Rollercoaster Tycoon 3

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Atari
Entwickler
Frontier Developments Ltd
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
6
Rollercoaster Tycoon 3 [PC , Justgamers]

Gesamtwertung

86%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Gut

Rollercoaster Tycoon 3

Erstmals in der Geschichte der Parksimulation-Serie ist deren Erfinder Chris Sawyer nicht aktiv, sondern nur als Berater an der Entwicklung beteiligt gewesen. Ob sich Rollercoaster Tycoon 3 dennoch sehen lassen kann, verraten wir Euch in unserem Test!

Was im Jahre 1998 mit nur drei Leuten begann, hat sich mittlerweile zu einer aufwendig produzierten Spielereihe gemausert. Die mit der Entwicklung beauftragten Frontier Studios schenkten Rollercoaster Tycoon 3 nicht nur einige neue Verbesserungen, sondern programmierten auch eigens eine moderne 3D-Engine. Somit gehört der angestaubte 2D-Look der Vorgänger endlich der Vergangenheit an.

Detaillierte Fahrgeschäfte und Pflanzen spiegeln sich auf Wasseroberflächen, Gebäude werfen je nach Tageszeit unterschiedlich lange Schatten und Besucher sind nicht nur durch den Park laufende Pixelhaufen: die Besucher unterscheiden sich nicht nur optisch durch individuelles Aussehen oder Kleidung, sondern haben auch ihre eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Per Mausklick kann der besucherfreundliche Manager sehen, was seinen Kunden besonders gut oder schlecht gefallen hat und je nachdem den Park danach ausrichten.

Ohne Moos nix los

Einerseits wurde an der Grafikschraube kräftig gedreht, andererseits erweist sich der Spielablauf nach wie vor so simpel wie in den Vorgängern. Um langfristig erfolgreich zu sein, muss den Besucher was geboten werden.

Ein einfacher Geldkreislauf sozusagen – Frittenbuden, Burgerstände, Souvenirläden, Wildwasserbahnen, Toiletten, Karussells oder Flugsimulatoren dienen als Einnahmequellen, deren Erlöse in die Erforschung neuer, spektakulärerer Bahnen fließt. So lässt sich die anfangs beschränkte Auswahl an Attraktionen und Geschäften schnell zu einer gigantischen Fassadenlandschaft mit 85 unterschiedlichen Attraktionen, 47 halsbrecherischen Achterbahn-Typen und 51 Geschäften erweitern.

Damit Anfänger den Umgang mit dem Parkaufbau erlernen, steht ein komplexes Tutorial zur Verfügung. Dort wird nicht nur das fehlerfreie Benutzen der frei dreh- und zoombaren Kamera erklärt, sondern unter anderem auch der Bau einer Achterbahn, dem „König der Fahrgeschäfte“.

Schritt für Schritt erlernt man das richtige Anfertigen einer Strecke mit Steigungen, Korkenziehern und Loopings. Was auf den ersten Blick kompliziert erscheint, entpuppt sich nach einiger Zeit als selbsterklärendes Bauprinzip.

Das im Tutorial Erlernte lässt sich entweder in einer Kampagne oder im Sandkasten-Modus ausprobieren. Letzteres ermöglicht den sorgenfreien Aufbau eines Parks, ganz ohne Geldsorgen oder Beschränkung der Geschäfte.

Die Kampagne hingegen besteht aus 18 unterschiedlich schweren Missionen, die auf den fünf Themenwelten „Wald und Wiese“, „Science Fiction“, „Western“, „Gruselig“ und „Abenteuer“ mit eigenen Läden und Bahnen basieren. Je nach Mission und Schwierigkeitsgrad muss entweder eine bestimmte Anzahl an Besuchern gleichzeitig im Park sein, einem VIP der Aufenthalt versüßt oder der Parkwert durch neue Attraktionen erhöht werden.

Zusätzlich gibt es weitere Teilaufgaben, wie den Verkauf einer bestimmten Menge an Fressalien oder Getränke, bei deren Erfüllen eine gebührende Belohnung winkt.

Die noch im Vorgänger enthaltenen Zeitvorgaben hingegen, die den Spieler unter Druck setzten, wurden glücklicherweise abgeschafft.

Tatkräftige Unterstützung

In den Aufgabenbereich eines Managers gehört nicht nur der Aufbau eines funktionierenden Parks, sondern auch das Einstellen von Personal. Wie im wirklichen Leben kann auch der beste Tycoon nicht alles alleine richten.

Reinigungskräfte sorgen für eine saubere Umgebung, Entertainer verbreiten gute Laune unter den Gästen, Mechaniker bewahren die anfälligen Fahrgeschäfte vor Schäden und Sicherheitsleute patrouillieren regelmäßig über das Gelände. Auf Fortbildungskursen verfeinern die Angestellten ihre Fähigkeiten und machen danach ihre Arbeit gründlicher und besser.

Spaß muss sein

Damit sich das Managerleben nicht als allzu stressig erweist, haben sich die Entwickler einige abwechslungsreiche Spielelemente ausgedacht. Die wichtigste Neuerung ist die Coaster-Cam, die dem Spieler einen waghalsigen Ritt auf der eigenen Achterbahn ermöglicht.

Während der Fahrt lassen sich wunderbar die Reaktionen und Gesichtsausdrücke anderer Fahrgäste beobachten. Ein weiteres Highlight stellen die Feuerwerke dar. Diese pyrotechnischen Einlagen können mit eigener Musik unterlegt werden und unterhalten sicherlich nicht nur die virtuellen Betrachter der Show. Die besten Choreografien können gespeichert und mit anderen Fans ausgetauscht werden.

Übrigens lassen sich alle Gebäude musikalisch mit den eigenen Lieblingstiteln untermalen. Zwar ist der im Spiel enthaltene Soundtrack schon gut, aber was gibt es Schöneres, als in der Coaster-Cam durch einen Looping zu rasen und im Hintergrund seine eigene Musik zu hören?

Fazit

Vor zehn Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit Theme Park den Urvater aller Parksimulationen zu spielen. Seit damals hat sich spielerisch nicht so viel geändert, technisch aber umso mehr. Die neue 3D-Engine mit ihrer Coaster-Cam ist mehr als nur einen Hingucker wert. All die zahlreichen Details wie die Spiegeleffekte auf Wasseroberflächen oder die herrlich in Szene gesetzten Feuerwerke überzeugen auf ganzer Linie. Aber auch das Gameplay muss sich nicht verstecken – Massen an Geschäften stehen zur Verfügung, die sich mit ein paar Mausklicks aus dem Boden stampfen lassen. Eine klassische Simulation im modernen Look eben.

Rollercoaster Tycoon 3 [PC , Justgamers]

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