hat sich auch Hauptdarstellerin Alice wieder schick gemacht und rettet außerdem die in der Kirche befindlichen Leute vor einem Licker. Spätestens hier wird klar: irgendwas stimmt mit dem Mädel nicht!
Mit dem Ausbruch der Seuche wurden alle wichtigen Personen aus der Stadt evakuiert, darunter auch Dr. Ashfort. Wie das Schicksal so spielt, passierte bei der Rettung seiner Tochter ein Unfall. Diese versteckte sich fortan in der Schule von Racoon City. Da ohne diese Dr. Ashfort nicht gehen wollte, kontaktierte er die Heldengruppe, welche er über seinen Laptop von einem Umbrella Stützpunkt beobachtete, um mit ihnen einen Pakt zu schließen. Mit der Rettung seiner Tochter würde er dem Team eine Möglichkeit verschaffen, die Stadt noch vor Anbruch des nächsten Tages verlassen zu können.
Diese Tatsache passt jedoch nicht zu Resident Evil, da zumindest in den Spielen die Hauptdarsteller immer natürlich rüber kamen. Pluspunkte bei Resident Evil Fans sammelt wohl Jill Valentine, die als erste bekannte Person in einem Resident Evil Film auftaucht.
Da auch Genmanipulation Nemesis sich den schlagkräftigen Damen in den Weg stellt, werden herrliche Erinnerungen an Resident Evil 3 wach. Eine klare Verbesserung im Gegensatz zum ersten Teil, der bis auf die Monster und Umbrella wenig an das Vorbild erinnerte.
Aber auch andere Spiele fanden Verwendung in Apocalypse. So fährt ein Farbiger in bester GTA-Manier Untote über den Haufen und auch ein aus Counter Strike bekannter Camper schießt bis zu seinem Treffen mit Killermaschine Nemesis einige Zombies mit seinem Scharfschützengewehr gen Boden.
Selbst die Story hinterlässt einen besseren Eindruck, als die der ersten Verfilmung. So werden die finsteren Pläne von Umbrella besser beleuchtet und auch die Herkunft von Nemesis wird vollends aufgeklärt.
Kleine Minuspunkte sammelten dabei jedoch die Actionszenen, die teilweise zu hektisch verfilmt und geschnitten wurden und einen oft den Überblick verlieren lassen. Diese Defizite werden jedoch vollkommen durch den klasse Sound ausgeglichen. Für den Ausgleich einiger Logikfehler zeichnet sich der Babefaktor, der bei den hübschen Darstellerinnen von Jill und Alice hoch angesiedelt ist, verantwortlich.
Außerdem wurden endlich die Hintergründe des Umbrella Konzerns beleuchtet, die nicht einmal in den Spielen Einzug hielten. Waschechten Resident Evil Fans ist der Film deshalb zu empfehlen. Auch Actionfans ohne Bezug auf das Spiel ist der Film nahe zu legen. Ein etwas wirres Ende lässt viel Platz für Spekulationen und einen dritten Leinwandableger der Resident Evil Reihe.
Alice Milla Jovovich
Jill Valentine - Sienna Guillory
Carlos Oliveira - Oded Fehr
Weitere Darsteller
Mike Epps, Jared Harris, Sandrine Holt, Thomas Kretschmann, Sophie Vavasseur
Regie: Alexander Witt
Drehbuch: Paul W. S. Anderson
Kamera: Derek Rogers, Christian Sebaldt
Schnitt: Eddie Hamilton
Produktion: Paul W. S. Anderson, Jeremy Bolt, Don Carmody
Musik: Jeff Danna
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