RPM Tuning

Review
Plattform
PC
Vertrieb
-
Entwickler
Pointsoft
Erscheinungsdatum
-
Genre
Racing
USK
-
RPM Tuning [PC , Justgamers]

Gesamtwertung

72%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Befriedigend

RPM Tuning

Dein Herz klopft, Deine Handflächen sind feucht und hunderte von Pferdestärken warten nur darauf, dass Du Deinen rechten Fuß senkst! Beim Startsignal rammst Du Deinen Fuß aufs Gaspedal und schießt in die Nacht hinaus. Es geht nur um Geschwindigkeit... und die Zeit ist dein Gegner. Willkommen bei RPM Tuning, einem weiteren Vertreter der Sparte Rennspiele, die dem Genreprimus Need for Speed: Underground 2 den Rang ablaufen wollen.

Im Westen nichts Neues...

Hauptstück von RPM Tuning ist der Abenteuermodus, der im Grunde einem Karrieremodus gleichkommt. Hier müsst Ihr Euch wie in Underground 2 vom unerfahrenen und unbekannten zu einem toughen und in der ganzen Stadt bekannten Rennfahrer hocharbeiten. Nach jedem geschafften Rennen gibt es Kohle, die Ihr dann in Eure Karre stecken könnt.

Das Sortiment an unterschiedlichen Einzelteilen und Upgrade-Kits kommt quantitativ zwar nicht an Underground 2 heran, kann aber dennoch als umfangreich bezeichnet werden. Dass das Spiel für knapp 20 Euro in Eure Hände wandert, merkt der Spieler dann bei der Auswahl der Fahrzeuge: denn es wurden keine Lizenzen verpflichtet.

Gesteuert werden die Karren natürlich mit den Pfeiltasten. Wer ein gutes Gamepad oder ein Lenkrad sein Eigen nennen kann, hat sogar noch einen kleinen Vorteil.

Mit diesen „Hilfsmitteln“ lassen sich die Boliden um einiges exakter um die Kurven bringen, wodurch auch der Spaßfaktor ansteigt.

Auf der Tastatur ist die Handhabung des Spiels zu schwammig, als dass damit echtes Racinggefühl aufkommen könnte. Viel zu oft kracht man mit der vollen Breitseite in die Abgrenzungen rein, selbst wenn man mal wirklich vorsichtig in die Kurven reinfährt.

Grafisch hinkt RPM Tuning dem Großteil seiner Konkurrenz hinterher: die Fahrzeuge wirken allesamt etwas polygonarm und eckig, berauschende Lichteffekte sucht man vergebens und auch den Tunnelblick beim Nitro-Boost hat man bei anderen Rennspielen schon wesentlich besser gesehen. Lediglich das gut umgesetzte Schadensmodell und die netten Zwischensequenzen machen entscheidende Pluspunkte.

Akustisch hält sich das Spiel zu großen Teilen eher zurück, d.h. die Boliden klingen längst nicht so wuchtig wie z.B. bei Underground 2, und belasten das Ohr beim Aktivieren des Nitro-Turbos bereits nach kurzer Zeit mit einem komischen Fiep-Ton.

Der Soundtrack von RPM ist ab und zu gar nicht mal so übel, kommt jedoch keinesfalls an die genialen Musikstücke von anderen Racern ran, wie z.B. den Underground-Spielen, die dem Spieler namhafte Interpreten mit fetzigen Songs bieten.

Fazit

Ich weiß nicht genau, was ich von RPM Tuning halten soll: einerseits finde ich es eine gute Idee, Spiele für den etwas kleineren Geldbeutel zu produzieren, womit die Entwickler auch den Großteil der Spielergemeinde entgegenkommen. Anderseits gibt es die wesentlich besseren Alternativen wie den ersten Underground-Teil seit einiger Zeit zum gleichen Preis. Vor allem Underground 1 bietet dem Spieler eine wesentlich bessere Grafik, namhafte Lizenzen, und ein besseres Spielgefühl. RPM Tuning sinkt aber deshalb nicht völlig ab: es hat einen umfangreichen Tuningpart, eine solide Grafik, hübsche Zwischensequenzen und einen netten Mehrspieler-Modus.

RPM Tuning [PC , Justgamers]

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