Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Immer wieder werden Adventure als tot gebrandmarkt. Nur weil nicht derart viele durschnittliche Titel, wie z.B. im Shooter- oder Echtzeitstrategiegenre, erscheinen. Kurz danach bekommen die Pessimisten aber meist einen Schlag ins Geschicht und eine Perle, wie Syberia, erscheint. Den nächsten Schlag gibt es von Seiten des Publishers dtp. Diese haben nämlich Runaway, welches von den Pendulo-Studios entwickelt wurde, vertont und in Deutsch auf den Markt gebracht.
Die meisten Rätsel in Runaway sind aber durchaus fair,logisch und passen auch zur Hintergrundgeschichte. Ärgerlich sind hingegen einige Designfehler. So ist das Spiel extrem linear. Dies betrifft nicht nur auf die Hintergrundgeschichte selbst zu, sondern auch auf das Lösen der Rätsel. Während noch verständlich ist, dass einige Gesprächsoptionen bei Nichtspielercharakteren erst vorhanden sind, wenn Brian bestimmte Informationen hat oder Probleme lösen muß, so es ist es einfach frustrierend, wenn z.B. drei verschiedene Gegenstände nur auf eine Weise kombinierbar sind oder ein korrekt eingegebener Code bei einem Sicherheitsschloss erst funktioniert, wenn das Rätsel auf die von den Entwicklern angedachte Weise gelöst wird. Es gibt nicht eine Alternativlösung für ein Rätsel. Hinzu kommen einige seltsame Rätsel, um an bestimmte Gegenstände zu kommen oder das fünfmalige Wiederholen einer langwierigen Aktion. Wir wollen aber absichtlich nicht zu viel verraten, um den Spielspaß nicht zu nehmen. Runaway lebt, wie alle Adventure, von den Rätseln und der Hintergrundgeschichte. Während das Spiel selber für Fortgeschrittene in ca. 15 Stunden lösbar ist, können gerade Anfänger an einigen Stellen verzweifeln oder auf das Lösungsbuch angewiesen sein. Da die Rätsel aber auch sehr abwechslungsreich sind, werden beide Gruppen einiges an Spaß beim Knobeln haben.
Negativpunkt bei der Technik sind leider die Videos. Trotz eines Umfanges von 3 CD's sind die Zwischensequenzen stellenweise sehr pixelig. Zwar sind die Animationen trotzdem noch gut gelungen bringen die Geschichte gut vorran, es ist aber ein deutlicher Unterschied zur Spielgrafik erkennbar. Eigentlich schade, trübt es doch den ansonsten extrem postiven Eindruck von der Technik ein wenig.
Die Grafik schafft es trotzdem eine gute Atmosphäre zu vermitteln und Spaß am Weiterspielen zu haben.
Zwar sind die anlegbaren Speicherstände kaum nötig, denn Brian kann nicht sterben, dennoch erfüllen sie ihren Zweck, denn das Spiel kann unterbrochen werden und man riskiert nicht eine Zwischensequenz, die nicht übersprungen werden kann, zweimal sehen zu müssen.
Auf der anderen Seite gibt es bei dem wohl wichtigsten Aspekt eines Adventures einige Mängel. Denn, obwohl durchaus spaßige, interessante und gut designte Rätselkost vorhanden ist, gibt es auch Mängel. So sind einige Gegenstände fast zu gut versteckt. Auch ist das Spiel extrem linear, was dazu führt, dass stellenweise Personen erst Dialogoptionen besitzen, wenn eine bestimmte Aktion durchgeführt wurde, dass drei Gegenstände nur in einer bestimmten Reihenfolge zusammengesetzt werden können oder gar logische, offensichtliche Alternativen zu Rätseln nicht zugelassen werden, wenn dies in der durchgeführten Reihenfolge von den Entwicklern nicht angedacht ist.
Trotzdem ist Runaway kein schlechtes Spiel. Es ist aber nicht wirklich die Perle im Genre. Da bei Syberia die Hintergrundgeschichte und Aspekte, wie die Charakterentwicklung, mir besser gefallen haben, Runaway aber z.B. beim Sound die Nase vorne hat, sind beide Titel als relativ gleichwertig einzuschätzen und verdient Runaway ebenfalls 84%.
Für Fans von Adventure sind beide Titel ein Pflichtkauf, der angepriesene Thronerklimmer ist Runaway aber leider nicht.
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