Gesamtwertung77%/10 |
GrafikAusreichend SoundSehr gut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als LucasArts damals das Action-Flightgame Secret Weapons of the Luftwaffe veröffentlichte, dachte man wohl nicht an den grandiosen Erfolg dieses Spiels.Aber für die Entwickler ging die Rechnung auf: Nette Grafik und ein einfaches Spielprinzip machten das Game zu einem Dauerbrenner. Im Nachfolger Secret Weapons over Normandy schwingen wir uns erneut hinter den Steuerknüppel von diesmal 20 authentischen Maschinen im zweiten Weltkrieg, um den Deutschen und Japanern erneut das Fürchten zu lehren.
Die Devise lautet: Ballern bis die Kiste qualmt! Und das nicht zu knapp!
Wie auch schon in den Vorgängern, liegt das Augenmerk bei Secret Weapons over Normandy ganz klar auf Actiongeladenen Dogfights.
Diejenigen, die in Secret Weapons over Normandy einen potentiellen Flugsimulator wie IL-2 Sturmovik gesehen haben, werden leider enttäuscht.
In den über 30 Missionen der Kampagne, die durch schöne Filmsequenzen und eine glaubwürdige Story zusammengehalten werden, kämpfen wir uns, von der Normandie ausgehend, über England, Frankreich und fast den gesamten Globus gegen unsere deutschen und japanischen Feinde. Wir dürfen dabei, neben den klassischen Flugzeugen wie der britischen Hurricane, auch auf diverse Geheimprojekte wie zum Beispiel die Messerschmitt 163 Komet zurückgreifen, die im Laufe der Kampagne freigeschaltet werden.
Als amerikanischer Pilot einer speziell gegründeten Flugstaffel gilt es, gegnerische Bomber und Jäger vom Himmel zu holen, Brücken und Konvois zu bombardieren und eigene Basen zu verteidigen.
Für wen sich das jetzt kompliziert anhört und wer denkt, dass man dafür erst mal ein Tutorial spielen, und sich durch 3 DIN A 4 Seiten Tastenbelegungen kämpfen muss, liegt total falsch. Das einzige was wirklich von Nöten ist, ist eine ruhige Hand und eine Hornhaut an dem Finger, mit dem man die Waffen bedient.Ein nettes Feature sind auch die Upgrades, die wir, sobald eine Mission erfolgreich beendet ist, an unserem Flieger vornehmen können. Somit lassen sich zum Beispiel Motor, Waffen und Rumpf mit gewonnenen Upgrade-Punkten aufbessern. Dadurch können wir die Maschinen unserem eigenen Flugstil anpassen. Wer eigene Skins für seine Flugzeuge erstellt, kann diese im Spiel natürlich auch benutzen, und dem Flieger somit eine persönliche Note verleihen.
Wer seine Maschine online seinen Freunden im Kampf präsentieren möchte, wird jedoch enttäusch, denn einen Multiplayermodus sucht man leider vergebens.Mehr Spaß macht da schon der einfach zu bedienende Mission-Editor, der auch nach der bestandenen Kampagne für einige nette Stunden Spielspaß sorgt.
Für Secret Weapons over Normandy braucht man wirklich ein dickes Fell, denn die Missionen sind schon zu Beginn und auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad ziemlich fordernd und hektisch. Sobald man in der Luft ist, entbrennen heftige Luftkämpfe und die Gegner fallen wie die Fliegen vom Himmel. Schwer wird es, wenn man dann noch zusätzlich zu den feindlichen Jägern Konvois stoppen und unter Zeitlimit Brücken sprengen muss. Gut, daß wir durch Wegpunkte, automatische Zielerfassung und eine kleine Minikarte immer den Überblick behalten.
Dank der einfachen und gut ausbalancierten Steuerung, finden sich auch Anfänger sofort im Spiel zurecht. Secret Weapons over Normandy lässt sich sowohl mit Joystick, Gamepad als auch mit der Tastatur ohne Probleme zocken.
Während die Kampagne des Spiels durch eine recht gelungene Sprachausgabe und viele, meist authentische Filmsequenzen, gut präsentiert wird, ist die Grafik nicht mehr das Gelbe vom Ei. Die Effekte wie Mündungsfeuer und Explosionen sind zwar nett anzusehen, allerdings sieht die Grafik aus, als würde man das Spiel durch eine milchige Glasscheibe betrachten.Die Auflösung der Texturen ist relativ niedrig und die Modelle der Flugzeuge wirken kantig und lieblos modelliert. Hier hätte sich doch einiges mehr an Detail rausholen lassen! Auch bei der Landschaft hat man an der Liebe zum Detail gespart. Alles sieht zweckmäßig aus, fehlt es aber doch an dem nötigen Pfiff, da die Landschaft karg und wenig abwechslungsreich aussieht.
Das ein oder andere Haus mehr und eine üppigere Vegetation hätten hier sicherlich Wunder gewirkt.Im Gegensatz zur Grafik ist der Sound, vor allem wegen der guten Sprachausgabe, recht gut gelungen. Die Waffen klingen amtlich und Explosionen wummern angenehm durch die Boxen. Der eigens für dieses Spiel komponierte Soundtrack ist überaus stimmungsvoll geworden und passt hervorragend in das 2. Weltkriegs-Setting.Hier hat man sich offenbar wesentlich mehr Mühe gegeben als bei der grafischen Präsentation des Spiels.
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