Gesamtwertung76 %/10 |
Grafik8 Sound7 |
Lanzeitspaß7 |
Bedienung7 |
Das letzte Produkt aus dem Hause Ascaron steht wahrlich unter keinem guten Stern. "Sacred 2: Fallen Angel" erhielt im Schnitt recht positive Wertungen, verkaufte sich gut und nicht zuletzt kann die Hack&Slay-Marke seit Jahren auf eine enorm große Community bauen. Sie verzeiht der Spieleschmiede auch mal den ein oder anderen Bug-Schnitzer und ist eigenständig bemüht, immer wieder die Qualität des Franchises oben zu halten - sei es durch programmierte Tools oder guten Käuferzuspruch. Seit sich abzeichnete, dass Ascaron schließt, mussten die noch verbliebenen Entwickler das Sacred 2-AddOn "Ice & Blood" mit der Gewissheit fertigstellen, dass danach die Tore endgültig ins Schloss fallen. Lest bei uns, wie das letzte Aufbäumen gelungen ist.
Wie schon das AddOn zum ersten "Sacred", bringt auch "Ice & Blood" neue Gebiete mit. Im Nordwesten und Südosten der ancarianischen Landkarte angesiedelt, sind sie nur per Schiff bzw. Ballon zu erreichen. Bei den Kristallebenen handelt es sich um ein ehemaliges Jagdgebiet der Seraphim, weshalb es auch stark an die bereits bekannte Seraphim-Insel erinnert. Als zweites debütiert der Blutwald, mit abstoßender Atmosphäre und scheußlichen Kreaturen im Süden. Beide Regionen fügen sich stimmig in die Welt von "Sacred 2" ein und kommen stilsicher designt daher.
Sowohl Vor- als auch Nachteil ist, dass beide Regionen weitaus kleiner ausfallen, als man es erwarten würde. Den Entwicklern war durchaus bewusst, dass die Weitläufigkeit des Hauptspiels der Motivation nicht zuträglich ist und ein kompaktes Spielerlebnis zerstören. In "Ice & Blood" sind die Aufgaben zumindest geringfügig strammer, interessanter und spannender gestaltet, was zum Großteil an der Straffung der Regionen liegt. Leider klingen viele Quests noch immer öde. Andererseits erwarten Käufer von einem AddOn umfangreiche Innovationen und das ist nur bedingt gegeben.
Die zweite, große Neuerung betrifft die siebte Klasse. Mit dem Drachenmagier hat es nur ein Zusatzcharakter in die Erweiterung geschafft, der dafür aber die Zauberfront an der Seite der Hochelfe verstärkt. Sein Fokus liegt sowohl auf offensiven Fertigkeiten durch Formwandlung wie der Schöpfung von Kreaturen - auch wenn die Vertrauten leider des Öfteren im Weg stehen. Aber auch andere Neuerungen haben es in das AddOn geschafft: Hier wäre beispielsweise die weitaus komfortablere Kamera aufzuführen, die nun eigenen Wünschen angepasst werden kann. Außerdem stehen neue Reittiere sowie ein neues Item-Set für jeden Charakter zur Verfügung und Spieler können auf die vielfach gewünschten fünf Waffen- und Kampfkunstslots zurückgreifen.
"Blood & Magic" bringt grundsätzlich das mit, was sich viele Fans des Hauptspiels gewünscht haben: Etwas straffere Aufgaben, ein dichteres Setting, neue Regionen, haufenweise Items und eine verbesserte Kamerasteuerung. Zwar hat es nur eine neue Klasse ins Spiel geschafft, die ist dafür recht gut gelungen. Auf der anderen Seite stehen noch immer einzelne, technische Probleme, die von den Entwicklern bis heute nicht bewältigt wurden und noch immer teils öde Quests. Eine einfache Bewertung fällt da nicht leicht: Fans des Hauptspiels werden weitestgehend glücklich mit dem AddOn sein. Wer an "Sacred 2: Fallen Angel" weniger Gefallen fand, dem könnte der Kaufpreis von 30 Euro zu hoch sein, nur um die neuen Features zu erleben. In "Blood & Magic" ist das drin, was draufsteht - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Sacred 2: Ice & Blood im Test.
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